Archiv für Juli 2017

Remote Viewing und Lottozahlen

Die Millionenfrage

Eine der obligatorischen Fragen, die in Gesprächen über Remote Viewing oder andere, mediale Techniken gestellt wird, ist die nach den Lottozahlen. Wenn Remote Viewing wirklich funktioniert, warum viewt man dann nicht einfach die Zahlen der nächsten Lottoziehung und wird reich? Es klingt doch nichts einfacher, als ein paar Zahlen in der Zukunft zu beschreiben. Derartige Versuche gab es tatsächlich bereits reichlich. Mit unterschiedlichsten Herangehensweisen versuchte man, den Jackpot im Lotto zu knacken. Bei den meisten Versuchen waren die Treffer jedoch nicht größer, als drei oder vier Richtige (häufig auch nur im zu erwartenden Zufallsbereich).

Sportwetten und Börsenprognosen verlaufen da mit Remote Viewing-Unterstützung schon deutlich vielversprechender. Doch damit ist auch ein weitaus größerer Aufwand verknüpft (inkl. Investitionen), als beim Ausfüllen von Lottoscheinen. Ein historisches Beispiel für Erfolge in dem Bereich war die Firma Delphi Associates, welche Anfang der 1980er Jahre per assoziativem Remote Viewing (ARV) große Gewinne mit Silber an der Börse machte. Die Lottofrage wird dadurch jedoch nicht beantwortet.

Die Problemfaktoren

Warum könnten also die richtigen Lottozahlen nicht einfach geviewt werden? Bei der Erforschung dieser Frage stießen die Remote Viewer auf interessante Gesetzmäßigkeiten und Eigenheiten von Raum und Zeit. Diese brachten die Beteiligten zwar noch nicht wirklich näher an den großen Jackpot, zeigen jedoch recht plausibel auf, warum es so schwierig ist, den gewünschten Volltreffer zu landen.

Der Effekt der nassen Seife

Uninformierte (Pseudo)Skeptiker nutzen nur zu gerne den bislang ausgebliebenen Lottogewinn als Totschlagargument, um Remote Viewing bzw. andere außersinnliche Methoden pauschal als unwirksam hinzustellen. Doch tatsächlich tauchen bei der Suche nach dem Lotto-Problem immer wieder Ergebnisse auf, die genau das Gegenteil zeigen. Nämlich signifikante Zahlenergebnisse, die jedoch nicht zum gewünschten Treffer führen. Dabei gruppieren sich die geviewten Zahlen auf dem Lottoschein häufig um die spätere Trefferzahl herum (links oder rechts, bzw. oberhalb oder unterhalb davon), jedoch quasi immer ein Kästchen daneben. Versucht man diesen Effekt einzugrenzen, indem man in weiteren Tippfeldern alle Kästchen um die geviewten Zahlen ankreuzt, scheint die Gewinnzahl immer weiter „wegzuflutschen“, wie ein nasses Stück Seife. Es ist also ein unleugbarer, signifikanter Effekt jenseits des Zfalls, jedoch für den Gewinn nicht zielführend.

Die Wahrscheinlichkeitsfluktuation

Eine weitere Problematik, für die Indizien in diversen Lotto-Sessions gefunden werden konnten, ist die extreme Wahrscheinlichkeitsfluktuation. Mutmaßen wir an dieser Stelle mal, dass Gedanken die Realität beeinflussen können (worauf z.B. das Global Consciousness Project hindeutete), und wir dadurch auch ständig unbewusst die eigene Wahrscheinlichkeit verändern. Dadurch offenbart sich jedoch im Hinblick auf Lotto-Viewings ein schwieriger Umstand: Wenn Millionen von Lottospielern ihre individuell getippten Zahlenreihen bei der Ziehung sehen wollen, zerren sie alle an den Wahrscheinlichkeiten des tatsächlichen Ergebnisses herum. Und das wirkt vermutlich bis zu einem unendlich kurzen Zeitpunkt vor der Beendigung der Ziehung. Ob an dieser Annahme etwas dran ist, könnte man möglicherweise testen, indem alle Lottospieler zugleich die gleichen Zahlenreihen tippen. Allerdings dürfte sich das in der Realität bei Millionen von anonymen Lottospielern schwer umsetzen lassen.

Was genau deutete also darauf hin, dass wir es hier mit fluktuierenden Wahrscheinlichkeiten zu tun haben? Wir machten vor vielen Jahren einen Versuch, eine Schablone mit farblich hinterlegten Zahlenfeldern zu viewen. In dieser Schablone sollte der Tasker nach der Ziehung die gezogenen Zahlen farblich markieren und diese Schablone zu einem fest vereinbarten Zeitpunkt an einen bestimmten Ort legen. Das Ziel war es also, zu einem Zeitpunkt vor der Ziehung eine Remote Viewing-Session auf die Zukunft nach der Lottoziehung zu machen, wo der Tasker die Gewinnzahlen auf der Farbschablone markiert. Man würde also quasi eine nachträglich in der Zukunft ausgefüllte Lottoschablone in der Gegenwart viewen und das Ziehungsergebnis mit Hilfe von individuell gefärbten Zahlenfeldern identifizieren. Damals eine durchaus kreative Tasking-Idee für Lottozahlen.

