Nach Jahren gibt es mal wieder ein interessantes Update aus dem astronomischen Bereich. In diesem Fall sprichwörtlich rund um den Planeten Jupiter (siehe detaillierte Session von 2016). Genauer gesagt, zwei seiner großen Monde: Der schwefelbedeckte Io, der für seinen extremen Vulkanismus bekannt ist, und der eisige Europa, welcher als einer der besten Kandidaten für subglaziale Ozeane und einfache Lebensformen darin gilt. Der vom Tasker angedachte Session-Ablauf war dieses Mal deutlich kompakter als in einigen früheren Beispielen, erbrachte allerdings dennoch sehr passende Daten, und auch Überraschungen…

Io, der vulkanischste Mond im Sonnensystem
Der erste Anlauf führte uns zum schwefeligen Vulkanmond Io. Eine kodierte Bewegungsanweisung zielte auf dessen Oberfläche ab (ohne gezielten Bereich, sondern frei nach Interesse vom Unterbewusstseins des Viewers):

Vom Gefühl her wurde schnell klar, dass es kein idyllischer Ort auf der Erde sein kann, sondern eine fremdartige, raue Landschaft. Es zeigten sich spitze, harte Felsstrukturen und vereinzelte Löcher im Boden. Eines davon führte trichterförmig nach unten, weshalb es kein Meteoritenkrater zu sein schien, sondern eher auf einen Vulkan hindeutete. Atmosphärisch war ein dünner Schleier am Horizont wahrnehmbar, jedoch gab es keine atembare Luft in dem Sinne (Luftdruck war so gut wie nicht vorhanden). Dieser Schleier könnte sich natürlich durch den Vulkanismus erklären lassen.

Nachdem sich mit der Oberfläche und den Umweltbedingungen vertraut gemacht wurde, sollte mit der nächsten Bewegungsanweisung eine Querschnittsdarstellung des gesamten Mondes versucht werden. Es zeigte sich tatsächlich eine annähernd runde Form, allerdings mit einem veränderlichen Eindruck, so als würde die Form leicht variieren (gestrichelte Linie). Das würde insofern Sinn machen, als dass die Schwerkraft des Jupiters seine inneren Monde förmlich „durchknetet“, und durch diese Verformung innere Hitze entsteht.

Am inneren Aufbau war auch sehr spannend, dass sich die gesamte Struktur mit adrigen, kristallinen Rissen durchzieht, die bis zum Kern gehen (eventuell durch die Verformung?). Der Kern an sich wirkte heiß. Für die starken, vulkanischen Aktivitäten ergab das auf jeden Fall schonmal Sinn. Näher an der Oberfläche gab es viele Hohlräume, die sehr chaotisch mit großen Kristallen und kristallinem Pulver gefüllt waren. Der Eindruck erinnerte stark an die Riesenkristalle in der Mine von Naica (Mexiko). Allerdings schienen die Kristalle in Io dunkler zu sein. Als exemplarisches, besonderes Merkmal tauchte noch eine tiefe Spalte auf, aus der ein warmer Ausstoß bis zur Oberfläche drang (oben rechts in der Skizze). Es wirkte flüssig und hätte Wasser sein können, aber das wurde nicht ganz klar. Wahrscheinlicher ist, dass es sich um flüssigen Schwefel handelt, den die Vulkane ausstroßen.

Besonders eindrücklich war schließlich das AI (emotionaler Eindruck des Viewers): Der Himmelsköprer wurde als „interessant, aber harsch“ empfunden. Harsch war hierbei vor allem die Rauheit der Umgebung, die quasi nicht vorhandene Atmosphäre („fast Vakuum“) und vor allem „harte Strahlung“. Gerade letzterer Eindruck ist eine treffende Verifikation, weil die Strahlung auf Io durch Jupiters enorme Magnetfeld-Wechselwirkungen sehr stark ist. Ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen (z.B. eine Art magnetischen Schild), könnte ein Astronaut im Raumanzug die dortige Strahlung vermutlich nicht lange überleben.
Schließlich wurde noch abgefragt, ob es dort irgendwelche Anzeichen für Leben gibt. Überraschenderweise kam etwas, wenn auch sehr rudimentär:

