Archiv für Artikel und Sonstiges

Mit Remote Viewing untersuchte Themen (Stand: September 2022)

Ich werde immer wieder gefragt, ob wir schon dieses und jenes Thema mit Remote Viewing untersucht haben, oder ob man das irgendwo nachschauen kann. Leider sind Versuche, eine deutschsprachige oder internationale Abgleichsdatenbank dazu zu etablieren, bisher gescheitert (qualifizierte Software gibt es zwar schon, aber die nutzt bisher keiner). Deshalb schreibe ich hier einfach mal auf, welche (Grenz)Themen wir (also mein RV-Umfeld und ich) bisher bearbeitet haben. Manche Themenbereiche überschneiden sich natürlich auch. Einzelsessions, die wenig erbrachten, oder halbherzig getasket / gemonitort wurden, lasse ich mal hier aus. Ebenso natürlich vertrauliche und irrelevante Targets, Übungstargets (unüberschaubar) und Beiläufigkeiten wie Sportwetten und Börsentargets. Ein Teil der Sessions bzw. Projekte wurde auch hier in diesem Blog ausführlich vorgestellt.
 

Archäologie:

Atlantis
Bundeslade
Erdställe
Gizeh-Plateau
Nazca-Linien
Ostsee-Anomalie
Puma Punku
Sacsayhuamán
Scheibe von Sabu
Serapeum
Stonehenge
Straße von Bimini
Weltwunder
Yonaguni-Monument


Astronomie:

1I/2017 U1 (Oumuamua)
2014 MU69 (Ultima Thule / Arrokoth)
Exoplanet 2M1207b
Zwergplanet Ceres
Plutomond Charon
Saturnmond Enceladus
Exoplanet Epsilon Eridani b
Erde
Erdmond
Exoplanet Essassani
Jupiter
Jupitermond Europa
Jupitermond Ganymed
Meteor von Tscheljabinsk
Exoplanet Gliese 581c
Jupitermond Io
KIC 8462852
Mars
Marsmond Phobos
Planet 9
Pluto
Proxima Centauri b
Saturn
Schwarze Löcher
Saturnmond Titan
Neptunmond Triton
Universum
Venus


Bewusstseinsphänomene:

Außerkörperliche Erfahrungen
Bewusstseinsstrukturen an sich
Daschi-Dorscho Itigelow
Höheres Selbst
Die Lichtfalle
Na(c)htodeserfahrungen
Nicht-physische Konstrukte
Otherkin-Phänomen
Personenwahrnehmungen
Die menschliche Qualia
Remote Viewing
Reiki-Energiesystem
Träume


Ereignisse:

Abgestürzte Metallkugel in Afrika
Djatlow-Pass
Diverse Ereignisaufklärungen für Aufträge
Diverse private Erlebnisse
Leonardo DaVinci und die Mona Lisa


Gesundheit:

Diverse vertrauliche Targets für Aufträge
Magen und Darm-Grippevirus


Mythen, Sagen und Legenden:

Diverse mythologische Wesen / Völker
Irische Sage über die Tuatha / Sidhè


Mapping:

Der Alltagsnutzen von Remote Viewing
Die Suche nach dem Atomium
Lokalisierungen von Objekten und Lebewesen
Outdoor-Locations lokalisieren


Paranormales:

Diverse paranormale Erlebnisse
Himmelsdröhnen
Hoia Baciu-Wald
Kornkreise
Löffelbiegen
Séancen
Spukphänomene
Untersberg-Anomalien
Zwergwesen


Physik:

Bariumtitanat-Atome
Kondensstreifen
Wirkungen bei energetischen Hilfsmitteln


Tiere und Natur

Delfine
Hunde
Katzen
Natur-Umgebungen
Pflanzen
Pferde
Stubenfliegen
Schafsperistaltik
Termiten


UFOs und Aliens:

Diverse private Sichtungen und Nahbegegnungserlebnisse
Diverse außerirdische Spezies
Dreiecks-UFO der belgischen UFO-Welle
Himmelslaternen
Jerusalem-UFO
Nagora-UFO
Plasmakugeln
Lichtpunkte in der Nähe von Aachen
Schönste humanoide Lebensform im Universum
Entführungsphänomen durch UFOs / Außerirdische


Wesenheiten (metaphysisch):

Engel
Lilith
Naturgeister


Zeitreisen:

Mechanismen des Zeitverlaufs
Örtlichkeit in 500 Jahren
Zukunftsprojekt bis 2100+


*Einträge ohne Verlinkung bedeuten, dass entweder noch keine Session-Auszüge bzw. Artikel vorliegen, oder die bisher erarbeitete Datendichte noch nicht dem angestrebten Qualitätsniveau entspricht.

NEU: Signallinie-Dienstleistungen

Ab jetzt habt ihr über Signallinie die Möglichkeit, Remote Viewing direkt beim Blog-Betreiber zu erlernen. Zudem können anspruchsvolle Informationsrecherchen per Remote Viewing beauftragt werden. Ihr findet den neuen Dienstleistungsbereich hier:

Signallinie-Dienstleistungen_Banner

Die Ausbildungsleistungen umfassen dabei das komplette Spektrum des Remote Viewing, von Schnuppersessions, über den Basiskurs der Stufen 1-5, dem Fortgeschrittenenkurs der Stufe 6, bis hin zum abschließenden Projektleiterkurs.

Ihr profitiert dabei von rund zwölf Jahren Remote Viewing-Erfahrung, davon über sechs Jahre hauptberuflich (seit 2016), mit bisher über 120 ausgebildeten Trainees und dutzenden Recherche-Projekten für Privat- und Firmenkunden.

Ich freue mich auf euch! 🙂

Entführungsprojekt im Magazin „mystery“

In der aktuellen Mai / Juni-Ausgabe des Magazins „mystery“ hat Dr. Marcel Polte einen Artikel zum Entführungsphänomen veröffentlicht. Darin wird u.a. ein Fall aus unserem Remote Viewing-Entführungsprojekt aus dem Jahre 2019 vorgestellt:

mystery (Mai / Juni 2020)

Genauer gesagt geht es um den bemerkenswerten Fall des Herrn S., welcher sich ein rätselhaftes Objekt aus dem Ohr entfernt hat. Mehrere Remote Viewing-Sessions auf dieses Objekt erbrachten damals erstaunliche und weitreichende Eindrücke. Der Artikel trägt den Titel „Herr X und das Alien-Implantat“.

Remote Viewing – Jubiläum

Jubiläum! Heute vor zehn Jahren (18.01.2009) habe ich meine allererste Remote Viewing-Session durchgeführt (wenn man diese so bezeichnen möchte). 😉

2009

Erstes Ideogramm (2009)

Seitdem hat sich natürlich einiges getan…

2009:
Erster Kontakt mit Remote Viewing und kurz darauf der Versuch, es sich selbst aus Lehrbüchern beizubringen (Stufe 1-3). Diese ersten Schritte gingen mangels Trainingspartner nur schleppend voran.

2010:
Verstärkter Kontakt mit anderen, nicht ausgebildeten Praktizierenden, die ebenfalls versuchen, es sich aus Lehrbüchern beizubringen. Eine Online-Community entsteht, aus der später die Bezeichnung „Generation Skype (der Remote Viewer)“ hervorgehen sollte. Ende 2010 gibt es Kontakt mit voll ausgebildeten Viewern, die zu der Zeit rar gesät sind. Teilnahme an der ersten, operationalen Stufe 6-Session (eine Vermisstensuche).

2011:
Autodidaktisches lernen und praktizieren mit den Grundlagen der Stufe 6. Erster Vortrag auf einem Remote Viewing-Kongress in Erfurt zum Thema „Target-Kontamination“. Teilnahme an ersten, rv-spezifischen Sendungen und Podcasts. Veröffentlichung erster Artikel in Fachliteratur und online.

2012:
Formale Ausbildung in der Stufe 6 und Ausbildung eines neuen Teams, mit dem umfassende, operationale Projekte online und vor Ort durchgeführt werden. Vortrag zu einem dieser Projekte auf einem weiteren Remote Viewing-Kongress in Erfurt. Eröffnung dieses Blogs im Oktober 2012.

