Tag Archiv für Astronomie

Rückkehr von der Mondoberfläche

Hiermit möchte ich eine interessante Session von einer unserer Seminar-Absolventinnen vorstellen, mit der sie erfolgreich den Basiskurs (Stufe 1-5) vollendet hat. Bei dem Target handelte es sich um folgende, bekannte Aufnahme der Apollo 11-Mission:

Apollo 11-Aufstiegsstufe (Target)

Darauf ist vor dem Hintergrund der Mondlandschaft und der fernen Erde, die Aufstiegsstufe der Mondlandefähre „Eagle“ nach dem Rückstart von der Oberfläche zu sehen. Das Foto wurde am 21.07.1969 aus dem Kommandomodul „Columbia“ heraus aufgenommen, an das die Aufstiegsstufe der Mondlandefähre kurze Zeit später andockte.
 
Kategorie: Astronomie / Ereignisse
Protokoll: CRV (gemonitort)
Koordinaten: 931002 374621 887632
Anzahl der Viewer: 1
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 14.10.2019
Uhrzeit: 19.00h – 20.09h
Dauer: 69 Minuten
Seiten: 9
 
Die wesentlichen sensorischen Eindrücke in den frühen Stufen waren „grau“, „schwarz“, „kalt“, „glatt“ und „metallisch“. Bereits in Stufe 3 wurde ein kantiges, sich bewegendes Objekt in einer unwirtlichen Umgebung beschrieben. Im Hintergrund zeigte sich eine grauschwarze Bergkette ein bläulicher Fleck am Himmel. Die Landschaft wurde von der Viewerin „wie Wüste, aber kalt“ beschrieben. Bei dem sich bewegenden Objekt gab es die AUL/s-Anmerkung „wie Triebwerk“, begleitet von dem AUL „Flugzeug“. Das wurde natürlich herausgeschrieben und gestrichen. Die AIs (eigene Emotionen zum Target) der Viewern waren seit Beginn der Session durchweg spannungsbetont.

Apollo 11-Aufstiegsstufe (Stufe 3)

Da die Stufe 3 selbst bei so gut zusammenhängenden Eindrücken nicht überreizt werden sollte (Gefahr von AULs und falscher Vervollständigungen), ging es weiter zu den höheren Stufen. Im konzeptionellen Bereich (ITs) drängte sich nun der Eindruck „erforschen“ sehr stark auf. Zuerst sollte jedoch die bergketten-artige Landschaft unter die Lupe genommen werden. Dabei ergab sich folgendes:

Apollo 11-Aufstiegsstufe (Landschaft)

Die sensorischen Daten waren „felsig“, „wüst“, „kantig“, „große Felsen“, „Berge, aber davor flacher Boden“, „krümelig“ (der Boden), „staubig / Staubwolken“ und „eisig“. Der vordere, flachere Teil der Landschaft erinnerte die Viewern an einen trockenen Salzsee. Dimensional gesehen wirkte die Bergkette weit weg. Die AIs zu der Landschaft waren „abweisend“, „lebensfeindlich“ und „wüst“. Der Viewerin selbst würde es vor Ort „fröstelnd“ ergehen, und irgendwie „wartend“. Wenn man dort ausatmet, wäre der Atemhauch sichtbar (aber wahrscheinlich nur einmal).

Dann war das technisch wirkende, sich bewegende Objekt an der Reihe:

Apollo 11-Aufstiegsstufe (Objekt)

Der Viewerin kam es vor, als würde die Bewegung im Gesamtszenario eher langsam wirken. Sie nahm sensorisch die Eindrücke „glatt“, „hart“, „schwarz“, „roter Streifen“ und „hohl“ wahr. Zudem hatte sie den Eindruck von Düsen, die sie jedoch als AUL skizzierte (also nicht die wahre Form). Als konzeptionelle Aspekte kam „fotografieren“ (AUL „Luftaufnahmen“), bewegen, fliegen und „Details aus der Luft aufnehmen“. Die skizzierte Form des Objektes entspricht nicht wirklich der Mondlandefähre, was wohl daran lag, dass das AUL „Flugzeug“ für das Objekt recht stark dominierte (wegen dem Flugeindruck und Triebwerk). Der „rote Streifen“ könnte eine Teilwahrnehmung der Isolationsfolie gewesen sein.

Schließlich sollte das Objekt und die Landschaft per Bewegungsanweisung in eine zusammenhängende Relation gesetzt werden. Denn bisher war nicht ganz klar, wo sich das Objekt im Verhältnis zur Umgebung befand:

Apollo 11-Aufstiegsstufe (Objekt und Landschaft)

Die Form-Wahrnehmung des Objektes blieb rudimentär, was aber bei der ungewöhnlichen und irregulären Form der Mondlandefähre verständlich ist (vor allem bei Neulingen). Als Oberflächendetail wurde nur eine wellenförmige Struktur wahgenommen. Das könnte auf die zerknitterten Mylar-Folien schließen lassen, mit der die Mondfähre isoliert wurde:

Apollo 11-Aufstiegsstufe (Triebwerk und Folie unten)

Viel deutlicher war hier jedoch der Eindruck, dass es unter dem Objekt irgendwie „windig“ und „heiß“ war. Es stellte sich schnell heraus, dass dieser „heiße Wind“ vom Objekt selbst verursacht wurde, woraufhin auch der Eindruck einer einzelnen, großen Düse folgte. Die Viewerin berichtete, dass ihre Hand womöglich zerfetzt werden würde, wenn sie diese in den Düsenstrahl hielte. Die Bewegungsrichtung des Objektes wurde nun auch nach vorne (also auf den Betrachter zu) wahrgenommen. Das AI zum Objekt lautete „hochtechnisch“ und „super interessant“.

