Tag Archiv für Ereignisse

Rückkehr von der Mondoberfläche

Hiermit möchte ich eine interessante Session von einer unserer Seminar-Absolventinnen vorstellen, mit der sie erfolgreich den Basiskurs (Stufe 1-5) vollendet hat. Bei dem Target handelte es sich um folgende, bekannte Aufnahme der Apollo 11-Mission:

Apollo 11-Aufstiegsstufe (Target)

Darauf ist vor dem Hintergrund der Mondlandschaft und der fernen Erde, die Aufstiegsstufe der Mondlandefähre „Eagle“ nach dem Rückstart von der Oberfläche zu sehen. Das Foto wurde am 21.07.1969 aus dem Kommandomodul „Columbia“ heraus aufgenommen, an das die Aufstiegsstufe der Mondlandefähre kurze Zeit später andockte.
 
Kategorie: Astronomie / Ereignisse
Protokoll: CRV (gemonitort)
Koordinaten: 931002 374621 887632
Anzahl der Viewer: 1
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 14.10.2019
Uhrzeit: 19.00h – 20.09h
Dauer: 69 Minuten
Seiten: 9
 
Die wesentlichen sensorischen Eindrücke in den frühen Stufen waren „grau“, „schwarz“, „kalt“, „glatt“ und „metallisch“. Bereits in Stufe 3 wurde ein kantiges, sich bewegendes Objekt in einer unwirtlichen Umgebung beschrieben. Im Hintergrund zeigte sich eine grauschwarze Bergkette ein bläulicher Fleck am Himmel. Die Landschaft wurde von der Viewerin „wie Wüste, aber kalt“ beschrieben. Bei dem sich bewegenden Objekt gab es die AUL/s-Anmerkung „wie Triebwerk“, begleitet von dem AUL „Flugzeug“. Das wurde natürlich herausgeschrieben und gestrichen. Die AIs (eigene Emotionen zum Target) der Viewern waren seit Beginn der Session durchweg spannungsbetont.

Apollo 11-Aufstiegsstufe (Stufe 3)

Da die Stufe 3 selbst bei so gut zusammenhängenden Eindrücken nicht überreizt werden sollte (Gefahr von AULs und falscher Vervollständigungen), ging es weiter zu den höheren Stufen. Im konzeptionellen Bereich (ITs) drängte sich nun der Eindruck „erforschen“ sehr stark auf. Zuerst sollte jedoch die bergketten-artige Landschaft unter die Lupe genommen werden. Dabei ergab sich folgendes:

Apollo 11-Aufstiegsstufe (Landschaft)

Die sensorischen Daten waren „felsig“, „wüst“, „kantig“, „große Felsen“, „Berge, aber davor flacher Boden“, „krümelig“ (der Boden), „staubig / Staubwolken“ und „eisig“. Der vordere, flachere Teil der Landschaft erinnerte die Viewern an einen trockenen Salzsee. Dimensional gesehen wirkte die Bergkette weit weg. Die AIs zu der Landschaft waren „abweisend“, „lebensfeindlich“ und „wüst“. Der Viewerin selbst würde es vor Ort „fröstelnd“ ergehen, und irgendwie „wartend“. Wenn man dort ausatmet, wäre der Atemhauch sichtbar (aber wahrscheinlich nur einmal).

Dann war das technisch wirkende, sich bewegende Objekt an der Reihe:

Apollo 11-Aufstiegsstufe (Objekt)

Der Viewerin kam es vor, als würde die Bewegung im Gesamtszenario eher langsam wirken. Sie nahm sensorisch die Eindrücke „glatt“, „hart“, „schwarz“, „roter Streifen“ und „hohl“ wahr. Zudem hatte sie den Eindruck von Düsen, die sie jedoch als AUL skizzierte (also nicht die wahre Form). Als konzeptionelle Aspekte kam „fotografieren“ (AUL „Luftaufnahmen“), bewegen, fliegen und „Details aus der Luft aufnehmen“. Die skizzierte Form des Objektes entspricht nicht wirklich der Mondlandefähre, was wohl daran lag, dass das AUL „Flugzeug“ für das Objekt recht stark dominierte (wegen dem Flugeindruck und Triebwerk). Der „rote Streifen“ könnte eine Teilwahrnehmung der Isolationsfolie gewesen sein.

Schließlich sollte das Objekt und die Landschaft per Bewegungsanweisung in eine zusammenhängende Relation gesetzt werden. Denn bisher war nicht ganz klar, wo sich das Objekt im Verhältnis zur Umgebung befand:

Apollo 11-Aufstiegsstufe (Objekt und Landschaft)

Die Form-Wahrnehmung des Objektes blieb rudimentär, was aber bei der ungewöhnlichen und irregulären Form der Mondlandefähre verständlich ist (vor allem bei Neulingen). Als Oberflächendetail wurde nur eine wellenförmige Struktur wahgenommen. Das könnte auf die zerknitterten Mylar-Folien schließen lassen, mit der die Mondfähre isoliert wurde:

Apollo 11-Aufstiegsstufe (Triebwerk und Folie unten)

Viel deutlicher war hier jedoch der Eindruck, dass es unter dem Objekt irgendwie „windig“ und „heiß“ war. Es stellte sich schnell heraus, dass dieser „heiße Wind“ vom Objekt selbst verursacht wurde, woraufhin auch der Eindruck einer einzelnen, großen Düse folgte. Die Viewerin berichtete, dass ihre Hand womöglich zerfetzt werden würde, wenn sie diese in den Düsenstrahl hielte. Die Bewegungsrichtung des Objektes wurde nun auch nach vorne (also auf den Betrachter zu) wahrgenommen. Das AI zum Objekt lautete „hochtechnisch“ und „super interessant“.

Schließlich untersuchten wir noch einige konzeptionelle Zusammenhänge zum Objekt, und was es dort in der Umgebung tun würde. Dazu nahmen wir den Begriff „erforschen“, der sich zuvor bereits stark aufgedrängt hatte. Wir stellten die Frage „Was wird erforscht?“, woraufhin Eindrücke wie „Orte feststellen“, „Aufklärung“, „Leute suchen“, „Strukturen auf dem Boden“ und interessanterweise auch „militärische Ziele“ kamen.