2013:
Viele weitere Projekte, Experimente und Artikel. Darunter ein mehrmonatiges Solo-Projekt und erste interdisziplinäre Ansätze (z.B. Remote Viewing in Kombination mit Rückführungen). Erstmals auch ein Wunschtarget für CROPfm netradio.

2014:
Fortführung der Projekte und Experimente. Verstärkter Fokus auf den persönlichen Alltagsnutzen von Remote Viewing (Optima, Lokalisierungen etc…). Veröffentlichung eines Video-Tutorials bis Stufe 3 für neugierige Neulinge.

2015:
Erste Teilnahme an Remote Viewing-Seminaren als Co-Trainer. Weiteres, komplexeres Wunschtarget-Projekt für CROPfm netradio. Mehrere Beiträge in Print-Literatur.

2016:
Hauptberufliche Tätigkeit als Remote Viewing-Ausbilder und Recherche-Dienstleister. Besuche von verschiedenen Veranstaltungen in dieser Tätigkeit. Weitere Veröffentlichungen von Online-Artikeln.

2017:
Erste Vesuche mit gemeinsamen Bestrebungen, Remote Viewing im Dienstleistungs- und Forschungsbereich zu professionalisieren. Später auch Bündelung von interdisziplinären Expertisen. Weiteres Wunschtarget-Projekt bei CROPfm, dieses Mal zum Thema Kornkreise. Später erstes, interdisziplinäres Wunschtarget-Projekt zum Thema Zukunft.

2018:
Gründung der Academy of Mind, einer Art Dachverband für Forschungen und Dienstleistungen im Grenzwissen-Bereich (u.a. Remote Viewing, Magie, Coaching…). Erste Projekte und interdisziplinäre Experimente in einer neuen Online-Community. Viele weitere Veröffentlichungen, darunter auch wieder in Print-Form.

2019:
Physischer Ausbau der Academy of Mind, u.a. für Remote Viewing-Seminare vor Ort. Weiteres Wunschtarget-Projekt für CROPfm

Mal sehen, wie die Remote Viewing-Welt im deutschsprachigen Raum (und global) in weiteren zehn Jahren aussehen wird…

Der Alltagsnutzen von Remote Viewing

Worin besteht der Alltagsnutzen von Remote Viewing?

Remote Viewing stellt ein mächtiges Werkzeug zur Befriedigung der persönlichen Neugier und des Forschergeistes dar. Man gelangt damit an Informationen, die auf konventionellem, physischen Wege nicht erreichbar sind. Sei es durch räumliche, zeitliche oder gar dimensionale Trennung (z.B. bei metaphysischen Targets). Dieser Blog zeugt seit vielen Jahren davon, welche grenzwissenschaftlichen Forschungsbeiträge damit geleistet werden können. Wie sieht es jedoch mit dem Alltagsnutzen von Remote Viewing aus? Es wäre eine regelrechte Verschwendung, das Informationspotential des Remote Viewing nicht für die Herausforderungen des Alltags einzusetzen.

Typische Anwendungsgebiete

Was sind die typischen Anwendungsgebiete von Remote Viewing im Alltag? Die Möglichkeiten und Potentiale sind hier sogar vielfältiger, als bei Forschungstargets. Wir werfen nun einen Blick auf die meistgenutzten Anwendungen:

Timelines und Optima

Ganz besonders gefragt ist die Erstellung von Timelines mit Optima. Mit dem Timeline-Werkzeug ist es nicht nur möglich, vergangene und zukünftige Ereignisse zu untersuchen, sondern auch verschachtelte Wahrscheinlichkeiten und „Was wäre wenn?“-Szenarien.

So kann man zum einen ganz einfach die wahrscheinlichste Zukunft für einen Zeitpunkt X viewen (z.B. von heute bis Ende 2025) und die bis dahin signifikanten Ereignisse näher betrachten. Dann ermittelt man, wie es zu diesen Ereignissen kam, welche Personen und Handlungen involviert sind und wie man am besten auf diese Ereignisse reagiert.

Man kann jedoch auch ein direktes Optimum ansetzen, bei dem der Handlungsweg in die Zukunft hinein ermittelt wird, mit dem man eine optimale, spezifische Entwicklung erreicht. Dabei werden Meilensteine innerhalb der Timeline ermittelt, nach denen es zu handeln gilt, um diese optimale Entwicklung einzuleiten.

Optima können in der Targetformulierung mit verschiedenen Parametern gefüttert werden, zum Beispiel wenn man den Weg zum größten, beruflichen Erfolg, der persönlichen  Erfülltheit oder geistigen Weiterentwicklung innerhalb eines bestimmten Zeitraums ermitteln möchte. Zu beachten ist hier, dass dies schnell sehr komplex werden kann, und gegebenenfalls mehrere Sessions auf Einzelaspekte notwendig sind.

Timeline - Beispiel

Mapping / Lokalisierung

Eine der wohl ursprünglichsten Anwendungsformen des Remote Viewing ist das Lokalisieren und Beschreiben von Dingen oder Lebewesen. Dies geht natürlich auf die frühen Spionagetätigkeiten mit Hilfe dieser Methode zurück. Bei den heutzutage typischen Recherchen kann es sich um verlorene Wertgegenstände, entlaufende Haustiere oder in ernsteren Fällen auch vermisste Personen handeln. Aber auch bestimmte Merkmale in Umgebungen (z.B. Höhleneingänge, Bodenschätze etc…) können lokalisiert werden.

Ein schönes Beispiel für das Auffinden von verlorenen Wertgegenständen, ist der Fall einer verlegten Mappe mit 5000 €-Bargeld. Der Auftraggeber hatte einst ein Boot verkauft und das Geld in bar erhalten. Dann wurde es jahrelang irgendwo  im Haus in einem Umschlag gelagert, welcher wiederum in einer schwarzen Ledermappe lag. Als der Kunde das Geld nun brauchte, konnte er es nicht mehr in seinem Haus finden, weshalb er Remote Viewer beauftragte. Von den Remote Viewern wurde ein Mapping-Raster verwendet, welches über dem Grundriss des Hauses lag. Der blinde Viewer bekam dabei nur das Mapping-Raster, um Vorannahmen zu vermeiden.

Nachdem der Viewer zwischen den Bodenschichten des Hauses landete, dabei dort noch bauliche Mängel erkannte, grenzte er das Zielobjekt ein und zeichnete es. Gut zu erkennen war die aufklappbare Ledermappe inklusive einer Art Wasserschaden. Später fand der Auftraggeber die Mappe mit dem Geldumschlag genau in dem geviewten Bereich. Sie war hinter die beschädigte Rückwand eines Schrankes gefallen. Und tatsächlich war an den Rändern des Geldumschlages ein Schaden durch Feuchtigkeit vorhanden:

Lokalisierung einer Geldmappe

Eine ungewöhnlichere Anwendungsart der Lokalisierung ist es, wenn man sich in einem unbekannten Gebiet einen Bereich sucht, der ganz bestimmten Kriterien gerecht werden soll. So kann man sich z.B. ein Refugium in der Natur suchen, bei dem die Kriterien Abgeschiedenheit, Ungestörtheit und ein Gewässer sein sollen. Diese Lokalisierung überträgt man wiederum auf ein Kartenraster, und die Matrix liefert in der Regel die beste, in dem Gebiet vorhandene Entsprechung zu den Vorgaben. Eine ausführliche Experimentalreihe dieser Art habe ich in den „Wandern mit Remote-Viewing“-Artikeln beschrieben.

Personenwahrnehmung

Die Personenwahrnehmung stellt eine weitere mächtige Anwendung der Stufe 6 dar. Allein die Bezeichnung könnte schon unheimlich wirken, wenn man an die militärischen und geheimdienstlichen Ursprünge des Remote Viewing denkt. Neben dem Ausspionieren irgendwelcher Schwächen und Geheimnisse, sind jedoch auch konstruktive Anwendungen für die geviewte Person möglich. Zumal es die Arbeitsethik ohnehin verbieten sollte, Auftragssessions auf Personen zu machen, die dem nicht zugestimmt haben.