Schließlich untersuchten wir noch einige konzeptionelle Zusammenhänge zum Objekt, und was es dort in der Umgebung tun würde. Dazu nahmen wir den Begriff „erforschen“, der sich zuvor bereits stark aufgedrängt hatte. Wir stellten die Frage „Was wird erforscht?“, woraufhin Eindrücke wie „Orte feststellen“, „Aufklärung“, „Leute suchen“, „Strukturen auf dem Boden“ und interessanterweise auch „militärische Ziele“ kamen.

Der Eindruck „Orte feststellen“ interessierte uns an der Stelle genauer, weshalb wir die Frage „Zu welchem Zweck?“ stellten. Daraus folgte „Personen finden“, „verstecken sich“ und „sind nicht sichtbar“. Das AUL/s „Wie Drohne“ kam zwischendurch auch auf, weshalb sich hier bereits gewisse, militärische AULs reingemischt haben könnten. Die Session war an dem Punkt auch schon weit ausgedehnt. „Personen finden“ und „verstecken sich“ könnte man jedoch als die Aufgabe deuten, vom Kommandomodul aus die rückkehrende Aufstiegsstufe der Mondfähre zu orten.

Am Ende fragten wir noch die „Beziehung zwischen Objekt und Landschaft“ ab. Dort kam zuerst „keine Berührung“ (weil das Objekt fliegt), „will es auch nicht“ (könnte ja auch nicht mehr sanft landen ohne Landestufe), „war da schonmal“ (auch klar) und „kennt die Landschaft“. Auf die Frage hin, was es dort unten gemacht hat, kam „entladen“, „Menschen transportieren“, und „sind schnell weggelaufen, weil sie eine Aufgabe hatten“ (Mondspaziergang der Astronauten?).

Was war deren Aufgabe da unten? Hier kam „sie mussten was finden“, „Gegenstände suchen“, „metallisch, länglich, rohrartig“, „wie in einer Kiste“, „Wertvolles bergen“ und „Gelände abstecken“. Das könnte man auf den Mondspaziergang mit dem Aufstellen von Instrumenten und der amerikanischen Flagge beziehen, was ja zugleich eine Art Absteckung ist. Die Daten waren an diesem Punkt jedoch mehrdeutig. Das End-AI für die Session lautete „sehr spannend“ und „abenteuerlich“.

Fazit: Diese Session ist ein anschauliches Beispiel für zwei Faktoren: Die Viewern konnte bereits gut die zwei Hauptelemente des Zielgebietes (Landschaft und Mondfähre) isoliert wahrnehmen und kombinieren. Die Eindrücke der Mondlandschaft waren von den Farben, Oberflächen und der unwirtlichen Lebensfeindlichkeit her eindeutig. Auch die grundlegenden Eindrücke und Funktionen der Mondfähre passten. Die neutrale Zusammenfassung vor der Auflösung des Targets lautete sinngemäß: „Metallisches Objekt mit Düse als Triebwerk fliegt langsam über eine unwirtliche, grau-wüstenartige und kalte Landschaft“.

Apollo 11-Aufstiegsstufe (Vergleich)

Im späteren Teil der Session begannen sich dann offesichtlich AUL-Zusammenhänge einzuschleichen, die vor allem mit militärischen Aspekten zu tun hatten (a’la Düsenflugzeug in der Wüste mit Luftraumüberwachung, Landung und Absetzung von Personen). Hier zeigt sich auch, dass man mit einer Basiskurs-Ausbildung zwar schon die wesentlichen Aspekte und Zusammenhänge des Zielgebietes gut in einer Einzelsession erfassen kann, das AUL-Management jedoch ein Prozess ist, der durch vielfach wiederholte Praxis über Wochen und Monate reifen muss.

Das ist unsere durchschnittliche Erfahrung mit neuen Seminarteilnehmern, die natürlich je nach Lerntyp und persönlicher Trainingsintensität leicht variieren kann. Aus diesem Grund bieten wir unseren Seminar-Absolventen die Möglichkeit des freien Online-Trainings mit anderen Remote Viewern in unserer RV-Praxisgruppe auf Skype an. Egal ob es Absolventen des Basiskurses, oder schon des Fortgeschrittenen– bzw. Projektleiterkurses sind. Projekttreffen vor Ort in unseren Seminarräumlichkeiten sind auch möglich, wenn es für die Absolventen geografisch günstig ist.

Abschließend sei angemerkt, dass diese Session wieder mal ein Indiz liefert, dass die Apollo-Missionen echt waren, und nicht in irgendeinem geheimen Filmstudio mit der Effekt-Technik der 1960’er Jahre inszeniert wurden (Stichwort „Moonhoax“). Das zeigten inzwischen dutzende Sessions auf verschiedenste Situationen der Apollo-Missionen. Und zwar nicht nur aus unserem Umfeld, sondern auch in der internationalen Remote Viewer-Szene.

Leben auf dem Mars?

Gibt es Leben auf dem Mars? Oder besser gefragt; gibt es Leben auf dem Mars HEUTE? Denn viele Remote Viewer wissen, entweder durch Joseph McMoneagle, dem Farsight Institute, oder sogar aus eigenen Sessions, dass es dort anscheinend vor Millionen von Jahren eine Zivilisation gegeben hat. Diese ist dann durch die Auswirkungen einer globalen bzw. kosmischen Katastrophe verschwunden, welche den Mars in seinen heutigen, lebensfeindlichen Zustand brachte.

Leben auf dem Mars?