Das Ergebnis war dann jedoch eine Überraschung: Als der Viewer die jeweiligen Farben der Zahlenfelder viewen sollte, nahm er keinen einzelnen Farbton wahr, wie man es eigentlch von den Schablonenfeldern erwartet hätte. Was er wahrnahm, war ein enorm schnelles, chaotisches Aufblitzen aller in der Schablone enthaltenen Farben. Die Ergebnisse schienen also mit enormer Geschwindigkeit zu fluktuieren. Damit das Experiment dennoch zu einem ordungsgemäßen Abschluss gebracht werden konnte, wurde das Ergebnis nach der anvisierten Lottoziehung wie geplant auf der Farbschablone markiert. Um diese Phänomene zu verifizieren, müsste dieser Aufbau natürlich mehrfach wiederholt werden. Wenn sich dieser Effekt reproduzieren lässt, wäre es jedoch ein deutliches Indiz dafür, dass auch das Ausfüllen der Schablone in der Zukunft dieser Fluktuation unterliegt. Die Schlussfolgerung daraus müsste dann lauten, dass man die Wahrscheinlichkeit der Lottozahlen nicht festnageln kann. Zumindest nicht mit den bisher versuchten Methoden.

Langweilige Kleinereignisse und Zahlenblindheit

Noch ein Punkt, der häufig als möglicher Problemfaktor angeführt wird, ist die schwere Viewbarkeit von „Kleinereignissen“. Damit wird im Prinzip ausgesagt, dass die Lottoziehung für das Universum nur aus ein paar zufällig herunterfallenden Kugeln besteht, die mit abstrakten Formen bemalt sind. Das hat im Sinne der PSI-Attraktivität von Targets keine besonders aufmerksamkeitsbindende Energie. Zwar kann eine genauere Wahrnehmung von langweiligen, energieschwachen Targets trainiert werden, jedoch ist das mit sechsmal hintereinanderfallenden Kugeln vielleicht zu schwierig.

Auch Versuche, die Zahlen auf den Kugeln in Sessions „abzumalen“, gelangen bisher nur bruchstückhaf. Einige Sondertalente (wie Pat Price Anfang der 1970er Jahre) konnten tatsächlich Zahlen und Buchstaben ablesen, jedoch gelingt dies den meisten Viewern nicht oder nur sehr undeutlich. Kann die Unattraktivität von bemalten Kugeln in einer Trommel und die Zahlenblindheit wirklich eine Erklärung sein? Für sich allein genommen vermutlich nicht, denn es gibt genügend andere, bereits beschriebene Faktoren, die eine Rolle zu spielen scheinen.

Ist damit das Lotto-Thema im Zusammenhang mit Remote Viewing ad acta gelegt? Nein, sicherlich nicht. Es wurde vieles noch nicht ausprobiert oder konsequent bis zum Ende durchgeführt. Man könnte z.B. auch die kollektiven Emotionen viewen, die mit dem Auftauchen einer Zahl verknüpft sind (ein bisheriger Versuch scheiterte).

Die scheinbare Inkonsequentheit bei diesem Thema hat allerdings auch mit dem Aufwand solcher Projekte zu tun. Es gibt Bestrebungen, mittels verschiedener Taskings und komplexer Ausschlussverfahren die Trefferwahrscheinlichkeit signifikant zu erhöhen (z.B. 1 zu 10000 statt 1 zu zig Millionen). Dies würde jedoch einen konstanten Fluss regelmäßiger Sessions (mindestens wöchentlich) von verschiedenen Viewern erfordern. Bisher gelang es leider noch nicht, ein solches Projekt über längere Zeit aufrecht zu erhalten (zumindest keines, was mir bekannt wäre).

Spezielle Herangehensweisen

Es gibt eine Reihe von speziellen Ansätzen und Überlegungen aus den Bereichen der Zeitmechanik und Realitätsmanifestation, wie den Lottozahlen doch noch beizukommen wäre. Leicht würde es dadurch immer noch nicht, denn lediglich die richtige Remote Viewing-Methodik dazu zu finden, genügt leider nicht. Hier möchte ich einige dieser Ansätze auflisten.

Das persönliche Mindset

Wenn es um Glücksspiel geht, wird häufig das eigene Mindset außer Acht gelassen, selbst im Grenzwissen-Umfeld. Ist man nur ein passiver Schein-Ausfüller, der die richtigen Gewinnzahlen zu treffen versucht? Oder ist man ein aktiver Teil der Gleichung? Ein bekannter Aspekt aus dem Bereich „Wünsche ans Universum richten“ ist, dass wir durch den Gewinnwunsch in erster Linie bekräftigen, dass wir etwas NICHT haben. Wir manifestieren also durch das zugrundeliegende Mangelempfinden überhaupt erst die Realität des Mangels. Könnte das auch ein Problemfaktor beim viewen von Lottozahlen sein? Es ist zumindest schwer möglich, eine völlig gleichgültige Haltung zu zeigen, wenn man das Geld für sich gewinnen will.

Ein Indiz, dass es funktionieren „könnte“

Darauf, dass das persönliche Mindset eine größere Rolle zu spielen scheint, deutete folgender Versuch hin: Der Viewer wollte dabei nicht (wie bei vielen Versuchen zuvor) im Lotto gewinnen, sondern er wollte einfach nur einen Beweis haben, dass es funktionieren kann. Das Resultat waren fünf Richtige + Superzahl, jedoch kein Gewinn. Was war passiert? Der Viewer kam überraschenderweise wenige Minuten zu spät zur Lottoannahmestelle, denn der Computer hatte quasi schon auf die nächste Ziehung umgeschaltet (obgleich er eigentlich noch ein paar Stunden auf der alten Ziehung hätte stehen müssen; die Verkäuferin war auch überrascht).