Was ist nun aber der positive Nutzen der Personenwahrnehmung? Neben der einfachen Identifizierung durch Aussehen, Alter, Geschlecht etc…, lassen sich auch Charakter, Wünsche, Stärken und Schwächen, Potentiale und Gefährdungen ermitteln. Dies kann man in Kurzform machen, oder sehr ausführlich in erweiterten Schablonen. So wird eine so genannte Deep Mind Probe angwendet, um alle Arten von bewussten und unbewussten Aspekten des Geistes zu erfahren. Hier seien Beispielsweise bewusste und unbewusste Stärken, Schwächen, Wünsche, Ziele, Gefahren, Ängste etc… genannt, bis hin zur Lebensberufung der Person.

Personenwahrnehmung - Anwendung

Hat man diese Aspekte nun im Detail herausgefunden, können Umgangsweisen bzw. Lösungen dazu erfragt werden. Ein weiteres, spezialisiertes Werkzeug der Personenwahrnehmung, welches sich gezielt auf Lösungen konzentriert, ist die Problemlösungsschablone. Dort werden sowohl körperliche, als auch geistige Probleme der Person abgefragt, und zugleich passende Lösungsansätze ermittelt. Das ersetzt natürlich keine professionelle Diagnose, kann jedoch ein zusätzlicher Hinweisgeber bzw. eine Bestätigung sein.

Personenwahrnehmung - Problemlösungsschablone

Die Personenwahrnehmung muss sich nicht nur auf eine Person beschränken, sondern läßt sich auch auf ganze Personengruppen anwenden. Dabei kommt häufig die Beziehungsanalyse zum Einsatz, bei der die Beziehung zwischen zwei oder mehr Personen bzw. Gruppen detailliert analysiert wird. Mal abgesehen von den zwischenmenschlichen Unbequemlichkeiten, die solche Enthüllungen oft mit sich bringen, können damit z.B. entscheidende Kommunikationsprobleme in Firmen, Familien oder Beziehungen bearbeitet werden. Denn wenn man aneinander vorbei redet, oder falsche Vorstellungen voneinander entwickelt, bauscht es sich häufig auf, bis das ganze Kartenhaus irgendwann zusammenfällt. Remote Viewing bietet hier die Möglichkeit der Vorsorge und Schadensbegrenzung, ohne auf die Selbstehrlichkeit der beteiligten Personen angewiesen zu sein.

Personenwahrnehmung - Beziehungsanalyse

All diese Bereiche der Personenwahrnehmung können so nicht nur soziale Strukturen optimieren, sondern auch wertvolle Informationen zur Selbsterkenntnis liefern. Selbsterkenntnis liegt jedoch letztlich, wie auch der Wunsch nach Heilung oder Mustertransformation, bei einem selbst. Aber ein blinder Viewer kann hier zumindest helfen, Ego-Fallen, mangelnde Selbstehrlichkeit und Subjektivität zu umgehen.

Ereignisaufklärung

Die Ereignisaufklärung ist eine Anwendungsform, bei der so ziemlich alle der genannten Werkzeuge zum Einsatz kommen. Meist auf einer Timeline des Ereignisverlaufes basierend, werden beteiligte Personen, Handlungen, Bewegungen, Orte des Geschehens, involvierte Objekte etc… untersucht. Dadurch ergibt sich ein hochkomplexes Bild, welches bei verschiedendsten Herausforderungen eingesetzt werden kann.

Häufig denkt man hier natürlich an Verbrechensaufklärung und Detektivarbeit (was die meisten Viewer übrigens nicht wollen). Aber auch Unfallhergänge, historische Ereignisse, unerklärliche und verdrängte Erlebnisse, oder die simple Rückverfolgung bei verlegten Gegenständen, können mit dieser Werkzeugsammlung aufgeklärt werden. Die Hauptlast liegt hier natürlich beim Monitor, welcher dem blinden Viewer den richtigen Einsatz der Werkzeuge vorgeben muss.

Ereignisaufklärung

Ereignisaufklärungen sind natürlich auch in „Was wäre wenn?“-Form für zukünftige Entwicklungen möglich. Das kann dann als detaillierte Erweiterung eines Optimums angesehen werden. Letztlich finden sich in den meisten Stufe 6-Sessions Anteile der Ereignisaufklärung, wenn eine Timeline involviert ist. So manche Session dieser Art taugt dann regelrecht als Inspiration für ganze Romane.

Fazit

Remote Viewing stellt sich immer deutlicher als enorm nützliches und pragmatisches Werkzeug zur Alltagsoptimierung heraus. Wie bei allen Verbesserungsbestrebungen, muss natürlich auch hier einiges an Arbeit investiert werden. Aber wenn man bedenkt, wieviele externe Berater, Vermutungen und Entscheidungen mit mangelnder Informationsgrundlage man sich damit sparen kann, wird auch der wirtschaftliche Faktor deutlich. Inzwischen werden von mehreren Anbietern im deutschsprachigen Raum Auftragsrecherchen angeboten, die den Nutzen des Remote Viewing auch für unausgebildete Interessenten ermöglichen. Eine Möglichkeit findet ihr hier: Signallinie-Dienstleistungen

Was Remote Viewing ist, und was nicht

Das Thema bzw. der Begriff “Remote Viewing” bietet Stoff für kontroverse Diskussionen, Missverständnisse und Halbwissen. Und das nicht nur im oberflächlichen Mainstream, sondern auch innerhalb der Grenzwissen- Szene. Wird im Netz, den Medien oder Literatur der Begriff “Remote Viewing” verwendet, muss es sich nicht zwangsläufig um die etablierten Protokolle handeln, für die dieser Begriff einst gewählt wurde. Es kommt durchaus häufig vor, dass formloses Aufschreiben und Skizzieren von Eindrücken, spontanes Hellsehen, Gedankenübertragung oder gar Channeling mit Remote Viewing in einen Topf geworfen werden. Der Enthusiasmus dahinter ist gerade bei Neulingen bzw. themenfremden Interessierten verständlich, jedoch in der Regel wenig zielführend, um eine brauchbare Definiton für Remote Viewing klarzustellen.

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Die Definitionsfrage

Ich erinnere mich an eine Umfrage in der größten, internationalen Remote Viewer-Gruppe auf Facebook, die zum damaligen Zeitpunkt über 7000 Mitglieder zählte. Dort wurden die Gruppenmitglieder befragt, mit welchem RV-Protokoll sie arbeiteten. Neben den gebräuchlichen Varianten (CRV, TRV, SRV, HRVG, ERV etc…) konnte auch „Freestyle“ gewählt werden. Am Ende gaben über 80% an, Freestyle zu benutzen, was alles Mögliche abseits der etablierten RV-Protokolle sein kann. Dadurch wurde auch einiges über die Qualität der Ergebnisse bzw. das Fehlen von Inhalten in solchen Gruppen klar. Von den über 7000 Mitgliedern sind vielleicht 40-50 als tatsächlich aktiv Praktizierende tätig. Ein großer Teil davon sind die genannten Freestyler.

Man könnte jetzt unterstellen, dass die ausgebildeten Remote Viewer, die den Überbegriff “Remote Viewing” spezifisch für die etablierten Protokolle verwenden, wenig flexibel seien. Jedoch zeigt sich die Problematik von Freestyle-Techniken in den Ergebnissen: Diese sind meist mit analythischen Überlagerungen (AULs) durchsetzt, und haben dadurch mehr die Qualität von assoziierten Fantasiereisen. Man verliert sich also in Assoziationen, durch die eventuell richige Rohdaten verfälscht werden, da es im Freestyle in der Regel kein Verfahren zur Abarbeitung dieser AULs gibt. Dadurch werden die Ergebnisse zu einem großen Teil unbrauchbar oder zumindest stark mehrdeutig.

Das bedeutet nicht, dass individuelle Techniken pauschal unbrauchbar oder schlechter sind. Noch bevor die bekannte Remote Viewing-Methodik („Coordinate Remote Viewing“ und spätere Devirate) in den 1980er-Jahren fertiggestellt wurden, waren die Abläufe mehr oder weniger „Freestyle“. Der bekannte “Remote Viewer 001”, Joseph McMoneagle, nutzt ebenfalls so einen Ansatz mit eigens angepassten Abläufen. Allerdings war er schon aktiver Anwender, bevor das CRV-Protokoll fertiggestellt wurde, weshalb er seine individuelle Methodik schon zuvor entwickelte. Später behielt er diese auch bei, während neue Anwender das CRV-Protokoll lernten. In diesem Artikel geht es jedoch speziell um die Differenzierung, da wie gesagt gerade in Übersee die Tendenz besteht, sämtliche Hellseh-Techniken, die nicht unter strengen Laborbedingungen getestet und entwickelt wurden, als „Remote Viewing“ zu bezeichnen.
 