Der Eindruck „Orte feststellen“ interessierte uns an der Stelle genauer, weshalb wir die Frage „Zu welchem Zweck?“ stellten. Daraus folgte „Personen finden“, „verstecken sich“ und „sind nicht sichtbar“. Das AUL/s „Wie Drohne“ kam zwischendurch auch auf, weshalb sich hier bereits gewisse, militärische AULs reingemischt haben könnten. Die Session war an dem Punkt auch schon weit ausgedehnt. „Personen finden“ und „verstecken sich“ könnte man jedoch als die Aufgabe deuten, vom Kommandomodul aus die rückkehrende Aufstiegsstufe der Mondfähre zu orten.

Am Ende fragten wir noch die „Beziehung zwischen Objekt und Landschaft“ ab. Dort kam zuerst „keine Berührung“ (weil das Objekt fliegt), „will es auch nicht“ (könnte ja auch nicht mehr sanft landen ohne Landestufe), „war da schonmal“ (auch klar) und „kennt die Landschaft“. Auf die Frage hin, was es dort unten gemacht hat, kam „entladen“, „Menschen transportieren“, und „sind schnell weggelaufen, weil sie eine Aufgabe hatten“ (Mondspaziergang der Astronauten?).

Was war deren Aufgabe da unten? Hier kam „sie mussten was finden“, „Gegenstände suchen“, „metallisch, länglich, rohrartig“, „wie in einer Kiste“, „Wertvolles bergen“ und „Gelände abstecken“. Das könnte man auf den Mondspaziergang mit dem Aufstellen von Instrumenten und der amerikanischen Flagge beziehen, was ja zugleich eine Art Absteckung ist. Die Daten waren an diesem Punkt jedoch mehrdeutig. Das End-AI für die Session lautete „sehr spannend“ und „abenteuerlich“.

Fazit: Diese Session ist ein anschauliches Beispiel für zwei Faktoren: Die Viewern konnte bereits gut die zwei Hauptelemente des Zielgebietes (Landschaft und Mondfähre) isoliert wahrnehmen und kombinieren. Die Eindrücke der Mondlandschaft waren von den Farben, Oberflächen und der unwirtlichen Lebensfeindlichkeit her eindeutig. Auch die grundlegenden Eindrücke und Funktionen der Mondfähre passten. Die neutrale Zusammenfassung vor der Auflösung des Targets lautete sinngemäß: „Metallisches Objekt mit Düse als Triebwerk fliegt langsam über eine unwirtliche, grau-wüstenartige und kalte Landschaft“.

Apollo 11-Aufstiegsstufe (Vergleich)

Im späteren Teil der Session begannen sich dann offesichtlich AUL-Zusammenhänge einzuschleichen, die vor allem mit militärischen Aspekten zu tun hatten (a’la Düsenflugzeug in der Wüste mit Luftraumüberwachung, Landung und Absetzung von Personen). Hier zeigt sich auch, dass man mit einer Basiskurs-Ausbildung zwar schon die wesentlichen Aspekte und Zusammenhänge des Zielgebietes gut in einer Einzelsession erfassen kann, das AUL-Management jedoch ein Prozess ist, der durch vielfach wiederholte Praxis über Wochen und Monate reifen muss.

Das ist unsere durchschnittliche Erfahrung mit neuen Seminarteilnehmern, die natürlich je nach Lerntyp und persönlicher Trainingsintensität leicht variieren kann. Aus diesem Grund bieten wir unseren Seminar-Absolventen die Möglichkeit des freien Online-Trainings mit anderen Remote Viewern in unserer RV-Praxisgruppe auf Skype an. Egal ob es Absolventen des Basiskurses, oder schon des Fortgeschrittenen– bzw. Projektleiterkurses sind. Projekttreffen vor Ort in unseren Seminarräumlichkeiten sind auch möglich, wenn es für die Absolventen geografisch günstig ist.

Abschließend sei angemerkt, dass diese Session wieder mal ein Indiz liefert, dass die Apollo-Missionen echt waren, und nicht in irgendeinem geheimen Filmstudio mit der Effekt-Technik der 1960’er Jahre inszeniert wurden (Stichwort „Moonhoax“). Das zeigten inzwischen dutzende Sessions auf verschiedenste Situationen der Apollo-Missionen. Und zwar nicht nur aus unserem Umfeld, sondern auch in der internationalen Remote Viewer-Szene.

Der Santilli-Film

Der berühmte Santilli-Film zeigt eine angebliche Alien-Autopsie, die 1947 stattgefunden haben soll. Öffentlich aufgetaucht ist er im Jahre 1995. Etwa zehn Jahre später gab man jedoch zu, dass der Film eine Fälschung sei, welche in London gedreht worden ist. Bis dahin war er bereits einer der umstrittensten Filme in der UFO-Szene. Die Fälscher geben an, eine aufwendige Puppe mit den Innereien verschiedener Tiere gefüllt zu haben, welche dann bei der scheinbaren Autopsie entnommen wurden.

Auch vorher wurden schon viele Zweifel über die Authentizität des Films laut, da die Kameraarbeit für ein so wichtiges Dokument sehr amateurhaft wirkte (z.B. der verdächtig fehlende Fokus bei Nahaufnahmen, wenn man Details erkennen könnte). Zudem wirkte das Vorgehen während der Obduktion auf echte Gerichtsmediziner unsachgemäß. Einige Leute verteidigen den Film jedoch immer noch als authentisch und vertreten die Meinung, dass das Eingeständis der Fälschung nur der Desinformation diente. Befeuert wurde das noch durch die spätere Behauptung Santillis, dass der Film zwar gefälscht sei, er jedoch echtes Material einer Alien-Autopsie gesehen, und es darauf basierend nachgedreht hätte. Das angeblich echte Material war dabei in sehr schlechtem Zustand.

Vor kurzem wurde die Sache erneut befeuert, nachdem ein Memo auftauchte, welches aus dem Nachlass von Apollo 14-Astronaut Edgar Mitchell (Mitbegründer des Institute of Noetic Sciences) stammen soll. Darin sagte der CIA-Wissenschaftlicher Kit Green (welcher ebenfalls schon sehr früh im Remote Viewing-Programm involviert war), dass ihm im Jahre 1987 Bilder einer echten Alien-Leiche gezeigt wurden, die mit dem Wesen aus dem Santilli-Film (welcher 1995 gefälscht worden sein soll) identisch gewesen wären. Wurde Kit Green Teil einer Desinfo-Kampagne, oder hat er etwas authentisches gesehen, was dann durch einen gefälschten Film in der Öffentlichkeit relativiert werden sollte?