Das mag ein Einzelfall sein, der mit einem unglücklichen Zufall zu erklären ist („erfolgreicher Fehlschlag“), jedoch könnte es auch als Indiz gewertet werden. Denn der Viewer hat sozusagen seinen Beweis erhalten, dass es funktionieren kann, ohne diesen Wunsch bei der Target-Erstellung an einen Gewinn gekoppelt zu haben. Wäre hier also ein Trick mit einem dreifach verblindeten Tasking denkbar, um doch zu gewinnen?

Wahrscheinlichkeitssprünge

Man hört von vereinzelten Fällen, wo sich jemand den Lotto-Jackpot erfolgreich „manifestieren“ konnte. Der Trick dabei: Nicht versuchen die Lottozahlen, die gezogen werden, zu treffen, sondern sich selbst in eine Wahrscheinlichkeit begeben, bei der die Lottozahlen gezogen werden, die man getippt hat. Klingt paradox, jedoch soll gerüchteweise genau das einer Frau gelungen sein, die sich mit diesem Mindset über mehrere Wochen lang ständig die gewünschten Lottozahlen visualisiert hat, inklusive Beschriftung ihrer Arme und anderer Oberflächen, so dass sie die Zahlen ständig vor Augen hatte. Vielleicht ist das die naheliegendste Lösung, jedoch vom Mindset und Durchhaltevermögen her sicherlich auch die schwierigste.

Fazit

Bisher wurde im Remote Viewing-Bereich schon einiges probiert, um den Lotto-Jackpot zu knacken. Der Gedanke ist also keinesfalls neu. Jedoch stellten sich Börsenkurse, Sportwetten, Kryptowährungen oder kluge Finanzierungen aufgrund von Optima-Sessions bisher als die erfolgreicheren Anwendungen heraus (~60-80% Trefferquote). Bedeutet das also, dass noch nie jemand per Remote Viewing einen signifikanten Lottogewinn erreichen konnte? Diese Frage knan man nicht eindeutig beantworten, denn Gerüchte dazu gibt es immer wieder. Und wenn jemand so einen Treffer hatte, wird er wahrscheinlich aus nachvollziehbaren Gründen nicht damit hausieren gehen. Es bleibt also noch Spielraum offen. Das schnelle, bequeme Geld gewinnt man jedenfalls nicht so einfach. Und das ist vielleicht auch gut so (egal was die Skeptiker sagen), denn würde es so einfach funktionieren, gäbe es bald kein Glücksspiel (inklusive Lotto) mehr.

Proxima Centauri b

Nach lauter Privatsessions mit Timelines, Optimas und verschwundenen Gegenständen  (was im Grunde die Essenz des Remote Viewer-Alltages ist), kann ich euch an dieser Stelle wieder eine interessante Forschungssession vorstellen. Dazu haben wir uns einen neuen Exoplaneten vorgenommen. Nachdem das Gliese 581-System in den letzten Jahren von vielen Viewern außersinnlich belagert wurde (auch hier in diesem Blog), widmeten wir uns einer aktuellen Entdeckung: Der erst 2016 nachgewiesene Exoplanet Proxima Centauri b.

Künstlerische Vorstellung von Proxima Centauri b (Quelle: SpaceEngine)

Mit einer Entfernung von „nur“ 4,2 Lichtjahren ist Proxima Centauri b der naheste, bekannte Planet außerhalb unseres eigenen Sonnensystems. Er umkreist den roten Zwergstern Proxima Centauri in einer Entfernung, die in der habitablen Zone liegt. Jedenfalls in der habitablen Zone für uns bekannte Lebensformen, denn es bedeutet grob gesagt, dass die Temperaturen so sind, dass Wasser im flüssigen Zustand auf der Oberfläche existieren kann, ohne zu gefrieren oder zu verdampfen.

Gibt es nun also Leben auf Proxima Centauri b? Das wollten wir herausfinden, und erlebten dabei wieder einige Überraschungen. Die folgenden Eindrücke basieren auf einer überlangen Einzelsession, und jeder Leser ist eingeladen, per Remote Viewing bzw. seiner präferierten Methode selbst nachzuforschen. Alle Anderen können die Inhalte entweder als SciFi-Fantasie, oder als interstellaren Alltag im All betrachten. 😉

Kategorie: Astronomie
Protokoll: CRV (mit Monitor)
Koordinaten: 475855 793504 809441
Anzahl der Viewer: 1
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 02.07.2017
Uhrzeit: 17.37h – 18.55h
Dauer: 78 Minuten
Seiten: 14

Die Targetformulierung lautete: „Beschreibe den Planeten Proxima Centauri b zum Zeitpunkt der Session!“

Neben der Target-Formulierung wurden noch ein paar Bewegungsanweisungen kodiert, damit sich der Viewer im Verlauf der Session ohne Vorannahmen im Zielgebiet bewegen kann (z.B. O1 = Aus 10km Höhe in Blickrichtung Horizont).