Alleinstellungsmerkmale

Verblindetes Vorgehen

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Ein Grundcharakteristikum der wissenschaftlich erarbeiteten Remote Viewing-Protokolle ist es, dass der Viewer stehts blind gegenüber dem Target sein muss. Die üblichen Varianten sind dabei Solo-Blind (der Viewer macht alleine eine Session auf ein Target aus einem Solo-Pool), Einzelblind (der Viewer wird von einem Monitor, welcher vom Target weiß, auf unsuggestive, neutrale Weise durch das Target geführt) und Doppelblind (Monitor und Viewer haben keine Kenntnis vom Target). Es gibt auch Versuche mit Semi-Frontloading (der Viewer weiß teilweise etwas über das Target, z.B. dass es darum geht, eine Person zu beschreiben) oder komplettes Frontloading (der Viewer kennt das komplette Target im Voraus). Vor allem beim Frontloading geht jedoch der größte Vorteil des Remote Viewing verloren, nämlich die Blindheit des Viewers gegenüber Vorannahmen. Viele andere, mediale Techniken werden hingegen „frontloaded“ durchgeführt.

Ideogramm-Erstellung und dessen Dekodierung

Jede Remote Viewing-Session auf Papier beginnt mit einem so genannten Ideogramm. Dabei handelt es sich um einen intuitiven „Krakel“, der mit dem schreibenden Arm reflexartig ausgeführt wird, sobald die Target-Nummer aufgeschrieben wurde. Das Ideogramm wird dann mittels eines speziellen Ablaufs in formvollendete Segmente eingeteilt und dekodiert, bei dem man zuerst das Aussehen des Linienverlaufes beschreibt (dient dazu, den wertenden und filternden Verstand beschäftigt zu halten), dann nach ersten außersinnlichen Eindrücken fühlt (meist Farben und Oberflächen), und schließlich eine erste, archetypische Schlussfolgerung zum Abschnitt des Ideogramms erstellt (wie künstlich, natürlich, Struktur, Bewegung Lebewesen etc…).

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Durch den Abbau dieses Ablaufes wird der assoziierende Verstand beschäftigt gehalten, während die Wahrnehmung erster, außersinnlicher Eindrücke in den Vordergrund gebracht wird. Dieses Wechselspiel zwischen wertendem Verstand und außersinnlicher Wahrnehmung verringert auch den inneren Zensor bzw. die Filterwirkung, welche normalerweise ein sauberes Durchkommen außersinnlicher Daten beeinträchtigt.

AUL-Management (Umgang mit analythischen Überlagerungen)

Der wohl größte Vorteil durch die etablierte Remote Viewing-Methodik ist es, dass der interpretierende, linkshirnige Verstand systematisch abgelenkt bzw. beschäftigt wird, um AUL (analythische Überlagerungen) zu vermeiden. Daraus resultierte ein in dieser Form nach wie vor einzigartiger Ablauf, der solche AULs bereits im Ansatz „entschärfen“ kann. Werden Fantasie-Schlussfolgerungen des Verstandes als AUL rausgeschrieben, können diese „entpackt“ und für den interpretierenden Verstand des Viewers neutralisiert werden. Dazu wird die AUL in die Rohdaten zerlegt, welche den Verstand des Viewers überhaupt erst zu der Interpretation verleitet haben. So können beispielsweise Eindrücke wie „grün“, „glatt“, „schimmernd“, „gewölbt“ und „oben spitz herausstehend“ rausgeschrieben werden, ohne dass der Viewer für den Rest der Session nicht mehr vom Bild eines grünen Apfels weggkommt (ein reales Praxisbeispiel):

was-ist-rv-ist_und-was-nicht_apfel
Fazit

Es zeigt sich also anhand der sehr spezifischen Eigenschaften dieser Methodik, dass es im Sinne der Professionalität und Präzision durchaus Sinn macht, den Begriff „Remote Viewing“ mit den etablierten Protokollen in Verbindung zu bringen, statt jegliche Art von außersinnlicher Wahrnehmung bzw. divinatorischer Technik unter diesem Begriff zu pauschalisieren. Möglicherweise wird die Entwicklung des menschlichen Geistes irgendwann dazu führen, dass solche Methodiken „transzendiert“ werden. Doch für den menschlichen Geist, wie er momentan im Allgemeinen beschaffen ist, kann man die Remote Viewing-Methodik durchaus als eine der zuverlässigsten Divinationstechniken betrachten, die uns momentan zur Verfügung steht. Dazu gehört auch der Umstand, dass es nicht viele Techniken gibt, die unter strengen Laborbedingungen entwickelt und auf die Probe gestellt wurden.

Hier nochmal die Charakteristika des Remote Viewing nach etablierter Methodik:

  • I-A-B-Ablauf (Stufe 1) zur Ablenkung des wertenden Verstandes, um neutrale, außersinnliche Daten zu generieren
  • Abarbeiten und „entschärfen“ von analythischen Überlagerungen (AUL)
  • Komplett verblindetes Vorgehen des Viewers
  • Neutrales Vorgehen oder Doppelverblindung des ggf. vorhandenen Monitors
  • Bei wichtigen Projekten, mehrere Sessions auf ein Target, mit unterschiedlichen Viewern, Monitoren und Taskern (Target-Erstellern)

Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Techniken gehört dabei zur Natur der offenen Forschung. Wenn diese dann noch durch den Willen zur Professionalität und Präzision ergänzt wird, kann im Grenzwissen viel geleistet werden. Die etablierte Remote Viewing-Methodik und das Protokoll bieten hierbei eine unschätzbare Hilfe, welche jedoch erst durch die besagte Professionalität ihr volles Potential entfalten kann.

Was ist eigentlich ARV?

Eine der ersten Techniken des Remote Viewing, die als Entscheidungshilfe dienen sollte, nannte sich „Assoziatives Remote Viewing“ (ARV). Diese wurde offenbar schon Anfang der 1980’er Jahre u.a. von Russel Targ an der Börse eingesetzt, um Silberpreise vorauszusagen. Diese Voraussagen sollen dabei bereits sehr erfolgreich gewesen sein. ARV beschreibt eine Vorgehensweise, bei der zur Klärung von Sachverhalten (meist JA / NEIN-Abfragen) Stellvertreter-Bilder verwendet werden. Dies bietet vor allem für Anwender, die noch nicht in der Stufe 6 arbeiten, eine einfache Abfragetechnik. Hier ist ein Beispiel anhand einer Sportwette (Tennis-Doppel):

ARV - Beispiel

Bei der Verwendung von ARV für Sportwetten wird jedem Spieler oder jeder Mannschaft ein Bild zugeordnet. Das Bild, von dem in der Session die meisten Eindrücke durchkommen, zeigt den wahrscheinlichen Sieger. Bei Sportarten, in denen es „Unentschieden“ gibt, wird dafür noch ein drittes Bild verknüpft.

Wie im Fall von Russel Targs Silbervorhersagen, kann man ARV für Börsenkurse verwenden, indem man ein Bild für „steigender Kurs“, eines für „gleichbleibend“ und eines „fallender Kurs“ verknüpft. Ebenso kann man ARV jedoch auch für sämtliche Entscheidungen verwenden, die sich mit JA / NEIN beantworten lassen.

Theoretisch sind noch mehr Variablen möglich (z.B. eine von zehn Entscheidungsmöglichkeiten), aber bei zu vielen Stellvertreter-Bildern wird es zu komplex. Denn vor allem bei Entscheidungen, die sich in ihrer Wahrscheinlichkeit zu nahe liegen, verschmelzen die Bilder oft stark, weshalb man sie bei zu vielen Motiven nicht mehr zuverlässig in den Session-Ergebnissen interpretieren könnte. Es gab z.B. schon kühne Versuche, per ARV Lottozahlen herauszufinden, wofür in sechs Sessions auf 49 Stellvertreterbilder geviewt wurde. Diese waren jedoch nicht mehr wirklich auseinanderzuhalten. Im Lotto kommen aber bekanntlich noch andere Probleme hinzu (u.a. extreme Wahrscheinlichkeitsfluktuation durch Millionen von Spielern), welche es sehr schwierig machen. Aber das ist ein Thema für sich.

