1I/2017 U1 (Oumuamua)

Kategorie: Astronomie
Protokoll: CRV (mit Monitor)
Koordinaten: 301875 962548 655314
Anzahl der Viewer: 1 (Bernhard Reicher)
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 22.11.2017
Uhrzeit: 19.05h – 20.22h
Dauer: 77 Minuten
Seiten: 11

Kürzlich machten Meldungen über ein astronomisches Objekt die Runde, welches in unser Sonnensystem eingetreten ist. Dieses „Oumuamua“ getaufte Objekt zeichnet sich durch seine extrasolare Herkunft und seine ungewöhnlich längliche Form aus. Durch diese Form, und mit einer geschätzten Länge von mehreren hundert Metern, fühlt man sich an zigarrenförmige „Mutterschiff“-UFOs erinnert, von denen immer  wieder mal berichtet wird. Ist dort ein solches Flugobjekt in unser Sonnensystem eingetreten, oder handelt es sich um eine exotisch geformte, natürliche Struktur?

Oumuamua

Einer unserer diesjährigen Seminar-Absolventen, Bernhard Reicher (von Reicher & Stark), wurde in einer operationalen Session auf das Oumuamua-Objekt geschickt.

Die Target-Formulierung dazu lautete: „Beschreibe das astronomische Objekt Oumuamua, welches am 19.10.2017 entdeckt wurde, zum Zeitpunkt der Session!“
 

Erste Eindrücke

Schon in der Stufe 3 erhielt Bernhard Eindrücke, die auf eine unstete, felsige Struktur hindeuteten. Dabei fielen ihm zwei Aspekte ganz besonders auf: Zum einen scheint der Horizont stark „überzukippen“, wenn man sich auf dem Objekt befindet. Vielleicht taumelt es sehr stark über seine Längsachse? Zum anderen wirkt die Gesamtstruktur des Objektes stark ineinander verdreht, wie ein nasses Handtuch, wenn man es auswringt. Des Weiteren nahm Bernhard Löcher in unterschiedlichen Größen und Formen auf der Oberfläche wahr. Hier die Skizze mit seinen ersten Eindrücken:

Oumuamua - Stufe 3 (1)
 

Detaillierung

In der Stufe 4 ging es dann um die wichtigsten sensorischen Eindrücke zum Objekt. Darunter waren „schwarz“, „kalt“ und „hart“. Aber auch bräunliche und silbrige Farbtöne wurden beiläufig wahrgenommen. Weitere wichtige Eindrücke waren „verdrillt“, „kippender Horizont“, „fließende, gewellte Formen“, „weich“, „porös“ und „langgezogen“.

Die Stufe 6 sollte nun noch weitere Detailbeschreibungen des Objektes liefern. Zuerst versuchten wir nochmal die Grundform mit ihren Eigenschaften zusammenzufassen:

Oumuamua - Stufe 6 (1)

Die längliche Form, die verdrillte Oberfläche und die porösen Eigenschaften stachen hier heraus. Da die Zeichnung noch etwas künstlich wirkte, untersuchten wir u.a. die Ursache der verdrillten Windungen, um die Eigenschaften des Objektes zu konkretisieren. Diese stellten sich als natürliche Struktur geologischen Ursprungs heraus, welcher durch Druck und gegenläufige Bewegungen entstand. Wir versuchten auch das Innere des Objektes zu untersuchen, welches sich als porös, aber nicht ganz hohl darstellte. Es erinnerte an den Aufbau von Lavagestein. Anzeichen von Leben oder Technologie konnten am Objekt selbst nicht wahrgenommen werden. Eine weitere Skizze von Oberflächen-Eindrücken:

Oumuamua - Oberfläche
 

Herkunft und Entstehung

Jetzt stellte sich noch die Frage, wie das Objekt ursprünglich entstanden war, und wie es zu dieser seltsamen Form kam. Als Ursprung nahm Bernhard eine rotglühende, kugelförmige Masse wahr, die sich sehr schnell drehte. Sie hatte etwa die Größe des Erdmondes, und schien ein junger, und daher noch glutflüssiger Planet oder Mond gewesen sein. Das längliche Objekt wurde irgendwann als glutflüssiger „Spritzer“ aus diesem Himmelskörper herausgeschleudert, und nahm bei seiner Abkühlung die charakteristische Form an („wie durch Fliehkraft rausgeschleudert und dann abgekühlt“). Wir stellten auch fest, dass sowas dort öfter passierte, obgleich nicht bei jedem herausgeschleuderten Fragment eine so ungewöhnliche Form entstand. Das Herausschleudern verpasste dem Objekt auch seinen Drall, welcher zu der verdrillten Oberflächenstruktur führte.