Haben wir es hier also eventuell mit einem komplexen Gemisch aus Hoaxes, Nebelkerzen und realen Aspekten zu tun? Soweit sind wir noch nicht. Jedoch ergab sich vor ein paar Wochen ganz beiläufig eine Session, in welcher der Santilli-Film als Target genommen wurde. Die Ergebnisse waren so eindeutig, dass sie zumindest den Santilli-Film als Fälschung bestätigen. Jedoch schien das am Ende nicht alles gewesen zu sein. Widmen wir uns aber erstmal dieser Session…

Kategorie: UFOs und Aliens
Protokoll: CRV (gemonitort)
Koordinaten: 625778 951326 485963
Anzahl der Viewer: 1 (Benny Pamp)
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 07.07.2019
Uhrzeit: 16.33h – 17.51h
Dauer: 78 Minuten
Seiten: 7

Hierzu sei noch angemerkt, dass das Target spontan von einem Seminar-Trainee vorgeschlagen wurde, welches dann einer der Ausbilder viewen sollte. Der Tasker wusste bis dato noch nichts von den neuesten Entwicklungen im Santilli-Fall. Es ging vor allem darum, dem Trainee ein ordnungsgemäßes Tasking und Monitoring zu demonstrieren. Das Ergebnis der Session war also auch für den Tasker völlig offen. Folgende Szene wurde als Target gewählt, wobei der „Leichnahm“ nochmal extra markiert und für den Viewer mit „X“ kodiert wurde:

Santilli-Film (Target)
(Bildquelle: „Alien Autopsy“-Film © Spyros Melaris 1995)

 
Die ersten Eindrücke waren unauffällig, schienen aber sensorisch zu der geviewten Szenerie zu passen. Interessant wurde es jedoch bereits beim AI am Ende der Stufe 2, wo der Viewer das Target als „ekelig, wie künstlich drapiert“ empfand. Dies steigerte sich noch in Stufe 3, in welcher der Viewer sofort einen Hauptaspekt (X) beschrieb, der ihn an ein umhülltes Drahtgebilde, gefüllt mit ekeligen Dingen erinnerte. Er verglich das ganze Objekt mit einer zusammengeschnürrten Kohlroulade.

Santilli-Film (Stufe 3)

Die AI-Äußerungen „künstlich“, „attrappenartig“, „gestellt“, „soll wirken, wie es nicht ist“ und „it’s fake“ zeigten, in welche Richtung es geht. Dass so eindeutige Eindrücke bereits in Stufe 3 vorkommen, ist eher selten. Deshalb wollten wir das Target natürlich noch in den höheren Stufen untersuchen.

Neben dem gefragten Objekt [X] kamen ab Stufe 4 auch Eindrücke der Räumlichkeiten, die „steril“, „gekünzelt“, „leer“, „noch nicht fertig“ und vor allem „offen, sollte aber nicht“ wirkten. Vor allem letzteres hing damit zusammen, dass der Viewer die Räumlichkeiten wie eine Art aufgebauter Kasten empfand, der nur eine einzelne solide Wand besaß und nach hinten hin weit offen war. Die restlichen Bestandteile wirkten dünn und aufgestellt. Interessanterweise gibt es im Santilli-Film eine Seite des Raumes, die man nie mit der Kamera zu sehen bekommt (quasi hinter dem Kameramann).

Ob dies die „offene“ Seite war, die der Viewer beschrieb? Als er gefragt wurde, was dort ist, konnte er nur grelle Lichter wahrnehmen (Scheinwerfer?), die den kleinen, kastenartigen Raum fast schon zu hell überstrahlten. Das Ganze machte also stark den Eindruck einer Filmkulisse mit viel zu heller Beleuchtung. Vielleicht wirkt der Santilli-Film auch deshalb so überbelichtet? Auch der im Film sehr eng aussende Bereich hinter der Glasscheibe wirkt seltsam, so als hätte man nicht genügend Platz für eine größere Kulisse gehabt.

Später fragten wir noch nach dem Zweck der Räumlichkeiten: „Leiden“, „Spass“, „Freude, dass man da nicht rankommt“. Bei „leiden“ kam es dem Viewer so vor, als würde man dort in klebriger Kleidung feucht werden. Vielleicht schwitzten die Schauspieler durch das Scheinwerferlicht in ihren selbstgebastelten Schutzanzügen? Jedenfalls passten die Eindrücke nicht unbedingt auf eine echte Laborsituation.

In Stufe 6 wollten wir uns aber hauptsächlich nochmal den „Alien-Leichnahm“ genauer anschauen. Dazu gab es eine Bewegungsanweisung auf [X]. Folgende Seite zeigt die Essenz daraus, welche zusätzlich noch einige Aspekte der Umgebung beinhaltete:

Santilli-Film (Stufe 6)

Das Objekt [X] an sich empfand der Viewer weiterhin als zusammengeschnürrtes und aufgefülltes Etwas. Während die Wahrnehmung in Stufe 3 eher durchscheinend war (wie ein Röntgenblick), erinnerte ihn das Objekt jetzt von außen an ein Michelin-Männchen. Einige interessante Nebenaspekte waren „etwas aufnehmen“, „skurril“, „fremdartig“ und lustigerweise auch „essen“. In einer Dokumentation über den Hoax gaben die Macher an, auch Lammkeulen und ähnliches vom Metzger in der Puppe deponiert zu haben. Vielleicht wurde einiges davon später noch verspeist. Schließlich führte diese genauere Untersuchung von [X] zu der Aussage „Gummipuppe“ und „es soll anders wirken, als es ist“. Damit war der Hoax eigentlich klar.

Eine assoziative Fazit-Skizze des Viewers zur Situation im Target:

Santilli-Film (Fazit)

Am Ende tauchte jedoch noch ein unerwarteter Beifang auf: Auf einer groben Timeline versuchten wir den Ursprung des Films zu lokalisieren (um dem Trainee das Timeline-Werkzeug zu demonstrieren). Seltsamerweise tauchte nicht nur ein einzelner Ursprungspunkt auf (Ende des 20. Jahrhunderts, also vermutlich die 1995’er-Fälschung), sondern auch ein weitaus früherer Punkt (vor 1950). Der frühere Punkt war jedoch schwer festzulegen und kaum zu beschreiben, so als würde er irgendwie „überstrahlt“. Vielleicht ein Hinweis darauf, dass es doch eine reale Grundlage für den Film gab, die sich viele Jahrzehnte vorher abgespielt hat? Es wirkte jedenfalls so, als hätte der Santilli-Film nicht nur einen reinen Spaß-Charakter gehabt, sondern wäre zumindest auch instrumentalisiert worden, um als Nebelkerze zur Ablenkung von einem anderen, früheres Ereignis zu dienen. Könnte damit der ominöse Ursprungsfilm gemeint sein, welcher als Inspiration für die Fälschung gedient haben soll? Das wäre jedoch ein Thema für ein anderes Projekt.
 