Bei der Motivauswahl für ARV-Targets ist es wichtig, dass sich die Bilder visuell und inhaltlich nicht zu sehr ähneln. Ein guter Gegensatz wäre z.B. ein ausbrechender Vulkan vs. einer flachen Eiswüste (evtl. mit Eisbären oder Pinguinen, damit mehr „Energie“ im Target ist). Dort finden sich die Unterschiede vor allem in den Farben, Temperaturen und Dimensionen. Auch könnte man Bilder mit großen Außen-Landschaften vs. kleinen, geschlossenen Innenräumen verwenden. Beachten sollte man zudem noch, dass die Motive ähnlich interessant wirken. Der mächtige Ausbruch eines Vulkans könnte neben einem unbeachteten Apfel auf einem Küchentisch sehr überstrahlend rübergekommen, da die Einstreuung durch das spektakulärere Ereignis das andere Bild überdeckt. Man muss bedenken, dass man es hier mit „konkurrierenden“ Eindrücken zu tun hat, von denen man das stärker durchkommende Motiv bestimmen können muss.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die ARV-Technik eine gute Herangehensweise für nicht allzu komplexe Entscheidungs-Sessions bzw. für Viewer, die noch nicht in der Stufe 6 arbeiten, bietet. Allerdings ist es gerade bei Sportwetten hilfreich, nochmal die Eindrücke mit einer Timeline abzuchecken, da spontane Entscheidungen des freien Willens (z.B. von Schiedrichtern) noch gegen Ende eines Spiels zu Fluktuationen führen können. So etwas könnte man evtl. schon nach der Stufe 3 einbinden, wobei dort jedoch beachtet werden muss, dass man dort normalerweise noch nicht so stark on target ist, wie ab Stufe 4. Zudem in ARV-Sessions bis Stufe 3 manchmal das Phänomen zu beobachten, dass der Viewer die Inhalte aller Bilder auf einmal bringt, ohne dass man eines der Bilder als dominierend herausinterpretieren könnte. Bewegungsübungen können hier ggf. die Treffsicherheit erhöhen.

Abgesehen von dem Hauptnutzen als Entscheidungswerkzeug, können ARV-Targets ein sehr gutes Training sein, um eine differenzierte Auswertung von Session-Daten zu erlernen. Denn manchmal verschmelzen die Bilder bis ins Verhältnis 60/40, wenn es sich um sehr knappe Ereignisausgänge handelt. Und da ist eine akribische Auswertung der Eindrücke entscheidend. In solchen Fällen können auch Auswertungstabellen helfen, in denen man die Eindrücke aufzählt, und schließlich statistisch sieht, welches Bild dominierender heraussteht. Dabei ist jedoch auch zu beachten, dass der Stellenwert der Eindrücke nicht immer gleich sein muss, da z.B. inmaterielle Aspekte (ITs) des in Stufe 4 höher gewichtet sein können, als Farben oder Oberflächen in Stufe 2.

Neues aus der „Bar am Ende des Universums“

Ein neuer Anflug in die „Bar am Ende des Universums“ erscheint! Remote Viewer in Deutschland berichten über interessante Projekte und den Stand der Dinge seit der letzten Ausgabe im Jahre 2011.

Barbuch 4

ISBN-13: 978-3933305398 (Amazon-Link)

Auch einige Projekte aus diesem Blog haben dort Einzug gehalten. Aus dem Inhalt:

Vorwort: 2015 – nun sind doch wieder vier Jahre vergangen, bis wir es geschafft haben, ein weiteres Buch aus Beiträgen verschiedener Remote Viewer zusammenzubringen. Warum ist es denn so schwierig, dieses Periodikum zu erstellen? Eigentlich müsste doch der Quell übersprudeln, „das ganze Universum könnte sich hier einbringen!“ Genau. Das ganze Universum bringt sich ein. Und schon ist Schluss mit den schönen Vorsätzen. Andere Remote Viewer werden es (un)gern bestätigen: die Dynamik des Lebens nimmt mit RV reichlich zu.

Langeweile? Das war gestern. Leute, die Remote Viewing gelernt haben, sonst schon aktiv am Leben teilhabend, bekommen jetzt noch mehr geboten. Noch einen Artikel darüber schreiben? Wozu? An der nächsten Ecke lauert schon das nächste Abenteuer! Für andere ausarbeiten, alles genau darlegen, bebildern, erläutern, begründen … ach was, ich weiß doch, was ich weiß! So ähnliche Antworten bekamen auch jene, die Mustersessions forderten, anmahnten, man solle ihnen doch beweisen, dass Remote Viewing funktioniere! Es gab ein breites Auflachen in der Szene, die Frage: wozu? Ich weiß es doch, das genügt! Missionieren ist was für Missionare! Weiter, mehr, Neues! Und der Alltag bringt auch eine erhöhte Ereignisdichte.

Plötzlich wollen immer mehr Leute etwas von einem! Wie erwehrt man sich dessen? Auf eine einsame Insel ziehen? Ein Bauernhof unter Gleichgesinnten wäre schon schön! Mehr Leute, die verstehen, wo man gerade herumfliegt, Hilfe in Form von eigenen Beiträgen zu drängenden Fragen und weniger unwissende, unangemessene, ignorante Fragen, mit denen man sich abmühen muss. Ja, ja, wir können alles wissen! Nein wir wollen nicht alles wissen! Könnt ihr euch überhaupt vorstellen, wie das ist, alles nachschauen zu können? Alles? (…) Alles Gründe, einen Artikel NICHT zu schreiben. Wenn wir trotzdem einen kleinen Strauß Berichte aus der Welt der Remote Viewer zusammenbekommen haben, so können wir uns glücklich schätzen! Wohlan, hier ist er.

– Robert Riedzek: Mein Leben mit RV
– Ralf Paulsen: Die verschwundene Betriebszulassung
– Manfred Jelinksi: Die Unbekümmertheit aus Übersee
– Mike Bartel: Target-Auswahl und Folgen
– Manfred Jelinski: Was soll man glauben?
– Benny Pamp & Stefan Franke: Metaphysische Zielgebiete
– Stefan Lindemann: RV als Brecheisen zum Unterbewusstsein
– Mike Bartel: Steingeflüster
– Ralf Paulsen: Das verschwundene Calligaris-Set
– Stefan Franke: Die Topografie des Universums
– Mike Bartel: Das Licht von Brieselang
– Markus Perk: Physik kann spannend sein
– Stefan Franke: Wer viewt im Target?
– Ralf Paulsen: Der Mottenmann von Mason County
– Manfred Jelinski: Remote Viewing früher – der AIR-Report
– Daniela Bruckner & Benny Pamp: Alles neu macht die Stufe 6
– Manfred Jelinski & Robert Riedzek: Ausflug in die Bundesliga
– Benny Pamp & Stefan Franke: Der Meteor von Tscheljabinsk
– Manfred Jelinski: Aus der Forschung – der Umschaltplan
– Robert Riedzek: Warmes Bier und kalte Füße

Target-Kontamination

…oder: Warum Laien keine Beweisaufbauten für Remote Viewing (und verwandte Techniken / Phänomene) erstellen sollten. Aber fangen wir am Anfang an…
 
Der Kontext

Es begab sich kürzlich durch einen recht alten Thread in einem Grenzwissen-Forum, dass Rufe nach Beweisen für das Remote Viewing-Phänomen laut wurden, nachdem ich das Thema mit einigem Tiefenwissen ergänzt hatte. Zuvor waren dort nur oberflächliche Informationen verfügbar. Ich erklärte, dass erfahrene Remote Viewer im Grunde keine Beweissessions mehr machen (sie wissen ja, das es funktioniert; siehe auch HIER), und es sinnvoller ist, Neulinge per Schnuppersession in das Thema einzuführen, damit sie es sich selbst beweisen können (und gleichzeitig nochwas lernen!). Jedoch gab man sich damit nicht zufrieden, und wollte unbedingt Beweise nach eigenen Bedingungen haben (sprich, eigene Targets), ohne sich selbst tiefer in Thematik einzuarbeiten zu wollen.