Wie wir heutzutage wissen, verfügt der Mars nur noch über eine sehr dünne Atmosphäre mit einem Druck von ca. 6 Millibar (entspricht 0,6% des Drucks der Erdatmosphäre in Meereshöhe) und einem Sauerstoff-Anteil von ca. 0,14%. Zudem mangelt es dem Planeten an einem Magnetfeld, weshalb kosmische Strahlung quasi ungehindert die Oberfläche erreicht. Ist unter diesen Umständen überhaupt noch irgendeine Art von Leben denkbar? Menschliches sicherlich nicht (ohne technologische Hilfe), jedoch gibt es auf der Erde einige Bakterien und andere extremophile Lebensformen, die in Laborversuchen sogar unter simulierten Mars-Bedingungen überlebten. Bedeutet das jedoch, dass sich vielleicht einfaches, widerstandsfähiges Leben bis heute auf dem Mars halten konnte?

Kürzlich wurde ein Fachartikel veröffentlicht, welcher sich mit Indizien für Lebensformen befasst, die auf Fotos von Marsrovern zu sehen sein könnten. Die Reaktionen darauf waren erwartungsgemäß sehr skeptisch. Unter anderem erregten folgende Aufnahmen von Opportunity dabei Aufmerksamkeit:

Opportunity (Sol 37) Opportunity (Sol 37) Zoom 1 Opportunity (Sol 37) Zoom 2
Quelle: NASA – Opportunity Panoramic Camera on Sol 037 (Courtesy NASA/JPL-Caltech)

Man sieht dort viele Kügelchen auf dem Boden, die als Hämatit gedeutet werden. In der Regel wirken sie auf den Fotos auch wie Steinkügelchen, selbst bei Nahaufnahmen. Jedoch scheinen manche dieser Kügelchen so etwas wie Stiele zu haben, mit denen sie im Boden oder an Steinen verankert sind. Ein geologischer Effekt? Durchaus möglich. Vielleicht so etwas wie Schmelzrückstände oder witterungsbedingte Formen durch einstige Feuchtigkeit.

Es ist momentan definitiv ein kontroverses Thema, denn wie oft sah man schon in der Grenzwissen-Szene, dass irgendwelche Steine auf dem Mars in verpixelten Bildausschnitten als Skelette, Fossilien, Maschinenteile oder Statuen gedeutet werden. Eine optische Täuschung ist in Kombination mit der menschlichen Mustererkennung schnell möglich, vor allem bei Bildausschnitten mit niedriger Auflösung. Eine alternative Herangehensweise bietet dabei Remote Viewing, was wir im vorliegenden Fall ausprobierten. Dazu führten wir drei Sessions durch, in denen primär die auffälligen Kugelstrukturen mit „Stiel“ geviewt werden sollten. An zweiter Stelle wurden noch weniger deutlich erkennbare Strukturen geviewt:

Leben auf dem Mars? (Target)

 

Bewegungsanweisung für Detailbeschreibung (für den Viewer als „X“ und „A“ kodiert):

Leben auf dem Mars? (Target-Zoom)

An diesem kleinen Projekt waren drei Personen beteiligt: Ein komplett ausgebildeter Neuling (viewt seit ca. einem Jahr), eine Auszubildende (seit wenigen Wochen) und ein erfahrener Viewer (viewt seit 2012). Wir werden uns die Ergebnisse in dieser Reihenfolge anschauen…

Kategorie: Astronomie
Protokoll: CRV (mit Monitor)
Anzahl der Viewer: 3
Anzahl der Sessions: 3


Session 1

In der ersten Session deuteten schon frühe Eindrücke des Viewers darauf hin, dass er starken Target-Kontakt hatte. Darunter vor allem die AI’s „will da weg“, „keine Ruhe“, „wie Gürtel um Brust“. Das sind typische Empfindungen, wenn es in einer Umgebung mit Luftmangel zu leichten, bilokalen Effekten kommt. Als der Viewer auf Nachfrage bestätigte, dass er trotzdem weitermachen könne, ging es zur Bewegungsanweisung zum Objekt X:

Leben auf dem Mars? - Session 1 (X)

Hier zeigte sich sofort eine rundliche Form, die mit einer Art Stiel fest mit dem Untergrund verbunden ist. Es ging sogar noch ein weiterer Stiel irgendwo weiter. Das Material des Objektes wirkte nicht wirklich hart, aber auch nicht weich. Die Konsistenz wurde im Inneren als „mehlig“ und „cremig“ beschrieben. Der Viewer bekam auch das Gefühl, dass es sich hierbei um Leben handelt. Bei der Frage, welchen Sinn und Zweck es hätte, kam „es ist auf Oberfläche“, „braucht Wärme“ und „bevölkern“. Beim genaueren Hinschauen zeigten sich auch lamellenartige Rillen auf einer Seite. Mit den drei unteren Skizzen wurde dann noch ermittelt, ob es wachsen kann, und wie es dann aussehen würde.

Dann bewegten wir uns per Bewegungsanweisung zum Objekt A:

Leben auf dem Mars? - Session 1 (A)

Dieses Objekt wirkte unauffälliger, jedoch auch mit einer gewissen Aktivität. Die wesentlichen Aspekte waren „klein“, „zieht Energie aus Umgebung“, „Austauschprozess“, „hat sich durchgesetzt“ und „zäh“. Auch schien es dort eine gewisse Feuchtigkeit zu geben, die für die Aktivität des Objekts eine Rolle spielte.