Fazit: Selten wurde etwas in einer Session so schnell und eindeutig als Fälschung beschrieben (siehe auch Der Gartenzwerg). Das Ganze erinnerte den Viewer an ein Flickwerk a’la Dr. Frankenstein bzw. an einen makaberen Scherz, nicht jedoch an den Leichnahm eines echten, vollständigen Lebewesens. Die gekünzelte Art der Räumlichkeiten und die Handlungsaspekte der Personen vor Ort unterstützen diese Schlussfolgerung. Als spannender Aspekt blieb jedoch noch der Beifang, dass hinter diesem Hoax vielleicht noch mehr steckt, als man oberflächlich zu sehen vermag. Das kürzlich geleakte Memo würde diese Annahme stützen, falls es authentisch ist. Mal sehen, was sich bei dem Thema in Zukunft noch entwickeln wird…

Leonardo DaVinci und die Mona Lisa

Seit Jahrhunderten fragt man sich, was es mit dem berühmten Mona Lisa-Portrait von Leonardo DaVinci auf sich hat. Inzwischen gibt es Spekulationen bzw. Indizien, dass die abgebildete Frau garnicht existiert hat, sondern ein ursprüngliches Portrait, welches eine reale Person zeigte, einfach übermalt wurde. Manche vermuten, dass DaVinci teilweise Aspekte seines eigenen Gesichtes mit dem Originalbild vermischt hat, woraus die heutige Mona Lisa entstand.

Wir hatten im Rahmen der Remote Viewing-Ausbildung eine Session auf das Mona Lisa-Gemälde, bzw. die Situation, als es fertiggestellt wurde. Der Viewer war ein Trainee, welcher in dieser Session seine erste Personenwahrnehmung in Stufe 6 gemacht hat. Die Target-Formulierung lautete:

„Beschreibe Leonardo DaVinci zum Zeitpunkt der endgültigen Fertigstellung seines Gemäldes ‚Mona Lisa‘!“

Schon in Stufe 3 dominierte ein Objekt, welches lang und hart, oben aber spitz und weich war. Der harte Teil wirkte dabei gelblich, während der weiche, spitze Teil schwarz war. Es erinnerte den Monitor schnell an einen Pinsel. Daneben gab es noch weitere Objekte, die jedoch nicht so target-relevant erschienen, wie das pinselartige Objekt.

DaVinci und Mona Lisa - Stufe 3

Richtig interessant wurde es jedoch in der Stufe 6, in der wir eine Personenwahrnehmung auf Leonardo DaVinci (kodiert als „P1“) ansetzten. Der Viewer nahm eine männliche Person wahr, die groß und schlank wirkte, und lange braune Haare hatte. Interessanterweise waren die Haare zu einem Zopf zusammengebunden, was hinterher noch Sinn ergab. Als wir uns die Tätigkeit von DaVinci im Target anschauten, tauchte sogleich wieder das pinselartige Objekt aus Stufe 3 auf, welches er in der linken Hand hielt. Er wirbelte damit herum, so als würde er damit auf eine Leinwand spritzen, um sie zu bemalen. Bei dieser spritzigen Methode machen die zum Zopf gebundenen Haare durchaus Sinn, um eine bunt durchtränkte Frisur zu vermeiden.

Danach machten wir eine Charakterwahrnehmung von DaVinci. Die wesentlichen Eindrücke dabei im Moment des Targets waren „lustig“, „entspannt“ und „wütend“. Im weiteren Sinne „ausgeglichen“, „ruhig“ und „zurückhaltend“. Hier die allgemeine Personenwahrnehmung, welche uns auch zum Gebrauch des Pinsels auf einem Kunstwerk führte:

DaVinci und Mona Lisa - Personenwahrnehmung

Der Viewer nahm bei dem Kunstwerk sogleich ein Gesicht wahr, und musste an das Gemälde „Der Schrei“ denken. Allerdings merkte er dann, dass das Gesicht auf dem Bild lächelt. Schließlich schauten wir noch, was DaVinci mochte bzw. nicht mochte: Er mochte „Perfektion“, „Freude“, „andere überraschen“, „Wertschätzung“ und „Lob / Anerkennung“. Was er nicht mochte war „Chaos“, „Unruhe“, „Stress“, „Wut“ und „Lügen“. Schließlich führten wir noch eine Bewegungsanweisung auf die Gesamtsituation mit der Person und dem Gemälde durch:

DaVinci und Mona Lisa - Gemälde-Situation

Der Viewer arbeitete hier die wahrgenommene Haltung von DaVinci mit Pinsel und weiteren Maler-Accessoires ein. Der Fleck mit den Strahlen symbolisiert die Stelle auf der Leinwand, auf die mit dem Pinsel Farbspritzer aufgetragen wurden. Etwas unklar war das Format des Bildes, und ob es an der Wand hing, oder auf einer Staffelei stand. Der Viewer tendierte aber mehr zur Staffelei. Interessant war auch die Umgebung, die kellerartig wirkte, und deren Wände aus großen, rauen Steinen gebaut waren. Die Situation wirkte auf den Viewer komisch und lustig.

Es gab noch eine weitere Session von einem anderen Viewer, bei der es jedoch um das Mona Lisa-Gemälde an sich ging:

Mona Lisa - Target

Hierbei nahm der Viewer vor allem die verschiedenen Farbschichten und Strukturen des Gemäldes wahr. In den späteren Stufen kam eine Art altmodischer Farbtopf zum Vorschein, aus dem die Farben des Gemäldes stammten. Zudem kamen auch tiefergehende, emotionale und inhaltliche Aspekte, die transportiert werden sollten. Darunter „Liebe / Melancholie“, „Projektion“ und „Gefühl / Idee ausdrücken“.