An verlinktem Infomaterial meinerseits (inkl. bildhaften Sessionauszügen, Beweissession-Videos etc…) und Anleitungen mangelte es nicht, aber offenbar hat man es dort eher mit einer passiven Konsum-Mentalität zu tun, die darauf fixiert ist, etwas ohne eigenes Zutun bewiesen zu kriegen. Ein Problem, welches ja vor allem aus dem Mainstream bekannt ist, aber auch in der Grenzwissenszene existiert (Menschen bleiben halt normalerweise erstmal in ihren alten Schemata, auch wenn sie sich plötzlich mit ungewöhnlichen Dingen beschäftigen). Die Forderungen wurden schließlich recht dreist, so das es in einen würzigen Disput ausartete. An den Antworten war klar zu erkennen, das sich kaum in das Material eingearbeitet wurde, denn es entstanden Mißverständnisse, die schon in den kürzesten Dokus oder kleinsten FAQs geklärt werden (ganz zu schweigen von Schnuppersessions).

Eigentlich hätte ich an dem Punkt nicht mehr weiter drauf eingehen müssen, denn eine wirkliche Bereitschaft für Neues und Tiefenwissen war für mich nicht zu erkennen. Allerdings waren auch ein paar halbwegs legitime Fragen und Zweifel dabei, deren Beantwortung aber nur mit Selbsterfahrung befriedigend sein könnte. So bot ich Schnuppersessions zur Selbsterfahrung an, jedoch ging keiner darauf ein. Stattdessen wurde immer wieder das Viewen eines eigenen Targets zum Beweis gefordert. Und wie sich erfahrene Viewer denken können, wird es da besonders problematisch und mißverständlich:

Zuerst erstellte jemand ein Target für einen anderen User, um es (ohne professionelle Anleitung) auszuprobieren. Es war eine einfache, computergenerierte, geometrische schwarz-weiß Form. Der Tasker dachte, sowas müsste leicht zu viewen sein (aus seiner Sicht verständlich), doch es kam natürlich nichts deutbares heraus, weil an einem solchen Targets „nicht viel dran“ ist (zumindest bei oberflächlichen Sessions bis Stufe 3). Aber das passiert fast immer, wenn man die (metaphysischen) Naturgesetze hinter Remote Viewing nicht kennt, und versucht, nach dem vertrauen, mechanistisch reduktionistischem Weltbild vorzugehen. Auf meine Erklärung hin, warum es so nicht funktioniert, und wie es um die metaphysische Natur der „Matrix“ bestellt ist, wurde es reflexartig als esoterische Theorie abgetan (trotz meiner Beteuerung der Selbsterfahrung damit). Wie dem auch sei, kommen wir nun zum Kern der Sache:
 
Wenn Targets schmutzig gemacht werden

Spannend wurde es, als noch ein weiteres Target getasket wurde (diesmal ein „Real World“-Target). Ich hatte an dem Punkt eigentlich schon den Entschluss gefasst, nicht mehr aktiv mitzumachen. Allerdings wurde ich doch noch Neugierig, und habe (erstmal nur für mich) eine eher flüchtige Session auf das Target gemacht. Kurz gesagt; der Tasker hat seinen Beweis bekommen, aber nicht so, wie er es erwartet hätte. Hier jedoch erstmal die wesentlichen Auszüge der Session:
 
In Stufe 1 tauchten schon grobe, interessante Struktureindrücke auf. Darunter glasige, halbrunde Objekte, die nebeneinander angeordnet waren. Der Gesamteindruck am Ende der Stufe 1 war eindeutig künstlich. Erste AIs waren „raffiniert“, „speziell“, aber auch „trivial“ und „albern“. Als AUL schrieb ich noch „Plastikteil“ heraus. Eine Miniskizze hatte ich auch schon erstellt, obwohl man solche in Stufe 1 nicht überbewerten darf:

RV - IP-Kamera - S1 (Miniskizze)
 
In Stufe 3 wurde es konkreter. Das Objekt wies Rundungen auf, war nach hinten gezogen und durch irgendeine Stütze oder einen Sockel hochgestellt. Als AULs drängten sich hier zuerst „Modell“, dann „Kunst“, danach „Röhrenbildschirm“ und schließlich „Webcam“ auf.

RV - IP-Kamera - S3
 
So richtig los geht es natürlich erst in der Stufe 4, deshalb werfen wir doch mal einen Blick darauf, was diese für Daten geliefert hat (EIs wegen möglicher Tasker-Privatsphäre geschwärzt, falls man die restliche Schrift überhaupt entziffern kann :D):

RV - IP-Kamera - S4
Targetrelevant erschienen mir bei den Ts die erhöhte, gewölbte Struktur, und bei den ITs die Eigenschaften „fixieren / fokussieren“ und „neigen“. Diese unterstrich ich für eine weitere Untersuchung in der Stufe 6.
 
Was uns konsequenterweise zur Stufe 6 bringt. Die vertiefte Untersuchung der „erhöhten, gewölbten Struktur“ brachte das Folgende zum Vorschein:

RV - IP-Kamera - S6 (1)
Die künstliche Natur der Sache bestätigte sich weiterhin, und als ich das Objekt von vorne betrachtete, zeigte sich eine Art „Auge“ bzw. Objektiv. Dieses spuckte zugleich die ITs „fokussieren“ und „eng zusammenziehen“ aus. Nach den lustigen AULs „Alien-Kopf“ und „E.T.“ (bezogen auf die Seitenansicht), schrieb ich „Auge“, „Webcam“ und „Digicam“ bezüglich der Vorderansicht heraus.
 
Auf der nächsten Seite untersuchte ich per relationalem Diagramm die markierten ITs „fixieren / fokussieren“ und „neigen“:

RV - IP-Kamera - S6 (2)

Bei „fokussieren / fixieren“ bekam ich den Eindruck eines sehr kleinen Rechtecks, welches die Konsequenz des fokussierens bzw. fixierens ist. Der weitere Zweck dieses Rechtecks war die Erzeugung einer Art Projektionsfläche. Dazu kam mir das AUL „Webcam-Bild“. Bei der Untersuchung der Eigenschaft „neigen“ bekam ich die Eindrücke eines Kugelgelenks, womit die aufliegende Struktur heruntergeneigt werden kann. Das Bild vervollständigte sich langsam.
 
Auf der letzten Seite erstellte ich, unterstützt durch eine targetkontakt-stärkende Bewegungsübung, noch eine Fazit-Skizze:

RV - IP-Kamera - S6 (3)

Die klaren Fazit-Eigenschaften waren „künstlich“, „technisch“, „schenkbar“ und „fokussiert was“. Die letzten AIs waren unspektakulär. Hier nochmal die Fazit-Skizze vom Ideogramm-Gekrakel freigestellt, damit man sie besser erkennt (Markant: Die „Antenne“):


Man kann es schon mehr als erahnen: Offensichtlich handelt es sich hierbei um eine Art Kamera. Die glasigen, halbrunden Strukturen in Stufe 1 kamen mir jetzt zusätzlich als Infrarot-LEDs in den Sinn. Obgleich ich die Sache offiziell schon ad acta gelegt hatte, zeigte ich dem Tasker noch mein Ergebnis, damit das Papier- und Zeitopfer nicht umsonst war (RV gefährdet schließlich den Regenwald ;)):
 
– Künstlich (abgerundete, aber nicht völlig runde Form)
– Technisch
– Schwenkbar
– Fokussiert was

AULs waren:

– Modell
– Kunst
– Röhrenbildschirm
– Webcam

Mögliche Schussfolgerung:

Kamera auf Stativ oder Schwenkarm mit Kugelgelenk, evtl. mit eingebauten IR-LEDs.
 
Der Tasker sagte mir daraufhin, dass ich leider falsch lag, und zeigte mir als Target das Foto eines Atomkraftwerkes mit zwei Kühltürmen (dessen Abbildung mir hier leider nicht gestattet wurde). Da von diesem Atomkraftwerk nicht der geringste Eindruck in der Session zu finden war, stellte ich folgende Möglichkeiten zur Diskussion:

1) Nicht on target gewesen

2) Es gibt in dem Target irgendwo eine Überwachungskamera mit IR-LEDs, auf die ich mich fixiert habe, und die Bewegungsübungen haben nicht funktioniert

3) Der Tasker wollte zuerst was anderes nehmen oder hat während des Taskings stark an was anderes gedacht, und hat dadurch das gewählte Target mit dieser Absicht „kontaminiert“

4) Der Tasker hat es ausgetauscht, um vorzutäuschen, das es nicht funktioniert hat (könnte man durch ein Backtracking herausfinden)

Daraufhin antwortete mir der Tasker, das er während der Targeterstellung tatsächlich daran dachte, sich eine IP-Überwachungskamera anzuschaffen, da kürzlich in seiner Umgebung eingebrochen wurde.