Starten wir also die Reise zu unserem Nachbarsystem: Bei den wichtigsten Sinneseindrücken dominierten die Farben Rot, Grau, Beigegelb und eine kleine Spur von Grün. Die Oberflächen reichten von pudrig-staubigen Eindrücken, bis hin zu rasiermesserscharfen, harten Kanten. Hierbei wurde vom Viewer schon die starke Trennung zwischen weichen und harten Eindrücken betont, als wenn es dort irgendwo eine Art abrupte Grenze gibt.

Auch die Temperaturen waren interessant, da sich einzelne, starke Wärmepunkte zeigten, es aber im Schatten deutlich kühler war. Der Unterschied zwischen Licht und Schatten schien die Temperaturen dort stark zu beeinflussen. Als wesentliche Geräusche konnte der Viewer ein Dröhnen, Knacken und ein Rieseln (wie von Staub) hören. Das deutet auf eine gewisse geologische oder thermische Aktivität hin.

In den AI’s (persönliche Eindrücke) betonte der Viewer, dass die Umgebung „grenzwertig“ sei, man an bestimmten stellen „nicht weitergehen und innehalten“ solle. Man sollte sich also gut überlegen, wie man sich dort im Gelände bewegt. Der Grund dafür würde sich bald herauskristallisieren (teils wörtlich zu nehmen).

Jetzt kamen wir zur wohl spannendsten Abfrage in Bezug auf fremden Welten, nämlich den EI’s (Eindrücke von Fremdemotionen im Zielgebiet). Dabei wurden recht technische EI’s wie „aufräumen“ und „organisieren“ wahrgenommen. Dem Viewer kam es vor, als wären dort Ingenieure unter sich, wenn auch etwas stumpf. Das sollte natürlich später noch aufgeschlüsselt werden.

Als die Zeit gekommen war, sich frei im Zielgebiet zu bewegen, verschafften wir uns erstmal per Bewegungsanweisung einen Eindruck der Umgebung. Der Blickpunkt des Viewers befand sich dabei nahe der Planetenoberfläche:

Die Umgebung war schummrig, und es gab auffällige Trichter im Boden. Diese wirkten jedoch nicht wie normale Krater, sondern weicher. Innerhalb dieser Trichter befand sich kalter, feuchter Schlamm und kristallartige Brocken. Zudem hatte der Viewer dort den Eindruck von „chemischer Kälte“. Ein Kryo-Vulkan? Jedenfalls ging der Trichter nicht sehr tief nach unten, weshalb es auch ein verwitterter Krater sein könnte.

Danach ließ ich den Viewer nach oben schauen. Er beschrieb einen dunklen Himmel mit funkelnden Sternen und einen Mond. Dieser Mond war deutlich von Kratern übersäht und hatte eine rötliche Färbung. Auf der Oberfläche von Proxima Centauri b selbst existiert laut Viewer eine Atmosphäre. Deshalb befand er sich wohl zu dem Zeipunkt auf der Nachtseite, da er die Sterne funkeln sehen konnte (im Vakuum funkeln Sterne nicht).

Die Temperatur dort wurde sogar als relativ angenehm empfunden (um die 5°C). Die Luft hingegen schien zwar theoretisch für Menschen atembar zu sein, allerdings sagte der Viewer, dass dann seine Lungen „kristallisieren“ würden. Dies wäre laut ihm jedoch nicht aufgrund von Kälte (was ich als Monitor natürlich zuerst dachte), sondern wegen irgendwelcher anderen Stoffe dort, die auf die Lungen einwirken (Chemikalien?). Eventuell könnte eine verhältnismäßig starke Kälte auch falsch wahrgenommen werden, wie es schon in anderen Weltraum-Sessions bei Extremtemperaturen geschah.

Jedenfalls hatten wir schonmal eine nette Postkarte von einem Exoplaneten aus unserer Nachbarschaft. Natürlich wollte ich aber noch mehr sehen, und bewegte den Viewer per Bewegungsanweisung auf die Tagseite des Planeten. Dort fiel sofort ein heikler Umstand auf: Der Planet dreht sich offenbar sehr langsam, wodurch die Tagseite stark aufgeheizt wird. Während es auf der dunkleren Seite von scharfkantigen bis schlammigen Oberflächeneindrücken reicht, zeigten sich auf der Tagseite nur noch pulvrige Materialien.

Bemerkenswert ist jedoch, dass die Hitzepunkte sehr deutlich umgrenzt waren, statt die komplette, helle Planetenseite gleichmäßig zu erhitzen. Es machte den Eindruck, als würden stark fokussierte Strahlen von der Sonne die Oberfläche treffen. Diese Bereiche wurden vom Viewer mit „dickeres Licht“ umschrieben. Um zu verifizieren, dass es sich wirklich um die dortige Sonne (also Proxima Centauri) handelte, ließ ich den Viewer nochmal nachschauen, ob die Strahlungsquelle künstlich oder natürlich sei. Sie stellte sich als natürliche, heiße, lavaartige Kugel heraus.

Obgleich es von den mir bekannten Vorstellungen abweicht, scheint die Proxima-Sonne sehr punktuelle Strahlungsauswürfe oder Protuberanzen zu haben, wodurch die Sonnenseite des Planeten stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Vielleicht liegt es an der geringen Größe (roter Zwerg) und der relativen Nähe zwischen Proxima Centauri b und dieser Sonne? Als ich den Viewer fragte, was passieren würde, wenn er seine Hand in den Strahl steckt, antwortete er „Da bleiben nur Knochen übrig“.