Mona Lisa - Farbtopf

Interessant wurde es dann jedoch auf der letzten Seite, wo wir die tiefergehenden Eigenschaften des Gemäldes untersuchten. Der Viewer empfand es als sowas wie ein Familienbild, welches hässlich ist und nicht das repräsentiert, was es ausdrücken soll. Weiterhin empfand er es als eine Art Scherz, den nur der Ersteller verstehen kann. Das Gemälde wirkt dabei wie eine Collage oder eine Formel aus einzelnen Aspekten, die etwas erzählen. Sie sollen dabei verschiedene Emotionen beim Betrachter auslösen, die DaVinci in das Gemälde eingearbeitet hat.

Mona Lisa - Collage

Hier hatten wir also einen weiteren Hinweis, dass es sich nicht einfach um das Portrait einer realen Person handelt, sondern ganz gezielt Aspekte eingearbeitet wurden, die beim Betrachter bestimmte Emotionen auslösen sollen. Das würde wiederum zu der Annahme passen, dass es sich bei dem endgültigen Portrait der Mona Lisa um eine Modifikation handelt.

Fazit: Ob es noch tiefergehende Geheimnisse und Verschlüsselungen im Mona Lisa-Gemälde gibt? Dazu dürften zwei oberflächliche Sessions nicht ausgereichet haben. Aber es zeigt gut, wieviel man schon durch eine einfache Personenwahrnehmung (mit Beifängen) und einer Übersichtssession auf das Gemälde herausfinden kann.

Meteor von Tscheljabinsk

In diesem Artikel möchte ich eine Session auf das als „Meteor von Tscheljabinsk“ bekannte Ereignis vorstellen, welches im Vorfeld der CROPfm-Sendung „Wahrnehmung, Interpretation und Glaube“ vom Moderator Tarek Al-Ubaidi als Target vorgeschlagen wurde.


Die Intention dahinter war, zwei Aspekte zu ergründen:

1. War es nur ein normaler, verglühender Meteorit, oder etwas anderes?
2. Hatte das Ereignis etwas mit dem am selben Tag nahe an der Erde vorbeifliegenden Asteroiden „2012 DA14“ zu tun?

Videoaufnahmen des Ereignisses (Achtung, stellenweise laut!):


 
Und nun natürlich zur Session selbst…

Kategorie: Ereignisse / Astronomie

Protokoll: CRV (mit Monitor)
Koordinaten: 0098 4805 2379 5147
Anzahl der Viewer: 1 (Benny Pamp)
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 19.04.2013
Uhrzeit: 09.09h – 10.00h
Dauer: 51 Minuten
Seiten: 10
 
Die Targetformulierung lautete folgendermaßen:

RV - Meteor von Tscheljabinsk - Target

Zusätzlich wurde eine [x]-Kodierung für den späteren Abgleich des Ereignisses zum Asteroiden „2012 DA14“ eingebaut.
 
Erste, interessante AI’s (eigene Empfindungen zum Target) in Stufe 1 waren „frei beweglich“, „wirkt ein bisschen gestresst“ und das hier leicht zynisch zu verstehende AUL/S (Vergleich – wie ist es?) „Wie Somalia“ (im Sinne von der Stimmung eines Krisengebiets). Auch wurde bereits viel Bewegung und Materialveränderung im Target wahrgenommen.
 
In Stufe 2 gab es, neben passenden Farbeindrücken (bezüglich der Videos), vor allem Oberflächeneindrücke wie „sandig“, „mehlig“, „hauchig“, und „abgerundet“ hervorzuheben. Aber auch die Geräusche „knattern“, „brummen“ und „ziehendes Zischen“ passen auf die zu sehenden Vorgänge. Die AI’s des Viewers lauteten „Ich bin wie Tourist“ und „verunsichert“.
 
Visuell interessant wurde es bereits in Stufe 3:

RV - Meteor von Tscheljabinsk - S3

Der Viewer zeichnete hier scheinbar eine Flugbahn über gebäudeartigen Strukturen, Verkehr und bereits starke EI-Quellen (Fremdemotionen im Target) in der Nähe, die in ihrer Essenz als „aufgeregt“ beschrieben wurden. Am interessantesten fand er jedoch eine bewegte, gelb leuchtende, sich ausdehnende Komponente oberhalb des Gebietes, die er sogleich als target-relevant mit einem handelsüblichen [x] markierte (hat aber nichts mit dem im Vorraus kodierten [x] in der Targetformulierung zu tun!). Als AI’s zu dieser Stufe 3 kamen „stressig“, „viel Bewegung“ und „Nischen zum zurückziehen“.

Da der Viewer so gut on target zu sein schien, ließ ich ihn direkt in einer Bewegungsübung den von ihm markierten [x]-Aspekt genauer untersuchen:

RV - Meteor von Tscheljabinsk - S3 [x]

Im Wesentlichen beschrieb er hier ein kugelförmiges Objekt, welches auseinandergedrückt und dadurch allmählich verflüssigt wurde. Die Oberflächeneindrücke waren „hart“, „wie verkohlt“ und „knusprig“. Im Inneren wurde es durch die aufbrechenden Spalten an der Oberfläche flüssiger bzw. „sämig“. Als AI hatte der Viewer das Verlangen, die Kugel zusammenzudrücken, da sie sonst „schwammig“ und „konsistenzfrei“ würde. Zudem empfand er es noch als „normaler Vorgang“, welcher aber zugleich eine „enorme Kraft“ beinhaltete.

Danach ließ ich den Vorgang in einer Art Comic-Form zeichnen, um die einzelnen Abläufe noch deutlicher zu kriegen:

RV - Meteor von Tscheljabinsk - S3 (Comic)

Der Viewer bezog sich hier zuerst auf das, was mit dem Material an sich passiert (1-5), dann auf ein gesamtes Vorher / Nachher-Bild des Objektes. Interessant ist, dass in Bild 4 sogar eine Art Verglasungseffekt („glatt-glasig“, „wie Bernstein“) an der Oberfläche wahrgenommen wurde. Die Schlussfolgerung zu dem Vorgang war „Kontrast verschwindet zwischen hart und weich – am Ende nur noch wässrig-lehmiger Klumpatsch“. Sein AI „fänd ich doof“ drückt eine tiefe Sympathie mit dem Schicksal des zerfallenden Klumpens aus. 😀

RV - Meteor von Tscheljabinsk - S3 (Vorher - Nachher)
 
Nach diesem ergiebigen Marathon aus Bewegungsübungen und Comic-Zeichnerei, widmeten wir uns endlich der Stufe 4. Da es bereits so emotional zuging, widmen wir uns gleich der AI-Spalte: „Gestresst“, „umbruchhaft“ und das AUL/S „Hat was von Zustand in Kriegsgebiet – Umbruch – nicht alltäglich für Westliche“. Ich denke, das umschreibt die Atmosphäre des Ereignisses ziemlch gut. Als kollektive EI’s kamen „Aufregung“, „sich mockieren“ und „Ratlosigkeit“. Die „Aufregung“ ließ ich für eine weitere Untersuchung in Stufe 6 markieren. Als IT’s (immaterielle Aspekte – was macht es?) kamen Eindrücke wie „umwälzen“, „drücken“ und „Gleichgewicht halten, bis es keinen Kontrast mehr hat“. Letzteres bezieht sich wohl auf die physikalischen Vorgänge aus dem detaillierten Stufe 3-„Comic“.
 