Schließlich schauten wir noch nach, ob es einen Zusammenhang zwischen Objekt X und Objekt A im Zielgebiet gäbe. Dort erhielt der Viewer Eindrücke, dass aus den lamellenartigen Rillen von Objekt X kleine Partikel austreten. Hier eine stark vergrößerte Wahrnehmung:

Leben auf dem Mars? - Session 1 (Sporen)

Die Partikel dienen der Vermehrung und bewegen sich zu anderen, lebendigen Strukturen. Auf die Bitte hin, das Objekt geschmacklich zu probieren, äußerte der Viewer sofort ein „Igitt“, gefolgt von den Eindrücken „modrig“ und „salzig“. Bei den Objekten X und A empfand er zudem die Geschmäcker „bitter“, „verdorben“ und dass es einen „Würgereiz“ auslösen würde. Konsumiert man sie, hätte man sehr lange Bauchschmerzen. Tödlich scheint es jedoch nicht zu sein. Endgültig quittiert wurde das Ganze mit dem unmißverständlichen AI „Schmeckt wie Scheiße!“.

Am Ende der Session führten wir noch eine Bewegungsanweisung durch, bei der das Zielgebiet von oberhalb betrachtet werden sollte. Der Viewer nahm eine karge Landschaft mit Hügeln in der Ferne war, deren hauptsächliche Farben „rot“, „braun“ und „gelb“ waren. Unterhalb beschrieb er noch sowas wie Spuren oder Verläufe und ein Objekt, welches „wie isoliert“ dasteht. Vielleicht der Opportunity-Rover mit seinen Fahrspuren:

Leben auf dem Mars? - Session 1 (von oberhalb 1)

Leben auf dem Mars? - Session 1 (Roverspuren)

Beispielbild: Rover-Spuren mit Rundung durch Drehung am Sol 33 (Courtesy NASA/JPL-Caltech)

Leben auf dem Mars? - Session 1 (von oberhalb 2)

Genauere Strukturdetails kamen zu diesem fortgeschrittenen Zeitpunkt der Session jedoch nicht mehr. Als Bonus versuchte der Viewer jedoch noch, Objekt X mit Knete nachzubilden:

Leben auf dem Mars? - Session 1 (Knete)

Dabei sind (vermutlich etwas dimensional verzerrt) die rundliche Struktur, die Lamellen an der Unterseite und die beiden stielartigen Verankerungen zu sehen.


Fazit (Session 1):
Diese erste Session zeigte insbesondere bei dem Objekt X Eindrücke von Leben, Wachstum und Austausch mit der Umgebung. Ebenfalls wurde eine Art Mechanismus zur Sporen-Verteilung beschrieben. Ganz abgesehen von der kulinarischen Untauglichkeit der lebenden Strukturen. Da uns bei so einem kontrovers diskutieren Thema jedoch eine Session nicht genügte, ging es bald darauf weiter…


Session 2

Die zweite Session startete mit vergleichbaren Sinneseindrücken vom Zielgebiet, wobei vor allem der Geschmacks-Aspekt „salzig“ am Boden sehr stark wahrgenommen wurde. Außerdem trat auch hier ein deutlicher, bilokaler Effekt für die Viewerin ein („unwohl“, „kann nicht gut atmen“). Dieser konnte jedoch zur Fortführung der Session überwunden werden. Als es dann zum Objekt X ging, zeigten sich folgende Eindrücke:

Man erkennt deutlich eine Rundung mit einer Art Stiel, wenn auch etwas dicker, als in der vorigen Session. Sofort kam der Eindruck „da ist Leben; pflanzliches Leben“. Zudem „tut was“, „es existiert“ und der taktile Eindruck „matschig, wenn man es drückt“. Im kulinarischen Bereich berichtete die Viewerin „riecht faul“, „ekelhaft bitter“, „kriege Kotzreiz“ und „wäre nicht gut, das zu essen“. Am Ende notierte sie noch „ist noch nicht immer da“, also in dem Sinne, dass das Objekt nicht immer vor Ort war.

Wie zuvor, ging es dann noch weiter zum Objekt A:

Leben auf dem Mars? - Session 2 (A)

Hierbei nahm die Viewerin mehrere faserige Strukturen wahr, die grünlich und grau wirkten. Die Detaildaten lauteten „ist halt da“, „natürlich“, „ernähren“, „pflanzliches Leben“, „das gibts schon länger“ und „kann sich bewegen“. Oberflächlich betrachtet erinnert Objekt A hier schon an einen Gras- oder Moosbüschel. Vielleicht hat sich hier teilweise ein AUL eingeschlichen, da bereits Objekt X in eine pflanzliche Richtung wies. Allerdings erkennt man auf den stark vergrößerten Fotos auch vereinzelt Strukturen, die man mit etwas Fantasie als abstehende Pflanzenfasern deuten könnte.


Fazit (Session 2):
Auch diese (vergleichsweise kurze) Session zeigte von Anfang an Eindrücke von pflanzlichem Leben. Leblose Steinkügelchen oder sonstige, geologische Strukturen wurden in den markierten Bereichen hingegen nicht beschrieben. Für eine organische Struktur spricht auch noch die Konsistenz beim Zusammendrück- und Geschmackstest, die nicht an Sand oder Gestein erinnerte.


