Resümee: Geistreich am Teich 2026

Dieses Jahr fand ein weiteres Geistreich am Teich-Event statt, somit also bereits zum vierten Mal. Es zeigte sich letztlich so vielfältig und vollgepackt mit Programm und Besuchern, dass es gar nicht so einfach ist, eine adäquate Zusammenfassung zu machen. Ich werde dennoch versuchen, zumindest einige Eindrücke aus meiner individuellen Perspektive zu teilen…

Geistreich am Teich 2026

Wir reisten schon zwei Tage vor dem eigentlichen Beginn an, um beim Aufbau mitzuhelfen und auch einige persönliche Vorhaben (meinerseits z.B. eine Wanderung in der Gegend) umzusetzen, bevor es am Donnerstag Nachmittag richtig losgehen sollte. Bemerkenswert war auf jeden Fall schonmal das sonnige, heiße Wetter (meist weit über 30°C), welches sich im Laufe der Tage sogar noch auf bis zu 42°C steigern sollte. Wirklich gut, dass es „Geistreich am Teich“ ist, denn der würde in den kommenden Tagen noch ausgiebig genutzt werden.

Geländeplan, welcher im Laufe des Events noch auf spontane Gegebenheiten angepasst wurde.

Sonnenaufgangswanderung zum höchsten „Berg“ der Region
Nachdem ich am ersten Abend noch im Gebäude übernachtet hatte, brach ich sehr früh morgens leise zu einer Wanderung auf (noch kurz vor Sonnenaufgang), um die enormen Temperaturen zu meiden, die im Laufe des Tages kommen sollten. Denn in den bisherigen Jahren hatte ich zeitlich noch keine Gelegenheit, die Umgebung des Geistreich-Events zu erkunden. Die Region zeigt sich flach, sandig und mit langen Feldwegen. Zwischendurch gibt es immer wieder relativ lichte Waldstücke, die hauptsächlich aus Kiefern bestehen. In einem dieser Wälder lag mein Wanderziel, nämlich der höchste „Berg“ der Region („Schappinberg“ mit 111m). Zu meiner Überraschung zeigte er sich im Vergleich zur ziemlich flachen Umgebung wirklich als steil zulaufender „Berg“. Vielleicht eine künstliche Aufschüttung? Jedenfalls boten sich auf der Wanderung idyllische Umgebungseindrücke durch den Sonnenaufgang, die Abwechselung zwischen Feldern und Waldabschnitten und die üppige Vegetation am Wegesrand. Insgesamt kamen dabei 17km Wanderstrecke zusammen.

Frühe Morgenstimmung (ca. 5 Uhr) bei der Wanderung
Auf dem Gipel des höchsten „Berges“ (111m)

Persönlicher und gemeinsamer Aufbau
Nach der Rückkehr zum Geistreich-Gelände sprang ich erstmal zur Erfrischung in den geistreichen Teich. Danach holte ich mein Gepäck und baute mein Zelt auf. Ich wählte dafür ein kleines, teilweise schattiges Waldstück hinter der eigentlichen Zeltwiese, weil abzusehen war, die stark die Sonne werden würde. Hier gab es zwar viel mehr Insekten (u.a. viele Ameisen, unzählige Mücken und giftige Raupen), aber der Schatten war es wert. Nachdem ich alles aufgebaut und schonmal mein Schlafzeug vorbereitet hatte (Isomatte, Schlafsack bzw. nur Liner, wenn es in der Nacht zu warm werden würde), ging ich zurück zum Gelände, und half weiter beim Aufbau.

Fertig aufgebautes Zelt an einer der schattigsten Stellen, die zu finden waren.

