Dieses Jahr gab es erstmals eine Konferenz der IRVA (International Remote Viewing Association) in Deutschland. Dadurch sollte auch der „International“-Aspekt unterstrichen werden, nachdem es in den letzten 25 Jahren schon viele IRVA-Konferenzen in den USA gab. Die Konferenz fand in dem beschaulichen, römisch thematisierten Kurort Bad Gögging in Bayern statt. Hier ein kleines Resümee mit Eindrücken der Veranstaltung…

Teilnehmer-Vielfalt
Das Programm und die Teilnehmer konnten sich sehen lassen. Vor allem weil auch einige amerikanische und deutsche Urgesteine der Remote Viewing-Geschichte dabei waren. Darunter Lyn Buchanan und Tom McNear aus der originalen Remote Viewing-Einheit. Zudem noch Paul Smith (per Zoom-Zuschaltung). Geplant war auch eine Zoom-Zuschaltung von Edwin May (Wissenschaftler, der seit dem Anfang der Remote Viewing-Forschung dabei war), was allerdings wegen technischer Probleme nicht klappte. Ein Remote Viewing-Kollege aus Frankreich (Alexis Champion) sprang jedoch mit einem sehr interessanten Vortrag ein. Den Einführungsvortrag des Kongresses machte IRVA-Präsident Luciano Arruda.
Aus der deutschsprachigen Remote Viewing-Geschichte waren Gunther Rattay und Marcus Boldt anwesend, die bereits 1996 (ein Jahr nach dem „Disclosure“ des Projektes) in den USA ausgebildet wurden und es anschließend nach Deutschland brachten. Aber auch Persönlichkeiten der neueren, internationalen Remote Viewing-Generationen (wie Timo Féret und Jana Rogge) hielten Vorträge. Als weitere Gäste waren Robert Fleischer (Exomagazin.tv), Werner Betz und Kai Brenner dabei.

Themen-Vielfalt
Auch thematisch waren die beiden Tage bunt gemischt. Darunter der Remote Viewing-Nutzen in der alltäglichen Wahrnehmung, neue (meta)physikalische Erklärungsmodelle, interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Forschung und Remote Viewing, Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen, saubere Durchführung von Projekten, Projektvorstellungen und Berichte aus erster Hand aus den frühen Tagen des Remote Viewing. Die englischsprachigen Gäste wurden dabei simultan von Dolmetschern übersetzt. Einige Veteranen-Eindrücke:



Perspektiven-Vielfalt
Innerhalb der Themenvielfalt zeigten sich auch unterschiedliche Herangehensweisen an das Remote Viewing. Darunter auch die Frage, wie man die Integrität des ursprünglichen Protokolls von Ingo Swann bewahrt (The Center Lane Project), und wie sich spätere Änderungen auswirken könnten (Umgang mit dem Ideogramm etc…). Letzteres scheint vor allem in den USA ein Streitthema zu sein, in Detailaspekten auch unter den Veteranen). Das hat zum Teil auch damit zu tun, weil in der amerikanischen Grenzwissen-Szene alles Mögliche mit Remote Viewing in einen Topf geworfen wird, obwohl es kein einziges Kriterium davon erfüllt (Verblindung, AUL-Management etc…). Dies macht sich vor allem seit der Zeit von Social Media bemerkbar.
Podiumsdiskussion
Zum Abschluss gab es noch eine Podiumsdiskussion mit den Vor Ort-Referenten und aktiven Beteiligten, wo über verschiedene Themen und Zukunftsaussichten für das Remote Viewing (auch in Deutschland) gesprochen wurde, und Zuschauer-Fragen beantwortet wurden. Dies bildete einen runden Abschluss des ersten IRVA-Kongresses in Deutschland. Zukünftige Veranstaltungen dieser Art erscheinen nicht unwahrscheinlich.

Zwischen und nach dem Programm
Eine Würze bei solchen Veranstaltungen bildet natürlich auch immer der persönliche Austausch und die Vernetzung zwischen den Programmteilen. So hatte ich die Gelegenheit, mich u.a. mit Lyn Buchanan, Gunther Rattay und Robert Fleischer auszustauschen. Aber auch ein Wiedersehen mit vergangenen Kontakten aus der Remote Viewer-Szene (und anderen Events), aktiven Kooperationspartnern und Trainees in meinen Ausbildungen waren Teil des Austauschs.


Die Viewer der Tafelrunde
Am letzten Abend ergab sich auch noch eine spontane „Tafelrunde“ mit vielen der Beteiligten (an mehreren, spontan zusammengestellten Tischen) vor dem Hotel. Dabei fand noch mehr vertiefter (und mehrsprachiger) Austausch statt. Ein magischer, nächtlicher Ausgang für ein sehr gelungenes Event.
An dieser Stelle noch ein spezieller Dank an die Veranstalter und Beteiligten! Sehr gerne nächstes Jahr wieder.


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