Session 3

Schließlich wollten wir es nochmal ganz genau wissen, und setzten einen unserer erfahrendsten Viewer an dieses Target. Interessant waren hier schon die frühen Eindrücke, die auf die Natur der Kamera-Aufnahme hinwiesen: „Beobachten“, „einfangen“, „ja, so ist genau richtig!“ und „Perspektive suchen“. Dabei kam es dem Viewer so vor, als wenn eine Kamera in erhöhter Position gezielt auf den Boden blicken würde. Daraufhin begaben wir uns auch schon zum Objekt X:

Leben auf dem Mars? - Session 3 (X)

Die Haupteindrücke des Objektes lauteten „leicht trichterförmig“, „rund kugelförmig“, „unten instabil“, „hängend„, „glatt, aber pappig“, „gummiartiger Widerstand“ und „rauhe, scharfe Kanten“. Im wesentlichen gab es hier eine Kugel an einem Stiel, die von einem dünnen Material trichterförmig umhüllt wurden. Velleicht wie ein Blütenkelch, nur unscheinbarer. Die funktionellen Eigenschaften von Objekt X waren „untere Kanten bohren“, „stabilisieren“, „festhalten“, „verbinden wollen“, „geringe Masse“ und „Untergrund verbinden“. Also im Prinzip, im Boden verwachsen.

Diese Objekte wie Objekt X scheinen sich zuerst durch die Luft zu bewegen, und dann auf dem Boden zu landen. Hierbei ist das richtige Auftreffen für die Verankerung entscheidend. Kommt das Objekt in einer gewissen Schieflage auf, so dass es keinen Halt findet, wird es „inaktiv“. Der kugelige Bestandteil scheint dabei sogar aus dem „Kelch“ rollen zu können, und dann ist es im Prinzip mit der Lebendigkeit des Objektes vorbei. Der kugelige Teil erschien dem Viewer beim anfassen übrigens noch „gummiartig“ und „verformbar“. Wir fragten danach noch ab, ob das Objekt X irgendwelche EI’s (Fremdemotionen) ausstrahlte. Dabei kamen nur so rudimentäre Eindrücke wie „suchen“, „Trieb“, „Stabilität“ und „Gleichgewicht halten“.

Leben auf dem Mars? - Session 3 (EIs)

Bei einer tieferen Untersuchung der Eigenschaften und Funktionen von Objekt X kam noch eine Art „Abschussmechanismus“ zum Vorschein, der mit „Vakuum“ oder „Unterdurck“ arbeitet. Dabei werden kleine Partikel herausgeschossen, die sich gezielt und wolkenförmig in der näheren Umgebung verteilen:

Leben auf dem Mars? - Session 3 (X - Sporen)

Dies funktioniert jedoch nur richtig, wenn das Objekt gut verankert ist, und möglichst gerade steht. Sollte das Objekt jedoch „geknickt“ oder „schief“ sein, läuft es quasi aus. Dabei verteilen sich die Partikel zufällig auf dem Untergrund, jedoch nicht so, wie es eigentlich gedacht ist.

Ein Geschmackstest durfte natürlich auch hier nicht fehlen: Der Viewer empfand das Objekt in seinen verschiedenen Bestandteilen als „scharf“, „knusprig“, „gummiartig“. Die Partikel wirkten wie Pfefferkörner, und würden ein taubes Gefühl auf der Zunge verursachen. Weitere Geschmäcker waren „staubig“, „schwefelig“, „alkalisch“ und „süßchemisch“. Die kelchartigen Bestandteile schmeckten papierartig. Zur körperlichen Reaktion beim Verzehr sagte der Viewer, dass sein Körper nicht wissen würde, ob es „oben oder unten raus“ sollte. Das klang nach fulminantem Brechdurchfall.

Zur Vollendung des Session-Abschnittes für Objekt X bediente sich der Viewer ausgiebig unserer Knete-Vorräte (der „Stiel“ und „Blütenkelch“ ist hier aus knet-technischen Gründen wesentlich dicker, als er in der Session wahrgenommen wurde):

Leben auf dem Mars? - Session 3 (X) - Knete 1

Leben auf dem Mars? - Session 3 (X) - Knete 2

Leben auf dem Mars? - Session 3 (X) - Knete 3

Leben auf dem Mars? - Session 3 (X) - Knete 4

Für die nächste Bewegungsanweisung stand abermals Objekt A an:

Leben auf dem Mars? - Session 3 (A)

Objekt A wirkte auf den Viewer zuerst „flach“, „rundlich“, „rissig“ und „hart“. Die Umgebung dort war kalt und trocken, und es wirkte „wie versteinert“. Das ließ den Viewer eher an eine passive, geologische Struktur denken. Bei der Frage, ob es dort dennoch Veränderungen gäbe, war es wie „getrockneter Sand“, „schwerfällig“ und „tut sich was wie in Zeitlupe“. Das könnte natürlich auch auf rein geologische Vorgänge schließen lassen. Jedoch kam danach noch der Eindruck „echt miese Bedingungen“ und dass „warm, nass“ hingegen optimal wäre. Dazu noch ein diffuser Trieb-Eindruck wie „Hunger“. Und wenn die Struktur warme Feuchtigkeit aufsaugt, würde sich das Versteinerte auflösen, und Partikel nach oben hin freisetzen. In diesem Fall war es bei Objekt A letztlich etwas unschlüssig, ob es eine ruhende Lebensform ist, oder nur eine geologische Struktur.