Diese idyllischen Landschaftseindrücke hinter uns lassend, wollte ich noch ein Gesamtbild des Planeten. Nach der Bewegungsanweisung fiel dem Viewer direkt ein hauchdünnes Ringsystem um den Planeten auf (mindestens zwei Ringsegmente), welches aber schwer zu sehen sein soll. Vielleicht wie bei Jupiter im Vergleich zu Saturn. Ferner bestätigte sich nochmal der Eindruck, dass eine Seite des Planeten wegen der langsamen Drehung sehr heiß und beansprucht ist (hell, heiß, staubig, trocken, schroff), und die dunkle Seite eher kühl. Außerdem nahm der Viewer ein Klimamuster wahr, bei dem das Wetter von der sonnenbestrahlten Seite auf die kühlere Schattenseite „geblasen“ wird.

Gesamtansicht, transkribiert für bessere Lesbarkeit (klicken zum Vergrößern!)

Bei der Untersuchung aus der Ferne kam auch wieder der Mond ins Bild. Dort fiel auf, dass eine künstlich wirkende Struktur diesen umkreiste, die wohl irgendwann mal von seiner Gravitation eingefangen wurde (sie war nicht ursprünglich dort). Diese Struktur bestand aus mehreren, zusammenhängenden Segmenten, die den Viewer an ein mittelalterliches Kettenhemd erinnerten. Sie wurde offenbar nicht fertiggestellt. Der ursprüngliche Zweck dieser Struktur war schwer zu ermitteln, aber sie sammelte Hitze oder Energie, und leitet diese von Segment zu Segment weiter. Eine Art Kollektor?

Die Entdeckung ließ uns in der Umgebung noch weiter nach Auffälligkeiten suchen, auch nach künstlichen. Und tatsächlich wurden wir fündig: Ein Stück weiter weg, zwischen der „Kettenhemd“-Struktur und Proxima Centauri b, zeigten sich mehrere künstliche Objekte. Diese waren wie Projektile oder Kapseln geformt. Was machten die Objekte dort? Jedenfalls schienen aus genau diesen Objekten die etwas stumpfen EI’s zu stammen, die der Viewer bereits früh in der Session mit „aufräumen„, „organisieren“ und „ingenieursmäßig“ beschrieb. In der Gesamtskizze kam noch der Eindrück „fernbedienen“ hinzu. Das schauten wir uns selbstverständlich genauer an:

Wir versuchten einen Blick, in diese Objekte zu werfen. Zuerst fiel auf, dass die Außenhülle sehr dick und fensterlos war. Die Notwendigkeit dafür hatte mit Strahlung und Helligkeit zu tun („Blind mit Fenster„). Im Innenraum war nur ein sehr schummriges, türkisfarbendes Licht wahrzunehmen, dass aus keiner direkten Lichtquelle zu kommen schien.

Außerdem gab es Instrumente, die aus asymetrisch angeordneten Knöpfen und einer Art Display bestanden. Exotisch wirkte die Bedienung: Sowohl Knöpfe, als auch Display fühlten sich wie Sand an, den man tief reindrücken kann, um dadurch dreidimensionale Eingabevorgänge zu machen. Da dieser „Sand“ nicht davonrieselt, müssen es wohl spezielle Partikel sein, die zusammengehalten werden.

Die Instrumente führten auch unweigerlich zu der Frage nach Insassen. In der Mitte des Objektes gab es einen einzigen Sitzplatz (eher eine bequeme Liege), auf der sich ein Wesen befand. Ich ließ das Wesen genauer beschreiben:

Es hatte einen sehr elegant wirkenden Helm oder eine Maske auf, und dünne Arme mit länglichen Fingern. Diese wirkten passend zu dem Bedienkonzept der Instrumente, wo man sehr tief in den Sand „reindrückt“. Vom Unterkörper oder Beinen hatte der Viewer keine Wahrnehmung, jedoch bekommt man in einer Personenwahrnehmung nicht immer alle Details.

Es machte mich neugierig, was unter der Kopfbedeckung wäre. So ließ ich den Viewer darunter schauen, und es kam ein knochig wirkendes, längliches Gesicht zum Vorschein. Dieses erinnerte ihn zuerst an einen Pferdekopf, aber wesentlich spitzer zulaufend. Als weiteres Merkmal fiel sowas wie Biberzähne im Unterkiefer auf, und noch eine lange, heraushängende Zunge. Dann ließ ich noch die Augen des Wesens beschreiben, die an Froschaugen erinnerten, und deren Augenlider von außen nach innen zugingen.