Jetzt begaben wir uns in die Stufe 6, wo wir zuerst das markierte EI „Aufregung“ untersuchten. Ich fragte nach der Ursache der Aufregung, welche sich daraufhin als „Fremdbestimmung“, „nicht einverstanden“, „aufbegehren“, und „rebellieren wollen, aber nicht können“ entfaltete. Weiterführend fragte ich „Warum kann man dagegen nicht aufbegehren?“. Dort kam dann „fehlendes Wissen“ und „man will mitbestimmen, aber ‚es‘ ignoriert sie“. Das kann man durchaus als emotionalen Kontext von Naturkatastrophen interpretieren, bei denen es auch keine „Verhandlungsbasis“ gibt. Interessant ist hier der starke Eindrück des kollektiven Aufbegehrens gegen das Ereignis. Ist das die sibirische Mentalität gegenüber kosmischen Kataklysmen? Wenn ja, gefällt’s mir, denn Zorn ist schließlich besser als Verzweiflung. 😀
 
Als abschließende Stufe 6-Aufgabe stand noch an, die ursprüngliche Zusatz-Kodierung aus der Targetformulierung abzufragen. Hatte dieses Ereignis etwas mit dem Asteroiden 2012 DA14 zu tun, oder war es nur Zufall? Die Bemaßungslinie mit der Frage „Hat Target mit [x] zu tun?“ tendierte zu „nein“ Das würde zumindest zu den offiziellen Verlautbarungen passen, dass die Bahndaten beider Objekte eine Verbindung mit dem Ereignis in Russland ausgeschlossen hätten.

RV - Meteor von Tscheljabinsk - S6 (Entscheidungstool)
 
Ganz zum Schluss, sozusagen als Zusammenfassung, ließ ich noch die „Konsequenz von Ereignis am Target“ abfragen. Der Viewer fasste es dann folgendermaßen zusammen:

– Es wird schwammig
– Die Konsistenz geht weg
– Es wird ganz locker
– Plötzlich zieht es sich zusammen
– Es zieht den Rest leicht an
– Puff! Fliegt in alle Richtungen auseinander
– Nur noch Luft, aber keine Materie
– Vieles wird von einer „Welle“ weggetragen
– Welle ist mehrfach, flattert regelrecht
– Extrem hoch und intervallisch
– Langsam, wirkt nicht schädlich (für Menschen)
– Löst Materie durch Wellen auf, wie auseinanderziehen
– Durch schütteln / pulverisieren durch Vibrieren
– AUL/S: Wie Schalldruck

Der Viewer umschrieb es wie Materie, die wie durch einen starken Lautsprecher vibriert und zerwirbelt wird. Offenbar hat er hier die Druckwelle beschrieben, welche u.a. viele Fensterscheiben bersten ließ, und auch Menschen durch die dadurch entstehende Splitterwirkung (indirekt) verletzte. Als End-AI’s für die gesamte Session kam „passiert regelmäßig“ und „nichts Besonderes“.
 
Fazit: Den Daten nach kann man mit großer Gewissheit sagen, das es sich hierbei tatsächlich um einen normalen (wenn auch verhältnismäßig mächtigen) Meteoriten-Niedergang handelte. Spektakuläre Aufmerksamkeit erregte er nur aufgrund seiner Nähe zu besiedelten Gegenden, bei denen eben auch Menschen und Strukturen durch die Druckwelle zu Schaden kamen, als der Meteorit auseinanderbarst. Mit dem zufällig am selben Tag in Erdnähe vorbeigeflogenen Asteroiden „2012 DA14“ schien es ebenfalls keinen direkten Zusammenhang zu geben.

In den letzten Jahren ist in der Grenzwissen-Szene ein regelrechter Hype mit Tendenz zur Überinterpretation für solche kosmischen Ereignisse zu beobachten. Aber manchmal ist ein Meteorit eben nur ein Meteorit, auch wenn er seine (Um)Laufbahn mit Ach und Krach vor tausenden Augenzeugen beendet. 😉

British / American Flag English version of this article British / American Flag

Bernhard Reicher im Hoia Baciu-Wald

Kategorie: Orte / Ereignisse
Anzahl der Viewer: 2
Anzahl der Sessions: 2

Dieses Mal möchte ich eine interessante Session meines RV-Schülers Bernhard, und eine weitere Session auf das selbe Target von einem meiner Mit-Viewer vorstellen. Nachdem Bernhard mit mir mehrmals Sessions bis zur Stufe 3 geübt hatte, war es nun an der Zeit, die erste Stufe 4 zu durchzuführen. Statt eines normalen Übungstargets gab es für diese Gelegenheit eine Aufgabe mit gewissem Mystery-Touch. Allerdings handelte es sich dennoch um ein verifizierbares Target, da Bernhard dort selber physisch präsent war.

Es ging um eine nächtliche Szene aus dem Hoia Baciu-Wald in Rumänien. Dieser Wald ist für seltsame Vorkommnisse und Phänomene derart berüchtigt, das sich nachts fast niemand aus der lokalen Bevölkerung dort hineintraut. Die geviewte Szene könnt ihr in ATV Die Reportage – Vampirjäger (Teil 2) sehen, und zwar ab Minute 36:20. Aber die gesamte Doku anzuschauen, lohnt sich ebenfalls. 😉

Ein Screenshot der besagten Szene diente als Target für die beiden Sessions:

RV - Hoia Baciu-Wald - Target

Screenshot der ATV-Reportage „Vampirjäger, Teil 2“, Erstausstrahlung am 7.11.2011, © ATV

 

Viewer #1 (Bernhard Reicher) (bis Stufe 4):

Protokoll: CRV (mit Monitor via Skype)
Datum: 23.01.2013
Uhrzeit: 12:29h bis 13:24h
Dauer: 55 Minuten
Seiten: 6

In Bernhards Session tauchten schon in Stufe 1 Eindrücke einer grasigen Oberfläche und einer entspannenden Stimmung auf (letztere natürlich subjektiv, da es seine AIs waren).