Zum Ende der Session wagten wir nochmal eine Bewegungsanweisung, um das Zielgebiet von oben wahrzunehmen (wie in Session 1). Hierbei ergab sich eine überaus klare Wahrnehmung:

Leben auf dem Mars? - Session 3 (Rover)

Der Viewer beschrieb, wie ein fahrendes Objekt Spuren „hinter sich herzog“. Das Objekt hatte drei Räder an jeder Seite, die den Viewer sehr verwirrten, weil sie so ungewöhnlich nah beeinander wirkten. Auf dem Objekt war eine Art erhöhter Arm, auf dem sich „zwei Augen“ (Kameras) befanden. Die Haupttätigkeit des fahrenden Objektes war in dem Moment „Weg suchen“. Dann stellte der Viewer fest, dass mehrere Objekte, die wie Objekt X waren, durch das Drüberfahren in den Fahrspuren vereilt wurden. Landschaftlich wirkte der Boden „bräunlich“ und „beige“. Einige kleine Bereiche waren „weiß“, andere „dunkel“. An einer Seite gab es noch eine kleine „Klippe“ (wie eine kleine, felsige Erhöhung). Zusätzlich zur Beendingung der Session wollte der Viewer noch versuchen, das fahrende Objekt mit Knete zu modellieren:

Leben auf dem Mars? - Session 3 (Knetrover 1)

Leben auf dem Mars? - Session 3 (Knetrover 2)

Leben auf dem Mars? - Session 3 (Knetrover 3)

Leben auf dem Mars? - Rover


Fazit (Session 3):
Dies war die längste und bei weitem detaillierteste Session dieses Projektes. Der Viewer beschrieb die zu untersuchenden Objekte und ihre Eigenschaften in sehr detaillierten Skizzen. Zusätzlich erstellte er noch Knetmodelle, obgleich diese naturgemäß etwas gröber ausgefallen sind. Eine schöne Verifikation war schließlich nochmal die detaillierte Wahrnehmung des Opportunity-Rovers mit seiner Fahrspur.


Gesamt-Fazit

Können diese drei Sessions von drei Viewern (mit unterschiedlicher Erfahrungstiefe) als Beweis für pflanzliche Lebensformen auf dem Mars gelten? Natürlich nicht, denn sie sind, wie auch die kontrovers diskutierten Fotos, erstmal nur ein weiteres Indiz. Der Beweis im naturwissenschaftlichen Sinne würde erst vorliegen, wenn solche Strukturen wie Objekt X von der Marsoberfläche hergebracht und im Labor untersucht werden könnten. Vielleicht erleben wir das in den folgenden Jahrzehnten. Bis dahin bleibt der kontroverse Aspekt bestehen, denn hier stehen die Hämatit-Kügelchen („Blueberries“) gegen die Kügelchen mit scheinbarem Stiel bzw. „Stengel“. Beide sehen sich auf den vielen Fotos sehr ähnlich, weshalb eine rein visuelle Beurteilung bisher keine endgültige Klärung zu bringen vermag.

Leben auf dem Mars? - Karikatur

Persönlich möchte ich noch anmerken, wie skurril es auf mich (subjektiv) wirkte, dass viele populärwissenschaftliche Quellen sehr pikiert bzw. sogar stark polemisch auf den Fachartikel reagieren. Denn vor nicht allzu langer Zeit gab es die These von renommierten Wissenschaftlern, dass das interstellare Objekt „Oumuamua“ ein außerirdisches Sonnensegel sein könnte (eine Session von uns zeigte weitaus weniger spektakuläre Ergebnisse). Zwar gab es natürlich die bei so einer These zu erwartenden Gegenreaktionen, jedoch kamen sie mir damals nicht so scharf und polemisch vor, wie bei den potentiellen Mars-Pflanzen.

Was triggert die Leute so daran? Es mag vielleicht an der Reputation der beteiligten Wissenschaftler liegen, doch wenn es am Ende nur noch um akademische Stuhlverteidigung geht, wird man sich wahrscheinlich viele Möglichkeiten ideologisch verbauen. Und das kann der Wissenschaft zumindest in manchen Fällen große Entdeckungen verwehren, statt (wie oft befürchtet) die Wissenschaftlichkeit durch Mängel in der methodischen Sorgfalt oder Wunschdenken zu verwässern. Deshalb ist manchmal etwas mehr Offenheit wünschenswert, auch bei kontroversen Thesen.

2014 MU69 (Ultima Thule)

Ferne Himmelskörper in unserem Sonnensystem zu viewen, bevor eine Sonde dort eintrifft, entwickelt sich bei uns allmählich zu einer Tradition. Dieses Mal haben wir es auf das Objekt 2014 MU69 (vorläufiger und vermutlich bleibender Name „Ultima Thule“) abgesehen. Dabei handelt es sich um ein so genanntes transneptunisches Objekt, welches im Januar 2019 von der Pluto-Sonde New Horizons erreicht werden soll. Man rechnet damit, dass es sich bei 2014 MU69 um einen sehr kleinen Asteroiden handelt.

2014 MU69 - Discovery Images Animated

Das Schöne an solchen Targets ist es, dass man nachträglich mit einem Feedback rechnen kann, von kein Mensch zuvor wissen konnte. Derartige Versuche begannen schon ganz zu Anfang der Remote Viewing-Entwicklung, als Ingo Swann den Jupiter viewte. Dort sagte er Details vorraus (z.B. ein dünnes Ringsystem), von dem vorher kein Mensch auf der Erde wissen konnte, bis die ersten Sonden dort eintrafen. In dieser Tradition schickten wir jetzt also drei Remote Viewer vorraus, um 2014 MU69 zu beschreiben. Wir sind gespannt, wie sich das mit den Fotos und Messdaten von New Horizons decken wird.

 

Viewer #1 (Christian Döll)

Protokoll: CRV (mit Monitor)
Datum: 10.12.2015
Dauer: 48 Minuten
Seiten: 7

Die erste, eher kurze Session entstand im Rahmen einer spontanen Online-Demonstration bei einem Community-Event. Der Viewer nahm ein bauchig-kartoffelförmiges Objekt war, welches im Wesentlichen aus felsigem Material bestand. Es wies an einer Stelle eine Art verdünnte Ausstülpung auf.