Die Hautfarbe des Wesens wirkte graubläulich, und fühlte sich wie Latex an. Dem Viewer irritierte hier, dass der Körper so knochig und trocken wirkte. Wie wir herausfanden, lag es daran, weil dieses Wesen bereits tot war. Es hatte also schon eine Verwesung oder Vertrocknung stattgefunden. Aber was war passiert? Wir versuchten ein Interview mit dem Piloten zu führen. Hier erfuhren wir u.a., dass offenbar eine Art Unfall mit einem Strahlungsausstoß geschah, welche den Insassen unbemerkt einschlafen und versterben ließ:

V = Viewer
T = Pilot

V: Hallo, was machst du da?
T: (Viewer bekommt Bild eines leblos schwebenden Körpers)

V: Lebst du noch?
T: „Unbewusst > Informationsfeld“
V: (Viewer begibt sich in Zeit, wo Pilot noch lebte)…
V: Was ist passiert?
T: Hitze, Strahlung, langsame Strahlung, einschläfernd
V: Was habt ihr dort versucht?
T: Aufzeichnung, Unregelmäßigkeit entdeckt: Die künstliche Struktur („Kettenhemd-Ding“) ist nicht von uns. Ja sind die denn verrückt?
V: Was ist bei deinem Unfall passiert?
T: Eingeschlafen, verwundert, sind aus Schatten gekommen
V: Wie konnte das passieren?
T: Punktgenaue Reflektion, Verstärkung der Strahlung, wissen wir nicht genau
V: Stammt ihr aus dem System mit dem Planeten (Proxima Centauri b)?
T: Anliegend, Nachbarschaft
V: Wie reist ihr (interstellar)?
T: Man wird zuerst „gefroren“
(Viewer bekommt Bilder von Reiseablauf)

T: „Raummauer“ durchbrechen, „Spiegel“, Raumkrümmung (geht sehr schnell)
V: Warum „gefroren“?
T: Einfrieren ist schonend für Gehirn und Nerven (während des Reisevorgangs)
V: Danke für die Auskunft!
T: *tot*

Neben den Umständen des Ablebens, offenbarte sich hier auch das interstellare Reisekonzept dieser Wesen. Es erinnerte ein bisschen an ein „Stargate“ aus der gleichnamigen Serie, allerdings ohne Ring. Die kleinen Schiffe der Wesen projizieren diese Portale selbst. Sie müssen aus gesundheitlichen Gründen im „gefrorenen“ Zustand durchquert werden. Dabei spannen sich die Portale wie eine Pfütze auf, ebenfalls a’la Stargate, allerdings mit nur einem einzigen „Wellenschlag“. Die Portal-„Scheibe“ an sich wirkt dabei wie ein Spiegel oder Alufolie, und scheint nahezu unendlich dünn zu sein, was an einen Ereignishorizont erinnert.

Wirklich verstehen konnten wir diese Technologie jedoch nicht. Plump gesagt ist es so, als würde man in einen Spiegel „hineinsteigen“, sich umdrehen, wieder dort heraustreten, und man ist am Ziel. Dabei ist noch wichtig, dass zwischen dem Start- und Zielpunkt eine gerade Strecke ist. Planeten und andere Hindernisse auf der Strecke können jedoch problemlos durchflogen werden. Insgesamt scheint die Technologie der Wesen, vor allem in Hinblick auf den Strahlungsunfall und die Notwendigkeit des „Einfrierens“, noch nicht ganz ausgereift zu sein. Die Erden-Menschheit könnte sich natürlich glücklich schätzen, wenn sie diesen Stand schon erreicht hätte.

Nach der Session hat der Viewer noch detaillierte, künstlerische Interpretationen der Eindrücke von dem Piloten und seinem Vehikel erstellt (klicken zum Vergrößern!):

Nach dem interessanten, quasi posthumen Dialog, wandten wir uns noch einmal dem Planeten Proxima Centauri b zu. Da die Sessionzeit so langsam ausuferte, wollte ich noch ein paar Details herausfinden. Als Erstes stand eine Querschnitt-Wahrnehmung auf dem Plan:

Der Planet offenbarte einen eher unspektakulären Aufbau, mit einem zähen Inneren. Erwähnenswert ist noch der Kern, welcher unregelmäßig geformt und zusammendrückbar wirkte. Also kein massiver Kern, wie es in vielen Sessions auf Planeten und Monde in unserem eigenen Sonnensystem war.

Zum Schluss wurde nochmal nach einheimischem Leben auf oder in dem Planeten gesucht. Tatsächlich konnte der Viewer zwei auffällige Arten von Organismen wahrnehmen, welche im schlammigen Teil der Oberfläche leben. Davon abgesehen, gab es nur noch einen diffusen Eindruck von „Bakterien“.

Bei dem einen Organismus handelt es sich um eine Art Wurm, welcher nicht größer als zwei Reiskörner ist. Der Wurm besitzt ein deutlich segmentiertes Exoskelett und besenartige Fortsätze am Kopfende. Er bewegt sich durch Rillen auf der Oberfläche des Schlamms, wo alkalische Stoffe als Nahrung aufgenommen werden. Interessant war noch, dass von diesen Würmern eine Art „Sommerschlaf“ gehalten wird, wenn die schlammige Region wieder ins Sonnenlicht kommt und austrocknet.

Der andere Organismus war deutlich kleiner als der Wurm, und mit dem Boden verwachsen. Es gelang allerdings nicht herauszufinden, ob es sich dabei um eine Pflanze oder ein Tier handelt. Vielleicht kann man es als eine Art Polyp bezeichnen, oder es geht in die Richtung von Pilzen. Der Organismus fühlte sich für den Viewer hartgummiartig an, und fiel durch eine umkringelnde Struktur auf, die an Schlingpflanzen erinnerte.