Die Stufe 2 bekräftige die sensorischen Eindrücke nun noch weiter, was sich z.B. bei den Oberflächen mit „gras- oder ährenartig“ und „angenehm rauh“ äußerte. Die Geschmäcker wurden als „erdig-herb“ empfunden. Das führte dann auch zu AULs wie „Ernte“ oder „Bauer auf Feld“, welche natürlich rausgeschrieben wurden.

In der Stufe 3 wurden die ersten Eindrücke zeichnerisch zugeordnet, und mit den sensorischen Daten aus Stufe 2 verbunden:

RV - Hoia Baciu-Wald - Session 1 - S3

Markant war hier, neben der als „grasig“ empfundenen Gesamtfläche, auch eine Erhöhung, die sich mittendrin befand. Die Eigenschaften eines natürlichen Ortes im Außen waren hier schon deutlich. Bernhards AIs zum Target zeigten sich nun als „mir gefällt das Perspektivische“, „beruhigend“ und „vermisse jetzt das Spielerische“ (ein Aspekt, der in Stufe 1 noch präsent war).

Nun war es erstmals an der Zeit für Bernhard, eine Stufe 4 durchzuführen. Ich erklärte und diktierte den formalen Aufbau, und schon starteten wir mit den zusammenfassenden Aspekten der sensorischen und dimensionalen Eindrücke. Wesentlich waren hier wieder „erdig-herb“, und die dimensionalen Eindrücke „perspektivisch“ und „Ding im Vordergrund“. In der AI-Spalte („Wie findest du es, wenn du dich im Target umschaust?“) kam „schön“, „beruhigend“ und „friedlich“. Die EIs im Target waren gering, aber laut Bernhard stimmig (gehörten aber zu einer anderen Person vor Ort, daher hier nicht targetrelevant). In der T spalte wurden als anfassbare Hauptaspekte „graues Objekt im Vordergrund“ und „Gras / Ährenartig“ geschrieben. Die ITs äußerten sich als „nähren“ (die Wiese?), „macht friedlich“ und „Ding im Vordergrund stört den Frieden“. Das Fazit-AI für Stufe 4 lautete „ehrfurchtsvoll“ und „es löst Frieden in mir aus“.

Nun ließ ich Bernhard noch eine Seite weitergehen, um das Target mit einer Bewegungsübung nochmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Die Bewegungsübung lautete „Das Target sollte aus 100m Höhe sichtbar sein!“. Die darauffolgende Zeichnung zeigte ein abgegrenztes, rundliches Gebiet mit einer welligen Ebene, etwas kreisförmigen in der Mitte und einer äußeren Begrenzung mit hochstehenden, dünnen Strukturen:

RV - Hoia Baciu-Wald - Session 1 - Bewegungsübung

Letztere fühlten sich für Bernhard auch wie eine Art Abgrenzung oder Schutz an. Es tauchte noch ein weiteres Merkmal im Kreis auf, welches er aber aus der Entfernung als unbedeutend empfand. Tatsächlich hatte er damals einen Kamm in diesem Kreis gefunden, der überhaupt nicht zu diesem Ort zu passen schien. Interessant ist das AI „kein Zugang außerhalb des Kreises“, welches bei der Bewegungsübung auftauchte. Interessant ist auch noch die kleinere Kreisstruktur in der Mitte, denn vor Ort gab es seltsame, konzentrische Kreise auf der Lichtung, die offenbar durch Verfärbungen im Gras entstanden. Nach dieser Seite beendeten wir die Session, und Bernhard schloss mit den Fazit-AIs „cool“ und „macht mir richtig Spaß“.

RV - Hoia Baciu-Wald - Konzentrische Kreise

Seltsame, konzentrische Kreise auf der Lichtung.

Fazit: Die gesamte Lichtung wurde in der Session getroffen, offenbar mit Bernhard in der Mitte sitzend (in einer Stufe 6-Session hätte man darauf natürlich noch eine Personenwahrnehmung gemacht). Nach der Bewegungsübung auf 100m Höhe war auch deutlich die Baumgrenze außerhalb der Lichtung erkennbar. Bernhards AIs in der Session passten auch perfekt zu denen, die er hatte, als er damals physisch vor Ort war, und auf der Lichtung saß.

 

Viewer #2 (Benny Pamp) (bis Stufe 6):

Protokoll: CRV (mit Monitor via Skype)
Datum: 31.03.2013
Uhrzeit: 18:47h bis 19:21h
Dauer: 34 Minuten
Seiten: 11

Der zweite Viewer wurde einige Zeit später auf das Target geschickt. Er ist ein erfahrener Stufe 6-Viewer. Gab es Übereinstimmungen zu Bernhards Session, und natürlich auch dem Target?

In Stufe 1 tauchten schon viele Aspekte auf, die der Viewer als „drahtig“ und „nadelig“ empfand. „Nadelig“ ist insofern interessant, als das der umgebende Wald im Targetbereich hauptsächlich aus Nadelbäumen besteht. Die AIs äußerten sich als „bodenständig“ und „abenteuerlustig“.

Stufe 2 zeigte erstmals Eindrücke, die der Viewer als „chaotisch“ zusammenfasste. Interessant waren hier auch Oberflächen wie „hubbelig, nadelig“ und Geschmäcker wie „erdig“. Als AIs kamen „komplex“, „unvollständig“ und „unaufgeräumt“.

In der Stufe 3 tauchten mehrere Strukturen durcheinander auf, die nicht klar identifizierbar waren (womöglich ausgehend von dem Fokus des Viewers auf die chaotischen Eindrücke). Allerdings tauchte als wesentlicher Aspekt das Drahtige am Boden wieder auf, welches vom Viewer das AUL/s „Wie Heu“ erhielt.