Ich antwortete ihm, dass ich in dem Fall doch on target war, und das er beim tasken keine ausreichende „Gedankenhygiene“ gehalten hat. Somit hat er das eigentliche Target mit seiner Idee zur IP-Kamera „kontaminiert“ (es ist immer die erste Intention, die aufgeprägt wird). Ich machte ihm das jedoch nicht zum Vorwurf, da er ja nicht wissen konnte, dass sowas bei Remote Viewing passieren kann.
 
Bild einer typischen WiFi IP-Überwachungskamera (Quelle: Amazon.de)
Und nochmal zum Vergleich: Gesamtskizze aus der Session

 

IP-Kamera - Essenz

Veranschaulichung des Vorgangs (hier mit Symbolfotos von Wikipedia) – Klicken zum vergrößern!

 
Dieser verstrickte Vorfall ist eigentlich ein exzellentes Beispiel für die Problematik, wenn Leute ohne Fachwissen einen Versuchsaufbau erstellen, um „Behauptungen“ aus diesem Fachbereich auf die Probe zu stellen, ohne die dahinterstehenden Gesetzmäßigkeiten zu kennen (oder wahrhaben zu wollen, was aber nicht auf den Tasker hier bezogen ist). Es ist gewissermaßen so, als sollte jemand beweisen, dass es den Marianengraben gibt, aber der Versuchsaufbau verbietet es zugleich, in jeglicher Form unter die Wasseroberfläche zu schauen, da das im herrschenden Dogma nicht vorgesehen ist.

Oder anders ausgedrückt: Mechanistisch-reduktionistsches Weltbild vs. metaphysischer Gesetzmäßigkeiten. Wenn die angebrachte Methodik nicht hinreichend ist, einen Beweis zu produzieren, bedeutet das nicht pauschal, das es den zu beweisenden Umstand nicht gibt. Man kann nicht herausfinden, was sich außerhalb einer Box befindet, wenn man sich in dieser Box einsperrt, aus Angst, die gewohnten Schubladen erweitern oder fallenlassen zu müssen.

Die unweigerliche Konsequenz dieses Vorgehens ist Stagnation. Da kann man noch so wehemend Forderungen nach Beweisen stellen; Erkenntnis kommt in der Regel nicht von selbst zu einem, sondern man muss sich in der Praxis an sie heranarbeiten, bzw. entgegenkommen. Natürlich ist derartige Target-Kontamination bei unsauberen Taskings kein Einzelfall. Hier ein weiteres Beispiel aus unserer RV-Praxis:

Ein Neuling gab mir mal irgendeine Ritterburg als Übungstarget. Er war jedoch dabei total in Eile, weil es schon Mitternacht war, er aber noch schnell in die Badewanne wollte (bei ihm kommt dann kein warmes Wasser mehr, soweit ich das verstand). Er dachte bei der Target-Erstellung so stark an sein Schaumbad, dass bei mir (neben den Burg-Eindrücken) auch „weiße, nasse Blässchenberge“ auftauchten. Es hat sich regelrecht mit der Burg überdeckt (als wenn man zwei Bilder überblendet), bzw. war sogar stärker. So wird aus einer Ritterburg eine Schaumburg (Kalauer!). Deshalb muss man beim tasken immer neutral und ohne „Gedankensalat“ vorgehen. Das er noch so dringend in die Badewanne wollte, erfuhr ich übrigens erst nach der Session.

Ähnlich verhält es sich bei Target-Umschlägen, die sich gegenseitig „kontaminieren“, wenn sie längere Zeit aufeinandergestapelt liegen, und sich die enthaltenen Targets in den Sessions tatsächlich vermischen können. Allerdings ist dort kein unsauberes Tasking in dem Sinne schuld, sondern eher eine „unsachgemäße“ Lagerung. Aus diesem Grund sollte man Targets in Umschlägen vor Gebrauch eine Weile „lüften“, sprich auseinanderlegen. Das klingt seltsam, funktioniert aber.
 
Fazit: Ein langer Artikel mit polarisierenden Umständen und einer kosmisch-humoristischen Wende. Man könnte es als „erfolgreichen Fehlschlag“ bezeichnen, oder es etwas epischer mit „Die Wahrheit hat sich von selbst offenbart“ umschreiben. Das multidimensionale Universum (Matrix, M-Feld, Akasha-Chronik, oder wie auch immer man es nennen möchte…) hat hier gut gezeigt, dass es sich nicht in Kisten packen läßt. Jede Kiste zerbricht irgendwann, und jede Schublade ist eines Tages voll. Möchte man weiter wachsen, bleibt einem nichts anderes übrig, als die zu klein gewordenen Grenzen auszudehnen. Und Grenzen hat Bewusstsein eigentlich nicht nötig, außer es setzt sich diese Selbst (entweder aus Furcht oder als Lernmotor). Aber wie man damit umgeht, entscheidet jeder für sich selbst, eigenverantwortlich und bewusst.

Mein Appell: Wenn euch etwas im Grenzwissen-Bereich (oder sonstwo) Angst macht bzw. überwältigend erscheint, besonnen Schritt für Schritt weitergehen, statt es zu überstürzen. Aber bleibt auf jeden Fall in Bewegung, denn Stagnation ist der Tod. 😉

Reaktionen auf Remote Viewing

Der Präzision halber müsste es eigentlich „Reaktionen auf Remote Viewing von Nicht-Remote Viewern aus der Grenzwissen-Szene“ heißen, aber das wirkt als Artikelüberschrift etwas langatmig.

RV - Informieren

Jeder halbwegs aktive Remote Viewer wird schonmal folgende Standard-Reaktionen von fachfremden Leuten bekommen haben…
 
Die „Mach mir eine Beweis-Session!“-Reaktion:

Dabei wird in der Regel von skeptischen Zeitgenossen eine Beweis-Session auf ein von ihnen vergebenes Target verlangt. Der einzige Zweck dabei ist offenbar, das man es ihnen beweisen soll, damit sie… ja, was eigentlich? Also da unterscheide ich nochmal verschiedene Sub-Typen:
 
Der aufgeschlossene („gesunde“) Skeptiker:

Dieser Typus hinterfragt aufgrund absolut legitimer Vorsicht Behauptungen, die über den naturwissenschaftlich gesicherten Konsens hinausgehen. Er hat meist schon Fremdschäm-Erfahrungen mit eher seichteren und undifferenzierteren Bereichen der Grenzwissen-Szene gemacht (New Age, „Fast Food“-Esoterik, Teenie-Party-Gläserrücken-Niveau etc…), und ist daher sehr zurückhaltend bei dem, was er nun für wahrscheinlich halten soll, und was nicht. Solche Leute sprechen auf eine sachliche und fundierte Darlegungsweise an, und sind nicht abgeneigt, wenn man ihnen eine Schnuppersession zur Selbsterfahrung anstelle einer Beweissession anbietet. Sie werden vielleicht sogar ein Interesse an Remote Viewing entwickeln, das über die einfache Frage „Funktioniert es?“ hinausgeht, und in die praktische Anwendung gehen.
 
Der dogmatische Skeptiker / Nörgler:

Darunter verstehe ich jene Typen, die beim Ablehnen einer Beweissession sagen, sie hätten gleich gewusst, das es alles quatsch ist. Bietet man ihnen eine Schnuppersession zur Selbsterfahrung an (und somit die Möglicheit, es sich selbst zu beweisen oder zu widerlegen), kommt es meist zu polemischen Ausweichversuchen, oder einfach zu einem Konversationsabbruch. Denn solchen Leuten geht es ausschließlich darum, ihre festgefahrenen Weltbild-Schubladen zu bestärken bzw. sie zu bestätigen (wie ein Missionar, der seinen eigenen Glauben dadurch legitimiert, das er „Nicht-Gläubige“ dazu bekehrt).