Tropische Nächte
Abends ging es erstmals zur Zelt-Übernachtung. Bis Mitternacht war es sogar zu warm im Zelt, so dass es an eine tropisch-feuchte Dschungelübernachtung erinnerte. Erst später in der Nacht war der (offene) Schlafsack angenehm, aber ansonsten reichte der hauchdünne Liner. Die nächsten, noch wärmeren Nächte (vermutlich nie unter 25°C) würde ausschließlich der Liner reichen. Es war uns auf jeden Fall klar, dass es keinen Sinn machte, vor Mitternacht schlafen zu gehen, weil es einfach noch zu warm wäre. Morgens ging es dann auch immer entsprechend früh aus dem Zelt raus, weil die aufgehende Sonne (trotz Wald) schnell deutlich spürbar wurde.

Früher Sonnenaufgang im Zelt

Viel Sonnenlicht, wenig Schatten und Teich-Erfrischungen
Sonnenhut, viel Trinkwasser und ausgiebige Teichnutzung wurden auf jeden Fall Pflicht. Am Teich selbst waren zuvor leider viele Büsche und längere Baumäste abgesägt worden, die in den Vorjahren etwas Schatten boten. Vielleicht hätte man damit bis nach der Hitze warten bzw. mehr übrig lassen können. Nur an einigen Seitenufern gab es noch hohes Schilf, welches etwas Schatten bot. Später wurden am Westufer noch bequeme Hängematten aufgehangen, die je nach Tageszeit im Baumschatten waren. Irgendwann tauchten auch erste Bade-Utensilien auf, darunter „Wasser-Hängematten“ (Luftmatratzen mit Netz in der Mitte), die schon letztes Jahr sehr beliebt waren.

Morgendlicher Blick auf den geistreichen Teich

Neuzugänge und Workshop-Konfusion
Inzwischen war auch der erste, offizielle Tag angebrochen. Die Camping-Bereiche füllten sich stetig, und erste Programmpunkte fanden statt. Mittags holten wir noch eine Bekannte von mir vom Bahnhof ab, die zum ersten Mal dabei sein sollte. Nach der Ankunft stellte ich ihr alles vor und half beim Zeltaufbau mit. Wir hatten dazu noch einen Platz im Wäldchen freigehalten. Später ging es zurück zum Hauptgelände, wo Kontakte aufgefrischt bzw. neu geknüpft wurden. Es gab noch etwas Konfusion zu meinen geplanten Workshops (zwei Remote Viewing-Schnuppersession-Workshops), da man aus Versehen einen Vortrag für mich eingetragen hatte (vielleicht noch vom letzten Jahr). Wie das bei der kommenden Hitze von den Örtlichkeiten her funktionierte, würde sich noch zeigen.

Der Tunnel zwischen Hauptgelände und Teich / Campingbereich (dieses Mal auch mit Bewegungsmelder-Lampen für nachts)

„Sehen ohne Augen“ und „Remote Viewing“ Hand in Hand
Am nächsten Tag ging es dann richtig los. Ich besuchte erste Vorträge und bereitete meinen Workshop vor. Meine Bekannte, die erstmals mit dabei war, würde mich dabei unterstützen. Aufgrund der Hitze ergab es sich spontan, dass wir unseren Remote Viewing-Workshop mit dem „Sehen ohne Augen“-Workshop fusionierten. Die Themen liegen ja in gewisser Weise nah beeinander. Beim „Sehen ohne Augen“ zeigten sich wieder bemerkenswerte Ergebnisse, vor allem bei Kindern. An Remote Viewing-Sessions schafften wir dieses Mal leider nur drei (obwohl dieses Jahr theoretisch mehr möglich gewesen wären), was aber auch am Zeitbedarf und der großen Hitze lag. Dafür ergaben sich jedoch hochinteressante Fachgespräche, Vernetzungen und interdisziplinärer Austausch zu verschiedenen Techniken.