RV - Hoia Baciu-Wald - Session 2 - S3

Wir bewegten uns rigoros weiter in die Stufe 4, um die Sessionzeit hinterher für Stufe 6 zu nutzen. Markant in Stufe 4 waren vor allem die AIs „abenteuerlich“ (wie zuvor), „akribisch“ und „irgendwas stimmt mit der Position nicht“. Letzteres ist interessant, weil Bernhard in seiner Session als AI das „Perspektivische“ mochte. Als EIs kam dieses Mal „konzentriert auf Sache“. Das einzige IT in Stufe 4 war „darstellen“, welches vom Viewer so empfunden wurde, als würde jemand dazu aufgefordert, eine Art Klappe zu öffnen. Als Fazit-AI der Stufe 4 kam schließlich „akribisch“, „durchdacht“ und „chaotisch“.

Als nächstes ließ ich dem Viewer genau die selbe Bewegungsübung durchführen, wie damals bei Bernhard an dieser Stelle („Das Target sollte aus 100m Höhe sichtbar sein!“). Das Resultat zeigte sich wie folgt:

RV - Hoia Baciu-Wald - Session 2 - Bewegungsübung

Wie man sieht, ergab sich eine ähnliche Wahrnehmung, wie bei Bernhard, mit einem freien Kreis, der von struppigen, chaotischen Strukturen umgeben war. Auch die Erhöhung in der Mitte wurde wahrgenommen, welche wir uns natürlich in Stufe 6 genauer anschauten, und zwar ebenfalls per Bewegungsübung:

RV - Hoia Baciu-Wald - Session 2 - Personenwahrnehmung

Zuerst ließ ich nach EIs in dieser Struktur fragen, da ich natürlich vermutete, dass es Bernhard im Target war. Dabei kamen „wärme“, „entspannung“, „tief“ und „in sich gekehrt“. Wir machten nun eine Personenwahrnehmung auf diesen Aspekt, und ich ließ erstmal die physischen Eigenschaften dieser Person beschreiben. Es passten alle Eindrücke, bis auf einen Rot-Ton in den Haaren. Allerdings war eine rötliche Färbung seltsamerweise schon seit Stufe 1 im Target präsent. Sie ließ sich bis dato nicht einordnen, aber manchmal „sieht“ ein Viewer auch mehr, als die Augen vor Ort wahrnehmen würden. Auch die sitzende Position der Person konnte vom Viewer sehr akkurat wahrgenommen werden. Schließlich ließ ich ihn noch spaßeshalber das Gesicht zeichnen, da er damit in einigen Sessions schon erstaunliche Treffer erzieht hatte. Gesichter per RV sind jedoch tückisch, weshalb auch manchmal keine Gemeinsamkeiten zu erkennen sind, oder die Gesichter wie eine Karikatur wirken, da man häufig nur die auffälligsten Merkmale herausarbeitet. Entscheidet selbst (es hätte ja auch ein rumänischer Bär sein können) ;).

Danach bat ich meinen Viewer noch um ein Gesamt-Mapping der Location, wie er sie zu dem Zeitpunkt in der Session wahrnahm. Das kann man in Stufe 6 ruhig nochmal machen, weil die „Blende“ des Viewers dort in der Regel viel weiter geöffnet ist, als in Stufe 3 (wie man in Viewerkreisen sagt). Das Resultat wurde isometrisch gezeichnet, und ist ziemlich detailliert:

RV - Hoia Baciu-Wald - Session 2 - Mapping

Dabei tauchten auch noch zwei weitere Aspekte auf: Zum einen ein Pfad, welcher von der Fläche in der Mitte wegführte, und ein entfernterer Aspekt, der wie ein langer, schimmernder Streifen wirkte. Da ich einen fernen Verdacht hatte, ließ ich diesen Aspekt nochmal genauer untersuchen:

RV - Hoia Baciu-Wald - Session 2 - u.i.

Mein Verdacht bezog sich auf ungeklärte Phänomene, die Bernhard erlebt hatte, als er dort auf der Lichtung saß. Zum einen gab es ein Licht, das über den Himmel zog (aber noch vor dem Moment des Targetbildes, leider nicht gefilmt), zum anderen hatte er das Gefühl, kurz ein diffuses Aufleuchten hinter sich wahrzunehmen. Ist eines dieser Phänomene hier im Mapping aufgetaucht? Jedenfalls kamen bei der Detailuntersuchung eher abstrakte Eindrücke heraus, die keine konkreten Schlüsse zulassen. Farblich nahm es der Viewer als silbrig-blau, und von der Dimension her wie eine sich endlos und langsam schlängelnde Form wahr. Auf der Oberfläche der Form nahm er sowas wie Löcher oder Einbuchtungen wahr, und bekam zudem einen Eindruck, als wenn Zucker darauf gestreut wäre (AUL/s). Mehr bekamen wir zu dem Zeitpunkt nicht mehr heraus, weshalb der Viewer sein End-AI und auch ein kleines Fazit schreiben sollte:

RV - Hoia Baciu-Wald - Session 2 - Fazit

Die End-AIs für die Session waren „entspannend“, „nüchtern“ und „überbewertet“. Zur leichteren Lesbarkeit hier eine Abschrift des Fazits (rechtshirniges Schreiben qualifiziert sich selten als Sonntagsschrift :D):

– Es handelt sich um eine Lokation, welche umgeben ist von „Chaos“, bzw. von natürlichen Strukturen.
– Es führt eine Art „Weg“ dorthin.
– Es ist ruhig dort / „Nachtstimmung“


Gesamt-Fazit:
Beide Viewer, sowohl Bernhard mit seiner ersten Stufe 4, als auch der erfahrenere Viewer, waren hier eindeutig on target. Obgleich beide leicht unterschiedliche Schwerpunkte in der Wahrnehmung hatten (was bei verschiedenen Viewern meistens so ist), veranschaulicht es doch eine solide, gegenseitige Verifikation des Targets. Es zeigt auch, wie wichtig es ist, mehrere Sessions auf ein Target zu machen, wenn man die Gelegenheit dazu hat (Zeit und Viewer-Verfügbarkeit ist da natürlich ein Faktor). Aber richtige Projekte sollten generell mehrere Viewer und Sessions beinhalten, um die „Datendichte“ möglichst auszuschöpfen.

Weiterführende Links zum und rund um das Target:

Hoia Baciu-Wald auf Google Maps
ATV Die Reportage – Vampirjäger
(leider nicht mehr verfügbar)
Magische Spurensuche in Rumänien (detaillierter Bericht von Bernhard)
Website von Bernhard
E N J O Y M E N T – Blog