Oumuamua - Rausschleudern

Also offenbar ein ganz normaler Vorgang, der in diesem Fall zu einer (für die bisherigen, astronomischen Erkenntnisse) außergewöhnlichen Form führte. Zum Schluss stellte sich noch die Frage nach dem Alter von Oumuamua. Obwohl das exakte Alter in kosmischen Zeiträumen, mangels klarer Referenzpunkte, nur grob einzugrenzen ist. Wir nahmen behelfsmäßig die Enstehung unseres Sonnensystems, das Aussterben der Dinosaurier und unsere Gegenwart („Zeitpunkt der Session“) als Ankerpunkte:

Oumuamua - Stufe 6 (Timeline)

Berücksichtigt man die üblichen Streck- und Stauchungseffekte in derartig groben Timelines, schätzen wir die Entstehung von Oumuamua auf einen Zeitraum von vor 500 bis 1000 Millionen Jahren.
 

Fazit

Die Daten dieser Einzelsession schließen auf ein rein natürlich entstandenes Objekt. Es konnten keine künstlich konstruierten Aspekte oder Lebenszeichen dort wahrgenommen werden. Am ehesten trifft es wohl die Beschreibung eines Lava-Spritzers, der wie aus einem Vulkan herausgeschleudert wird, dann im Weltraum aushärtet und immer weiter durch stellaren bzw. interstellaren Raum vagabundiert. Die Eindrücke eines „kippenden Horizontes“ würden ziemlich gut zu folgender, künstlerischer Vorstellung von der Bewegung passen:

Natürlich wird es um Oumuamua die typische UFO-Euphorie wie bei vielen Meteoriten oder den Ceres-Lichtern geben. Und wer weiß, vielleicht ist ja mal ein großes Mutterschiff oder ähnliches dabei. Außerirdischen Flugverkehr fängt man ja immer wieder bei Sessions auf exoplanetare Systeme als interessanten „Beifang“ auf. In diesem Fall scheint es sich jedoch „nur“ um einen sehr ungewöhnlich geformten Asteroiden zu handeln, welcher seine Existenz vor langer Zeit als großer Lavaspritzer aus einem glutflüssigen Himmelskörper begann. Nichtsdestotrotz eine aufgrund der Form und fernen Herkunft faszinierende Entdeckung.

Update 16.10.2018: Zwei amerikanische Viewer haben Lebenszeichen im porösen Inneren von Oumuamua gefunden (wie ein Höhlensystem). Vielleicht versuchen wir das später nochmal in einer weiteren Session zu überprüfen.

British / American Flag English version of this article British / American Flag

7 Kommentare

  1. delf sagt:

    Äusserst interessant und gut beschrieben. Ist es möglich, dass ich die gesamte Session zu Lesen bekomme? Also alle 11 Seiten 🙂

    Lieben Dank und Gruss

    delf

    • Wingman sagt:

      An sich schon. Aber es würde nicht viel nützen, weil wir in der Session viel umhergesprungen sind. Für jemanden, der nicht dabei war, ergibt sich deshalb wenig Sinn daraus, wenn er es nicht vom Viewer oder Monitor dieser Session erläutert bekommt.

      • Silvia sagt:

        Hallo Wingman,
        vor ein paar Cropfm-Sendungen hat Tarek erwähnt, das er euch vorschlagen oder bitten wollte,eine Session auf den Yosemity Nationalpark zu machen um herauszufinden was es mit den unerklärlichen Verschwinden von Menschen(Missing 411-David Paulides)auf sich hat.
        Und: vergiß nicht das Unglück am Djatlov-Pass….?
        Ihr würdet eine Menge von Menschen echt glücklich machen wenn sich diese absolut unerklärlichen und mysteriösen Fälle Dank euch endlich aufklären würden! Im Interesse der gesamten Menschheit.Ich vermute, das es bösartige Aliens sind, die mit Raum-Zeit-Verschiebungen arbeiten und Menschen die Lebensenergie absaugen indem sie die Entführungsopfer immer weiter antreiben bis sie ausgebrannt sind.

        • Wingman sagt:

          Hallo!