Der Haupteindruck war eine Art „Film“, welcher sich über eine glatte Oberfläche legt und fortpflanzt. Dies könnte maximal im Bereich von Bakterien oder primitivem Pflanzenwachstum sein. Auf der Erde sind Schwefelbakterien bekannt, die unter extremen Bedingungen (z.B. Tiefsee, Vulkane etc…) leben, weshalb es eher solche Bakterien sein könnten. Weiterhin gab es noch den Eindruck einer Art dünnen Hülse oder Rinde, die Gase zu absorbieren schien. Dort war aber nicht mehr unterscheidbar, ob es biologisches Leben, oder nur ein geologischer Effekt ist. Vielleicht war es auch ein Gebilde, dass sich aus den umgebenden Bakterien zusammensetzte.
Fazit: Insgesamt bestätigten die Daten einige bekannte Fakten über den Jupitermond Io. Aber auch unbekannte Bereiche (wie der innere Aufbau) wirken in dem Kontext ziemlich schlüssig. Sehr interessant war natürlich der Eindruck von primitivem Leben, was jedoch nicht völlig unwahrscheinlich sein muss, wenn man bedenkt, wo inzwischen Mikroben in extremen Lebensräumen auf der Erde nachgewiesen werden.
Europa, der eisige Unterwasserwelt-Kandidat
Der zweite Anlauf führte uns nun zum Jupitermond Europa, dem favorisierten (aber nicht einzigen) Kandidaten für subglaziale Ozeane, die eventuell Leben beherbergen könnten. Durch bisherige Sonden-Missionen gibt es einige, indirekte Hinweise darauf. Die „Knetwirkung“ durch Jupiters Gravitationskräfte könnte ebenfalls eine Wärme innerhalb von Europa erzeugen und die Eiskruste in der Tiefe schmelzen (auch wenn er etwas weiter weg von Jupiter ist, als der extrem vulkanische Io). Was konnten wir nun per Remote Viewing über Europa in Erfahrung bringen? Der Ablauf war ähnlich, und begann daher mit einer Bewegungsanweisung auf die Oberfläche:

Der Eindruck tauchte als Blick auf großer Höhe auf, wodurch die Rundung des Mondes erkennbar war. Sehr auffällig wirkte ein greller, umgebender Lichtschein, der auf eine stark reflektierende Oberfläche hindeutete. Auf der Oberfläche selbst zeigten sich wenige, krater-artige Gebilde, dafür eine Reihe von auffälligen Spalten und großen Flächen. Bei näherem Hineinfühlen wirkte die Oberflächenbeschaffenheit teilweise pulvrig, wie Schnee, teilweise auch hart. Abermals wurde der atmosphärische Eindruck abgefragt, welcher bis auf eine Art „Staubnebel“ nicht viel hergab („stickig bis Vakuum“). Ästhetisch wirkte die Oberfläche schön.

Jetzt sollte wieder eine Querschnitt-Darstellung folgen. Auch hier zeigte sich der Himmelskörper ziemlich rund, was sich in dem Fall ja schon bei der Oberflächenwahrnehmung andeutete:

Der innere Aufbau wirkte wie das Innere einer Zitrone, mit „Adern“ oder „Spalten“, die zur Mitte hinstrebten. Wenn es einen wahrnehmbaren Kern gibt, scheint dieser verhältnismäßig winzig, oder schwer von der Umgebung unterscheidbar zu sein. Jedenfalls liefen die adrigen Strukturen des Inneren von Europa dort zusammen. Weiter oben im Mantelbereich, wirkte die Zusammensetzung wie eine Art pulvriger Schnee- und Eis-Mix. Ein riesiger, subglazialer Ozean war nicht wahrzunehmen, jedoch sollten hinterher noch Hinweise auf wassergefüllte Bereiche folgen. Interessant war noch, dass die innere Struktur an den Polen irgendwie eingefallen wirkte, was auch schon bei anderen Querschnitten von Himmelskörpern vorkam (z.B. beim größten Jupitermond Ganymed und beim dicht bewölkten Saturnmond Titan).
Die Hinweise auf Wasser tauchten anschließend bei der Suche nach Leben auf. Der erste Eindruck zeigte mehrere, galertartige Lebewesen, die durch eine Art wassergefüllte Spalte bzw. Wasserader schwammen. Dieser Bereich wirkte sehr schmal und kantig, aber zugleich auch lang und verzweigt:

Es ist nicht ganz klar, wie groß diese galertartigen Lebensformen waren, jedoch ähnelten sie am ehesten Quallen, allerdings ohne wahrnehmbare Tentakel, wie man es von der Erde kennt („zart“, „transparent“, „erinnert an Quallen ohne Tentakel“). Sie bewegten sich durch eine Art Muskelkontraktion an zwei Enden des Körpers fort. Um herauszufinden, wie intelligent diese Wesen waren, wurde noch in die EIs (Fremdemotionen) hineingefühlt: Diese zeigten sich mit „Instinkt“, „suchend“ und „Geruchsreize“, was eher auf einfaches Leben hindeutete. Es war noch interessant zu wissen, wonach sie dort suchen. Daraufhin zeigten sich am Boden verankerte, zottelige Gebilde an denen die galertartigen Wesen „saugen“ wollten. Diese Gebilde erinnerten an Polypen oder kleine See-Anemonen auf der Erde.