Die signifikanten sensorischen Eindrücke des Objektes waren „felsig“, „hart“, „massiv“, „bräunlich“, „rot“, „gelblich“ und „bläulich“. Zusätzlich tauchte noch „transparent“, „hohl“, „flüssig“ und „warm“ auf. Letzteres war unerwartet für ein kleines Objekt, welches soweit von der Sonne entfernt ist.

Um es noch etwas genauer zu kriegen, führten wir eine Bewegungsanweisung durch. Die kartoffelförmige Grundform des Objektes blieb bestehen, aber die Ausstülpung wurde noch klarer wahrgenommen.

Eventuell ist die Ausstülpung vom Maßstab her übertrieben, jedoch könnte sie auf eine Art Kryovulkanismus hindeuten. Denn der Viewer nahm eine Art Kanal wahr, welcher ein Stückchen in das Innere des Objektes führte. Dort kamen auch die flüssigen Eindrücke her.

Viewer #2 (Bernhard Reicher)

Protokoll: CRV (mit Monitor)
Datum: 08.11.2018
Dauer: 57 Minuten
Seiten: 9

Bei dieser ausführlicheren Session schauten wir uns mehr strukturelle Details von 2014 MU69 an. An sensorischen Eindrücken stachen hierbei für die Farben „hellbraun“, „beige“, „rot“, „weiß“ und „blau“ hervor. Die Oberflächen empfand der Viewer als „angenehm rau“. Es erinnerte ihn an Veloursleder. Zudem gab es glatte und nachgiebige Stellen. Die Temperaturen im Zielgebiet waren allgemein kalt und frisch. Des Weiteren wurde die Bewegung des Objektes wahrgenommen („wegschießen“, „wie etwas, dass nach vorne geschoben wird“).

Die erste, grobe Wahrnehmung zeigte eine ovale Form, zu der die Eindrücke „glatt“, „gerundet“, „nachgiebig“ und „größtenteils Fels“ gehörten:

Zudem gab es noch Bereiche mit den Eindrücken „schmutzig“, „weiß“, „rot“ und „gelb“. Irgendwo tauchte auch der Eindruck „Loch“ auf. Es gab Vertiefungen und Erhöhungen, die den Viewer vom Anfassen her an Blindenschrift erinnerten (jedoch unregelmäßiger). Wir versuchten noch mehr Details herauszubekommen, wobei diese Form entstand:

 

Die Oberfläche unterteilte sich grob in zwei unterschiedliche Bereiche. Mittig war ein heller Bereich, welcher kühl, hell, weiß, glatt und farblos wirkte. Er wies vereinzelt „genoppte“ Oberflächendetails (Steine?) auf. An den Seiten gab es hingegen dunklere Bereiche, die bräunlich-beige Farbtöne hatten, und sich rau anfühlten. Hinter dem Objekt schien etwas hindurchzuschimmern, was zusätzlich rote und bläuliche Farbeindrücke erzeugte. Vielleicht die ferne Sonne hinter dem Horizont, oder eine andere Lichtquelle?

Um noch mehr über die Zusammensetzung von 2014 MU69 zu erfahren, versuchten wir es jetzt mit einer Querschnittwahrnehmung:

Der Viewer nahm einige verteilte Hohlräume wahr, und schätzte, dass das Objekt zu 1/4 bis 1/3 hohl ist. Einen Hohlraum schauten wir uns genauer an. Dieser wirkte so, als gäbe es dort sehr glatte Kanten und längliche Strukturen, die an Stalaktiten erinnerten. Von der Größe her könnte dort vermutlich ein Mensch reinpassen, doch die Maßstäbe waren hier etwas unklar. Der Viewer empfand es wegen der Enge und starker Bewegungseindrücke eher als unangenehmen Aufenthaltsort.

Es folgte eine finale Bewegungsanweisung, mit der wir versuchten, die Form und Oberfläche des Objektes nochmal etwas detaillierter herauszuarbeiten:

Der helle, mittlere Bereich dominierte aus dieser Perspektive. Er wies wieder die „genoppten“ Oberflächenaspekte auf. Die dunkleren Bereiche am Rand wirkten nun beiläufiger. Als weiteres, auffälliges Detail in der Mitte beschrieb der Viewer einen Grat, welcher sich ziemlich weit über die Oberfläche zu ziehen scheint. Zudem kam ihm das Objekt auf der Oberseite gewölbter vor, als die Unterseite, welche hingegen flacher wirkte.

Einige sensorische Eindrücke kamen auch noch hinzu, welche sich auf die Umgebung des Objektes bezogen: „Diffuse Farben und Lichter in Ferne“ (Sterne?), AUL/s: „Wie Weltraum“. Die Helligkeit des Objektes an sich wirkte vorne und weiter unten am stärksten. Das könnte mit Sonnenlicht und Schatten zu tun haben.

Viewer #3 (Benny Pamp)

Protokoll: CRV (mit Monitor)
Datum: 30.12.2018
Dauer: 63 Minuten
Seiten: 11

In der dritten Session, die nur zwei Tage vor dem Vorbeiflug der New Horizons-Sonde gemacht wurde, passten die sensorischen Eindrücke gut zu den vorrangegangenen Sessions. Als wesentliche Farben kamen hier „braun“, „beige“, „gelb“, „rot“, „grau“, „schwarz“ und eine kleine Spur „grün“. Die Oberflächen wurden als „aschig“, „weich“ und „brockig“ beschrieben. Der Viewer empfand das Target als „alt“ und „bedrückend“ bzw. „wie Lost Place“.