Dass Proxima Centauri b keine größere Artenvielfalt zu bieten hat, mag an den schwierigen Klimaverhältnissen liegen. Aber immerhin wurde makroskopisches Leben wahrgenommen, was ja nicht pauschal so sein muss, nur weil ein Planet in der habitablen Zone liegt. Nach der Session wurden auch diese beiden Organismen nochmals detailgenauer gezeichnet, da die künstlerische Ästhetik während des Viewens oft der begrenzten Session-Zeit weichen muss:


Fazit:
Eine äußerst ergiebige Einzelsession auf den zur Zeit interessantesten Planeten unseres Nachbarsystems. Aber bei Einzelsessions liegt sozusagen der Exowurm im Schlamm begraben: Wie verlässlich sind diese zum Teil scifi-artigen Daten, und was könnte aus dem Reich unbewusster Fantasieeffekte stammen? Wie ich schon anfangs erwähnte, ist jeder mit den entsprechenden Fertigkeiten eingeladen, sich selbst im Proxima Centauri-System umzuschauen, und uns seine Erkenntnisse mitzuteilen. Das gilt natürlich für alle Projekte in diesem Blog, ob aus einer Einzelsession bestehend, oder von ganzen Projektgruppen bearbeitet. 😉

British / American Flag English version of this article British / American Flag

Was Remote Viewing ist, und was nicht

Das Thema bzw. der Begriff “Remote Viewing” bietet Stoff für kontroverse Diskussionen, Missverständnisse und Halbwissen. Und das nicht nur im oberflächlichen Mainstream, sondern auch innerhalb der Grenzwissen- Szene. Wird im Netz, den Medien oder Literatur der Begriff “Remote Viewing” verwendet, muss es sich nicht zwangsläufig um die etablierten Protokolle handeln, für die dieser Begriff einst gewählt wurde. Es kommt durchaus häufig vor, dass formloses Aufschreiben und Skizzieren von Eindrücken, spontanes Hellsehen, Gedankenübertragung oder gar Channeling mit Remote Viewing in einen Topf geworfen werden. Der Enthusiasmus dahinter ist gerade bei Neulingen bzw. themenfremden Interessierten verständlich, jedoch in der Regel wenig zielführend, um eine brauchbare Definiton für Remote Viewing klarzustellen.

was-ist-rv-ist_und-was-nicht_definition
Die Definitionsfrage

Ich erinnere mich an eine Umfrage in der größten, internationalen Remote Viewer-Gruppe auf Facebook, die zum damaligen Zeitpunkt über 7000 Mitglieder zählte. Dort wurden die Gruppenmitglieder befragt, mit welchem RV-Protokoll sie arbeiteten. Neben den gebräuchlichen Varianten (CRV, TRV, SRV, HRVG, ERV etc…) konnte auch „Freestyle“ gewählt werden. Am Ende gaben über 80% an, Freestyle zu benutzen, was alles Mögliche abseits der etablierten RV-Protokolle sein kann. Dadurch wurde auch einiges über die Qualität der Ergebnisse bzw. das Fehlen von Inhalten in solchen Gruppen klar. Von den über 7000 Mitgliedern sind vielleicht 40-50 als tatsächlich aktiv Praktizierende tätig. Ein großer Teil davon sind die genannten Freestyler.

Man könnte jetzt unterstellen, dass die ausgebildeten Remote Viewer, die den Überbegriff “Remote Viewing” spezifisch für die etablierten Protokolle verwenden, wenig flexibel seien. Jedoch zeigt sich die Problematik von Freestyle-Techniken in den Ergebnissen: Diese sind meist mit analythischen Überlagerungen (AULs) durchsetzt, und haben dadurch mehr die Qualität von assoziierten Fantasiereisen. Man verliert sich also in Assoziationen, durch die eventuell richige Rohdaten verfälscht werden, da es im Freestyle in der Regel kein Verfahren zur Abarbeitung dieser AULs gibt. Dadurch werden die Ergebnisse zu einem großen Teil unbrauchbar oder zumindest stark mehrdeutig.

Das bedeutet nicht, dass individuelle Techniken pauschal unbrauchbar oder schlechter sind. Noch bevor die bekannte Remote Viewing-Methodik („Coordinate Remote Viewing“ und spätere Devirate) in den 1980er-Jahren fertiggestellt wurden, waren die Abläufe mehr oder weniger „Freestyle“. Der bekannte “Remote Viewer 001”, Joseph McMoneagle, nutzt ebenfalls so einen Ansatz mit eigens angepassten Abläufen. Allerdings war er schon aktiver Anwender, bevor das CRV-Protokoll fertiggestellt wurde, weshalb er seine individuelle Methodik schon zuvor entwickelte. Später behielt er diese auch bei, während neue Anwender das CRV-Protokoll lernten. In diesem Artikel geht es jedoch speziell um die Differenzierung, da wie gesagt gerade in Übersee die Tendenz besteht, sämtliche Hellseh-Techniken, die nicht unter strengen Laborbedingungen getestet und entwickelt wurden, als „Remote Viewing“ zu bezeichnen.
 