Dies waren beides sehr deutliche Eindrücke von Unterwasser-Leben innerhalb des Jupitermondes Europa, wenn auch nicht in größeren Formen (wie kalmar- oder sogar wal-artige Tiere, wie sie manche vermuten). So ein kurzer Einblick hat jedoch auch immer einen gewissen Zufallscharakter, weshalb komplexere Lebensformen vielleicht übersehen wurden (dazu wären mehr Sessions sinnvoll).
Zum Schluss dieser Exkursion wurde noch nach besonderen Merkmalen im oder auf Europa gesucht. Dabei tauchte folgender Eindruck auf:

Es zeigte sich ein hochsteigender Pegel von warmen Wasser, der aus größeren Wasserbereichen von unten gespeist wurde, und welcher oben aus einer Öffnung herausspritzte. Das Prinizip erinnerte an einen Geysir. Die Oberfläche an der Außenseite war eisig, was auf die äußere Oberfläche von Europa deutet. Geysir-artige oder kryovulkanische Ausströße (wie beim Saturnmond Enceladus) wurden schon auf Europa vermutet, und später vermutlich vom Hubble-Teleskop bestätigt (etwas pixelig):

Sondenmissionen, wie Europa Clipper (die zum Zeitpunkt dieses Artikels bereits unterwegs ist und ca. 2030 am Jupiter ankommen soll), werden u.a. versuchen, durch solche Geysir-Ausstöße zu fliegen und darin Hinweise auf organische Materialen oder gar Mikroben zu finden:

In unserem Zukunftsprojekt gab es zum Thema „Offizielle Entdeckung von Leben im Sonnensystem“ Eindrücke von einer Sonde, die um das Jahr 2030 herum etwas auf einem Eismond entdeckt. Damals vermuteten wir anhand der Daten am ehesten den Saturnmond Enceladus, allerdings erscheint inzwischen die Europa Clipper-Mission von der Zeitsetzung her (Flugzeiten) wahrscheinlicher. Oder unsere Timeline war ungenau, und es folgt noch eine entsprechende Mission zu Enceladus in den kommenden Jahren (Missonspläne, die gut zur damaligen Session passen, gibt es jedenfalls in der Theorie).
Fazit: Neben Enceladus, scheint Europa zur Zeit der vielversprechendste Eismond für die Suche nach subglazialem Leben zu sein. Die Remote Viewing-Eindrücke scheinen das zu bestärken. Jedoch auch an unerwarteten Orten, wie Io, scheint zumindest einfachstes, extremophiles Leben möglich zu sein.

Weiteres, mögliches Leben in unserem Sonnensystem (Mars und Ceres)
Zwei frühere Sessions deuteten auf Leben im Zwergplaneten Ceres, nachdem wir die auffälligen, weißen Flecken auf Ceres‘ Oberfläche in die Tiefe verfolgten, und wassergefüllte Hohlräume vorfanden. Weiterhin deuteten drei Sessions auf zumindest sporadische Überreste extrem zäher, pilzartiger Gebilde auf dem Mars hin. Letztere wurden vom Marsrover Opportunity fotografiert, aber nicht als Lebensform erkannt (bzw. wegen ihrer Ähnlichkeit zu umgebenden Steinkügelchen im Marsstaub übersehen). Die beiden höherentwickelten Rover Curiosity und Perseverance haben noch nichts derartiges gefunden, was jedoch die Seltenheit dieser Gebilde unterstreichen könnte. Man sieht also, es ist nicht so einfach, zweifelsfrei Lebensformen nachzuweisen. Wir dürfen also gespannt sein, welcher Himmelskörper nun der erste sein wird, auf nicht-irdisches Leben erstmals (offiziell) nachgewiesen wird. Die Frage scheint für Remote Viewer jedenfalls kein „Ob?“ mehr zu sein, sondern nur noch das „Wann?“.

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