Wegweiser zum Hauptgelände

Obligatorischer Badespaß (oder; vom kühlen Teich zur warmen Natur-Badewanne)
In den Pausen wurde natürlich auch viel im geistreichen Teich gebadet (fast überlebensnotwendig bei der Hitze). Wir unterstützen dabei auch die Badeaufsicht für die Kinder, entdeckten neue flache Stellen mitten im Teich, wo man stehen kann etc… Dieses Mal hatten wir auch Taucherbrillen dabei, obwohl der Teich kaum nennenswerte Sichtweite hat. In den ersten Tagen gab es im Teich noch gewöhnungsbedürftige, kühle Strömungen, aber hinterher hatte die ganze Oberfläche regelrecht Badewannentemperatur. Wir tauchten manchmal absichtlich in größere Tiefen ab, um uns dort im kühleren Wasser zu „erfrischen“. Sehr beliebt war dieses Mal auch das Suchen von geschlossenen bzw. Sammeln leerer Muschelschalen. Aufgrund der Hitze wurde auch oft nach Sonnenuntergang (manchmal sogar im Mondlicht) gebadet, obwohl das teilweise mehr Mücken und Bremsenangriffe bedeutete, sobald man rauskam.

Geistreicher Teich im spätabendlichen Mondlicht

Gemeinschaftsmomente und Agnihotra
Überhaupt gab es viele stimmungsvolle Momente in Gemeinschaft und Natur. Ob bei den Veranstaltungen am Hauptgelände (mit viel Musik und Tanz), beim gemeinsamen Essen, oder bei ruhigeren Momenten in den Hängematten am Teich. Auch die Agnihotra-Tradition wurde wieder ausführlich gepflegt (jeweils bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang), natürlich an einer feuermäßig unbedenklichen Stelle am Hauptgelände.

Agnihotra-Bereich

Geistige Signale in den Kosmos
Später wurde noch ein CE5-Versuch an einer entfernten Stelle hinter dem Gelände durchgeführt (in dem Fall wurde u.a. eine gewisse Vorerfahrung bei dem Thema vorausgesetzt). Ich hatte vor einigen Jahren bereits an zwei CE5-Versuchen teilgenommen. Bei unserem Versuch passierte nichts offenkundiges, außer Wetterleuchten in der Ferne und ein Licht, was wohl ein Flugzeug mit Landescheinwerfer war. Aber die individuellen Auswirkungen und Resonanzen können sich auch später zeigen (z.B. in Träumen). Die gewählte Stelle war abgelegen und schön (inklusive sehr mystischer Mond-Atmosphäre), aber auch insektenmäßig etwas herausfordernd (Kamikaze-Junikäfer und hungrige Mücken).

Atmosphärische CE5-Session

Ausklang, Abbau und Weiterreise
Allmählich neigten sich die offiziellen Tage dem Ende zu. Trotz einiger Herausforderungen (unzählige Mückenstiche, Kratzer, Schnitte, Kontakt mit giftigen Insekten, Sonnenbrand, Hitze, Herausforderungen für den Sozialakku, kurzfristig verlegte Gegenstände…) empfand ich es als das bisher erfüllendste und „aufgeladenste“ Geistreich am Teich-Event, seit es 2023 in deutlich kleinerem Maßstab begann.

Nachdem die meisten Gäste Sonntags abreisen, halfen wir am Montag noch beim Abbau mit. Schließlich ging es noch weiter zu einem kleinen Remote Viewer-Treffen nahe Leipzig (mit kurzem Sprung in den Kulkwitzer See). Eine überlange Woche, die körperlich, klimatisch und geistig herausfordernd war, aber wovon sich jede Minute gelohnt hat.

Bonus-Erfrischung am schönen (und dieses Mal etwas stürmischen) Kulkwitzer See bei Leipzig

Fazit: Ein in vielerlei Hinsicht intensives Geistreich am Teich-Event, welches hoffentlich nächstes Jahr wieder eine Fortsetzung erfährt. Danach gibt es häufig einen gewissen „Rücksturz“ in die Alltagsenergie, jedoch muss man ja nicht zwangsläufig ein Jahr warten, um geknüpfte Kontakte wiederzusehen, und das Feld beständig weiter zu sättigen.

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