Alleinstellungsmerkmale

Verblindetes Vorgehen

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Ein Grundcharakteristikum der wissenschaftlich erarbeiteten Remote Viewing-Protokolle ist es, dass der Viewer stehts blind gegenüber dem Target sein muss. Die üblichen Varianten sind dabei Solo-Blind (der Viewer macht alleine eine Session auf ein Target aus einem Solo-Pool), Einzelblind (der Viewer wird von einem Monitor, welcher vom Target weiß, auf unsuggestive, neutrale Weise durch das Target geführt) und Doppelblind (Monitor und Viewer haben keine Kenntnis vom Target). Es gibt auch Versuche mit Semi-Frontloading (der Viewer weiß teilweise etwas über das Target, z.B. dass es darum geht, eine Person zu beschreiben) oder komplettes Frontloading (der Viewer kennt das komplette Target im Voraus). Vor allem beim Frontloading geht jedoch der größte Vorteil des Remote Viewing verloren, nämlich die Blindheit des Viewers gegenüber Vorannahmen. Viele andere, mediale Techniken werden hingegen „frontloaded“ durchgeführt.

Ideogramm-Erstellung und dessen Dekodierung

Jede Remote Viewing-Session auf Papier beginnt mit einem so genannten Ideogramm. Dabei handelt es sich um einen intuitiven „Krakel“, der mit dem schreibenden Arm reflexartig ausgeführt wird, sobald die Target-Nummer aufgeschrieben wurde. Das Ideogramm wird dann mittels eines speziellen Ablaufs in formvollendete Segmente eingeteilt und dekodiert, bei dem man zuerst das Aussehen des Linienverlaufes beschreibt (dient dazu, den wertenden und filternden Verstand beschäftigt zu halten), dann nach ersten außersinnlichen Eindrücken fühlt (meist Farben und Oberflächen), und schließlich eine erste, archetypische Schlussfolgerung zum Abschnitt des Ideogramms erstellt (wie künstlich, natürlich, Struktur, Bewegung Lebewesen etc…).

was-ist-rv-ist_und-was-nicht_ideogramm

Durch den Abbau dieses Ablaufes wird der assoziierende Verstand beschäftigt gehalten, während die Wahrnehmung erster, außersinnlicher Eindrücke in den Vordergrund gebracht wird. Dieses Wechselspiel zwischen wertendem Verstand und außersinnlicher Wahrnehmung verringert auch den inneren Zensor bzw. die Filterwirkung, welche normalerweise ein sauberes Durchkommen außersinnlicher Daten beeinträchtigt.

AUL-Management (Umgang mit analythischen Überlagerungen)

Der wohl größte Vorteil durch die etablierte Remote Viewing-Methodik ist es, dass der interpretierende, linkshirnige Verstand systematisch abgelenkt bzw. beschäftigt wird, um AUL (analythische Überlagerungen) zu vermeiden. Daraus resultierte ein in dieser Form nach wie vor einzigartiger Ablauf, der solche AULs bereits im Ansatz „entschärfen“ kann. Werden Fantasie-Schlussfolgerungen des Verstandes als AUL rausgeschrieben, können diese „entpackt“ und für den interpretierenden Verstand des Viewers neutralisiert werden. Dazu wird die AUL in die Rohdaten zerlegt, welche den Verstand des Viewers überhaupt erst zu der Interpretation verleitet haben. So können beispielsweise Eindrücke wie „grün“, „glatt“, „schimmernd“, „gewölbt“ und „oben spitz herausstehend“ rausgeschrieben werden, ohne dass der Viewer für den Rest der Session nicht mehr vom Bild eines grünen Apfels weggkommt (ein reales Praxisbeispiel):

was-ist-rv-ist_und-was-nicht_apfel
Fazit

Es zeigt sich also anhand der sehr spezifischen Eigenschaften dieser Methodik, dass es im Sinne der Professionalität und Präzision durchaus Sinn macht, den Begriff „Remote Viewing“ mit den etablierten Protokollen in Verbindung zu bringen, statt jegliche Art von außersinnlicher Wahrnehmung bzw. divinatorischer Technik unter diesem Begriff zu pauschalisieren. Möglicherweise wird die Entwicklung des menschlichen Geistes irgendwann dazu führen, dass solche Methodiken „transzendiert“ werden. Doch für den menschlichen Geist, wie er momentan im Allgemeinen beschaffen ist, kann man die Remote Viewing-Methodik durchaus als eine der zuverlässigsten Divinationstechniken betrachten, die uns momentan zur Verfügung steht. Dazu gehört auch der Umstand, dass es nicht viele Techniken gibt, die unter strengen Laborbedingungen entwickelt und auf die Probe gestellt wurden.

Hier nochmal die Charakteristika des Remote Viewing nach etablierter Methodik:

  • I-A-B-Ablauf (Stufe 1) zur Ablenkung des wertenden Verstandes, um neutrale, außersinnliche Daten zu generieren
  • Abarbeiten und „entschärfen“ von analythischen Überlagerungen (AUL)
  • Komplett verblindetes Vorgehen des Viewers
  • Neutrales Vorgehen oder Doppelverblindung des ggf. vorhandenen Monitors
  • Bei wichtigen Projekten, mehrere Sessions auf ein Target, mit unterschiedlichen Viewern, Monitoren und Taskern (Target-Erstellern)

Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Techniken gehört dabei zur Natur der offenen Forschung. Wenn diese dann noch durch den Willen zur Professionalität und Präzision ergänzt wird, kann im Grenzwissen viel geleistet werden. Die etablierte Remote Viewing-Methodik und das Protokoll bieten hierbei eine unschätzbare Hilfe, welche jedoch erst durch die besagte Professionalität ihr volles Potential entfalten kann.