Ihre Zirkelschluss-Logik ist dabei oft, das wenn sie keine Beweise konsumfertig aufgetischt bekommen (sich der Angegriffene also nicht rechtfertigt), ihre Annahme korrekt gewesen sein muss, und es sich somit bei dem „Weltbild-Bedroher“ nur um einen Scharlatan handeln kann. Es sind in der Regel sehr unsichere Menschen, die sich hinter einer Maske der „Skepsis“ verstecken, weil sie um jeden Preis ihre Weltbildschubladen behalten möchten, damit sie den Halt an ihrer übersichtlichen und kontrollierbaren „Realität“ nicht zu verlieren. Hinzu kommt dabei meist noch eine einkonditionierte oder selbstgewählte Denk- und Handlungsfaulheit, bei der vorgekaute Beweise serviert werden sollen, ohne auch nur irgendwas dafür tun zu müssen (z.B. sich bilden oder jemandem entgegenkommen).

Wie geht man mit sowas um? Recht machen kann man es bekanntlich nicht jedem, und das sollte man vielleicht auch nicht. Denn zum einen ist das meist sinnlose Energie- und Zeitverschwendung, und zum anderen sind Manche auch einfach noch nicht für bestimmte Weltbilderweiterungen bereit. Würde man es ihnen mit Gewalt reinwürgen (z.B. durch haufenweise Beweissessions), könnten sie in eine Art extreme Verdrängungshaltung verfallen, welche der von Kleinkindern nicht unähnlich ist, die sich die Augen zuhalten, wenn sie etwas nicht wahrhaben wollen. Hier gilt also; leben und leben lassen.

Persönlich mache ich es inzwischen folgendermaßen:
Ich biete den Leuten bei starkem Interesse oder starker Skepsis eine Schnuppersession an, so das sie sich selbst die Realität von Remote Viewing beweisen oder widerlegen können. Dieser Schritt der Selbsterfahrung ist unabdingbar, wenn man sich ein authentisches Urteil erlauben möchte. Und dann trennt sich die Spreu vom Weizen (wie schon oben beschrieben): Wird eine Schnuppersession angenommen und durchgeführt, ist eine qualifizierte Weiterführung des Themas möglich, egal ob der Skeptiker immer noch skeptisch (aber offen) ist, oder sich bereits von der Wirksamkeit überzeugt hat. Ob er sich dann tiefergehend mit Remote Viewing beschäftigt, oder ihm die Erfahrung einer eigenen Session ausreichte, ist dabei unerheblich: Hauptsache er hat es auf die Probe gestellt, und sich nicht nur krampfhaft an seinen Dogmen festgehalten. Das zeugt immer von Mut, gerade bei sehr skeptischen Menschen, und ist anerkennenswert.

Wird eine Schnuppersession allerdings fadenscheinig abgelehnt, aber dennoch unter dem Deckmantel der Skepsis weitergenörgelt und auf Beweissessions behaart, geht es demjenigen nur um den Erhalt seiner aktuellen Weltbildschubladen bzw. Dogmen. Es ist also wie das „Perlen vor die Säue“-Prinzip, und verspricht keine produktive Zusammenarbeit oder persönliche Entwicklung für die Beteiligten.

Remote Viewing bedarf meiner Meinung nach eines gewissen „seelischen Rüstzeugs“, bei dem man nicht mehr zwanghaft von Glaubenssätzen oder Schubladen abhängig ist, sondern die Prinzipien „Selbsterfahrung“ und „Neutralität“ verstanden hat und auch lebt (eine gute Erdung sollte ebenfalls vorhanden sein). Natürlich kann und wird man sich auch mit diesen Grundvorraussetzungen mal irren, aber dann weiß man um seine Eigenverantwortung, und schiebt die Schuld nicht (wie bei den extremeren Schubladendenkern üblich) auf die Umstände, Methodik oder auf andere Menschen ab.
 
Die „Ich mache auch Remote Viewing!“-Reaktion:

Manchmal springen Leute, die schon Erfahrungen mit anderen außersinnlichen Methoden gemacht haben, auf den Remote Viewer-Zug auf, ohne wirklich verstanden zu haben, wie Remote Viewing abläuft und wie es gehandhabt wird. Da werden dann Methodik-Aspekte in einen Topf mit Remote Viewing geworfen, die damit rein garnichts zu tun haben. Sätze wie „Ich kann mit meinen Tarot-Karten bei euch mitviewen!“, oder „Ja, ich mache auch solche Channelings!“ sind keine Seltenheit in solchen Konversationen. Holt man die Leute aber auf den Boden zurück, und erklärt ihnen, was es wirklich mit der RV-Methodik auf sich hat, wird es als zu technisch, sachlich, trocken oder „herzlos“ empfunden (weil keine bauchpinselnden Lichtwesen angerufen werden, oder Räucherstäbchen fehlen?). Nüchtern und sachlich ist offenbar unsexy und zu „linkshirnig“.
 
Die „Viewt doch mal XY…“-Reaktion:

Meist bei aufgeschlossenen Leuten mit geringen oder garkeinem Skeptiker-Anteil anzutreffen. Sie sind von der Methodik begeistert, haben vielleicht sogar schon eigene Schnuppererfahrungen gemacht, und schlagen nun den erfahrenen Viewern unzählige Targets zum viewen vor (viele sehr gut, aber manche auch kopfklatschig trivial). Dass ist dann der Punkt, wo man den Enthusiasmus dämpfen muss, und ganz pragmatisch erklärt, das man ja am liebsten jeden m³ des Universums viewen möchte, und auch hunderte von interessanten Targets im Pool hat, aber verfügbare Zeit und Viewer der Sache dann doch gewisse quantitative Begrenzungen einräumen. Ergänzend sage ich dann auch gerne „Wir brauchen mehr Viewer!“. Aber den Schritt, eine RV-Ausbildung bis Stufe 6 durchzuziehen, um dann vollwertig an Projekten mitarbeiten zu können, machen nur die Wenigsten.
 
Die „Habt ihr schonmal XY geviewt?“-Reaktion:

Eigentlich die schmeichelhafteste und produktivste Reaktion von interessierten Leuten. Man wird mit Fragen zu bestimmten Themen überhäuft. Meist handelt es sich dabei um Mystery-Targets, wie UFOs / Aliens, fremde Planeten, paranormale Phänomene, archäologische Rätsel oder die Zukunft. Da es noch keine standardisierte, internationale Datenbank für geviewte Themen gibt, habe ich inzwischen eine eigene Liste von (öffentlichen) Targets erstellt, die wir schon in unserem unmittelbaren Viewer-Umfeld bearbeitet haben. Aber oft muss man sich wiederholen, was jedoch im Zweifelsfall einen sehr spannenden Austausch generieren kann, bei dem man sich immer weiter und immer tiefer in den Themenbereichen verschachtelt. Deswegen wurde auch schonmal auf einem RV-Vortrag von mir aus einer anschließende „Fragestunde“ (die eigentlich für 15-30 Minuten eingeplant war), ein fünfstündiger, hochspannender Austausch.
 
Fazit: Das war also ein Abriss über die typischen Reaktionen, wenn man das Remote Viewing-Thema unter Nicht-Remote Viewern vorstellt. Wieso kommt es gerade dort zu so stark ausgeprägten und polarisierten Reaktionen? Vermutlich weil es wenige Methoden in der Grenzwissen-Szene gibt, die dermaßen konkret und erprobt sind. Es fehlt der verführerische Hauch des Mystischen, und auch die bequeme „Deutungsunschärfe“, welche sich bei sovielen anderen Herangehensweisen findet (gerade im esoterischen Bereich, bzw. dem, was man sich heute im Allgemeinen darunter vorstellt). Manchmal wird es deswegen sogar als Bedrohung oder zumindest Verunsicherung empfunden, oder wegen seiner militärischen Herkunft in die Mind Control-Schublade gesteckt. Auch Anhänger von alternativen Weltbildern (hohle Erde etc…), die Remote Viewing nicht bestätigen konnte, lehnen es vehement ab und trauen lieber weiterhin ihren Sekundärquellen. Aber wie heißt es so schön? „Man greift nur den an, der den Ball hat!“ 😉