          Das haben wir uns auch viele Monate gründlich überlegt. Djatlov-Pass steht auf jeden Fall auf unserer Liste. Aber gerade bei 411 mussten wir uns fragen, was diese Informationen denn nützen würden, wenn man sie veröffentlicht. Nur weil zwei Remote Viewer aus Deutschland irgendwas erzählen, wird sich da nichts groß ändern. Und falls wider erwarten doch eine große Welle losgetreten wird, hätte man davon sicherlich nichts gutes, außer dass man von den Nationalparkverwaltungen verklagt wird (was noch das Harmloseste wäre, was ich mir denken kann). Diese Bürde überlasse ich lieber amerikanischen Viewern, denn ich sehe da absolut keine positiven Aspekte für uns. Zur Befriedigung der persönlichen Neugier machen wir das vielleicht mal, aber (je nach Inhalt) wird es vermutlich nicht veröffentlicht.

          Ähnlich unrühmliche Verläufe kennen Remote Viewer übrigens von ganz normalen Kriminalfällen, wo die Viewer dann schlimmstenfalls mitverdächtigt wurden, weil sie z.B. ein Mordopfer lokalisieren konnten. Man muss verstehen, dass es noch viele Leute gibt, die einen lieber dämonisieren (zum Schutz des eigenen Weltbildes), als in Betracht zu ziehen, dass Remote Viewing funktioniert. Wenn uns eine Behörde einen offiziellen Auftrag erteilt (natürlich angemessen bezahlt für die vielen Arbeitsstunden und die emotionalen Belastungen der Viewer), wäre das was anderes. Aber eigeninitiativ machen das eigentlich nur RV-Neulinge mit missionarischem Eifer.

          Daher entschuldige meinen Pragmatismus, aber nach so vielen Jahren überlegt man sich dreifach, wofür man seine Hand ins Feuer legt, und ob es einen selbst bzw. die Menschen wirklich vorranbringt. Das sehe ich bei 411 nicht, denn die Lösung würde wahrscheinlich lauten „Geht nicht mehr in Nationalpark XY!“ (oder nur noch mit militärsicher Bewaffnung, falls das überhaupt was nützt). Und das kann natürlich keine Lösung sein. Über 411 wird es also unsererseits wahrscheinlich nichts geben, außer unter vier Augen.

          MfG
          Wingman

          • Silvia sagt:

            Hallo Stefan,
            so habe ich das noch gar nicht gesehen. Und ich habe verdrängt das es auch psychisch sehr herausfordernd für Denjenigen sein kann der gerade seinen Geist „lang macht“.
            Ich bin nicht nur neugierig, sondern in Hinsicht dieser 411-Fälle auch sehr beunruhigt.Quasi wie ein Kind das nicht glauben kann das wir hier in einer Welt leben in der Wir Menschen genauso wie Nutzvieh ausgebeutet werden können von einer machtvollen Rasse, gegen die wir scheinbar machtlos sind.Ich möchte es wenigstens irgendwie verstehen und einordnen können.

            Ich selbst esse kein Fleisch(nichts von toten Tieren)seit ich 14 Jahre alt bin weil ich es nicht ertragen kann wie wir Menschen Tiere entrechten und entehren aber ich beanspruche diese Rechte auch für mich.Und seit relativ kurzer Zeit muß ich erkennen das der Planet Erde noch unsicherer ist als ich es mir jemals hätte vorstellen können.

            Also unter vier Augen hätte ich sehr gerne die persönlichen Eindrücke, welche ich auch nicht weitergeben würde-das versteht sich von selbst.
            LG
            Silvia

  2. Silvia sagt:

    Stefan, ich habe mal gegoogelt was englischsprachige Remote Viewer zum Unglück am Djatlov Pass gesehen haben :https://translate.google.com/translate?hl=de&sl=en&u=http://psychicfocus.blogspot.com/2014/06/dyatlov-pass.html&prev=search
    Und guck dir auch die Kommentare dazu an. Sehr interessant !

    • Wingman sagt:

      Ich kam leider erst jetzt dazu, es durchzulesen. Aber sehr interessant! Dass es eine Art Psychowaffen-Test gewesen sein könnte, kam mir auch schonmal in den Sinn. Wobei einige der Verstümmelungen dann immer noch seltsam wären. Aber es müssten halt noch andere Viewer drauf (also von denen, die sowas nicht auf ihrer NoGo-Liste haben).

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