Die Aufmerksamkeit des Viewers landete sehr nah am Target und an bestimmten Details. Vor allem eine Art blockierte Öffnung, aus der eine explosive Kraft entweichen könnte. Diese wird jedoch durch ständig nachrutschendes Material zugeschüttet. Wäre das nicht mehr so, würden semi-flüssige Partikel aus der Öffnung schießen, und außerhalb sofort zu scharfkantigen Eisstücken gefrieren. Der Rückstoß könnte sogar die Bewegung des ganzen Objektes beeinflussen. Die folgende Skizze zeigt diesen Bereich, der von Außerhalb mit Brocken gesäumt ist, die an den abschüssigen Rändern liegen:

Wir sind gespannt, ob sich so ein Detail später auf den Fotos der Sonde finden lässt. Es scheint zumindest der interessanteste Vorgang auf dem Objekt zu sein. Eine Bewegungsanweisung führte nochmal 100km weg von diesem Detail, was sich folgendermaßen darstellte:

Uns fehlte in dieser Session jedoch noch eine Gesamtansicht. Bevor wir sie also beendeten, verließen wir das Session-Papier und bedienten uns einer alten Methode der Remote Viewer, Targets dreidimensional darzustellen: Der Viewer sollte Knetmasse benutzen, um seiner Wahrnehmung der Dimensionen und Formen Ausdruck zu verleihen. Diese Methode ist nicht mehr soweit verbreitet (im deutschsprachigen Raum scheinbar garnicht), aber der Versuch bot sich gerade an. Hier sind die Resultate:

Wahrnehmung von oben, mit der verschütteten Öffnung (nicht zwangsläufig maßstabsgetreu). Seitlich der Öffnung zogen sich auffällige Linien oder Risse entlang.
Seitliche Ansicht, die zwei verschiedene Materialbereiche des Objektes zeigt. Während der obere Bereich wie Eis wirkt, erscheint der untere Bereich robust, steinig und abgeflachter. Dort wo beide Materialien aufeinandertreffen, zeigt sich ein auffälliger Grat, der sich über die Oberfläche zieht (siehe auch HIER).
Detailmodell der verschütteten Öffnung mit seitlich zugelaufenem Material. Offenbar kann das Material nachrutschen, wenn sich die Öffnung vergrößert. Möglicherweise durch Eisschmelze, die bei einer Erwärmung des Objekts auftreten könnte?

Natürlich handelt es sich nur um schnell und grob modellierte Formen. Uns stand in dem Moment auch kein spezielles Modellier-Werkzeug zur Verfügung. Dennoch sind wir natürlich gespannt, ob es der tatsächlichen Form ähneln wird.

Am Ende haben wir uns noch einer weiteren Technik bedient, die man so auch nur aus der amerikanischen Remote Viewer-Szene kennt. Der Viewer durfte sich nämlich an einem Whiteboard austoben, um ein Resümee der gesammelten Session-Daten darzustellen:

Dabei ergab sich ein Gesamtbild, bei dem alles darauf hindeutet, dass 2014 MU69 womöglich zu einem Kometen würde, wenn er sich näher an der Sonne befände. Denn teilweise ist das Objekt mit lockerem Eis gefüllt, welches bei einem Aufbrechen der Oberfläche verdampfen und einen Schweif bilden würde. Der restliche Teil des Objekts, welcher aus massivem Gestein besteht, würde als Rest übrig bleiben. Man vermutet ja, dass die meisten Kometen aus jenem Bereich des äußeren Sonnensystems kommen, den New Horizons nun zu erkunden beginnt. Vielleicht haben wir hier einen alten Kandidaten.


Fazit: Um bei dieser Gelegenheit der New Horizons-Raumsonde zuvor zu kommen, haben wir bis zur Veröffentlichungen des Artikels (31.12.2018) drei Sessions geschafft. Alle drei Sessions variieren im Detailgrad, zeigen jedoch grundlegende Übereinstimmungen in der Form und in den sensorischen Eindrücken. Wie nah wir damit dem tatsächlichen Aussehen von 2014 MU69 (aka „Ultima Thule“) gekommen sind, wird sich mit etwas Glück in einigen Tagen bis Wochen zeigen. Die Dauer hängt letztlich von der Datenübertragung der Sonde ab. Entsprechende Fotos werden dann hier natürlich ergänzt.


Update (03.01.2018):
Die ersten detaillierten Fotos sind eingetroffen. Bisher scheint Viewer #1 die charakteristische Gesamtform am besten getroffen zu haben. Alle drei Viewer nahmen die Farben des Objektes (auffällig viel rötlich) passend wahr. Nähere Fotos werden sicherlich weitere Oberflächendetails offenbaren, die sich vielleicht Eindrücke aus den Ergebnissen bestätigen.

2014 MU69 (03.01.2019)

1I/2017 U1 (Oumuamua)

Kategorie: Astronomie
Protokoll: CRV (mit Monitor)
Koordinaten: 301875 962548 655314
Anzahl der Viewer: 1 (Bernhard Reicher)
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 22.11.2017
Uhrzeit: 19.05h – 20.22h
Dauer: 77 Minuten
Seiten: 11

Kürzlich machten Meldungen über ein astronomisches Objekt die Runde, welches in unser Sonnensystem eingetreten ist. Dieses „Oumuamua“ getaufte Objekt zeichnet sich durch seine extrasolare Herkunft und seine ungewöhnlich längliche Form aus. Durch diese Form, und mit einer geschätzten Länge von mehreren hundert Metern, fühlt man sich an zigarrenförmige „Mutterschiff“-UFOs erinnert, von denen immer  wieder mal berichtet wird. Ist dort ein solches Flugobjekt in unser Sonnensystem eingetreten, oder handelt es sich um eine exotisch geformte, natürliche Struktur?

Oumuamua

Einer unserer diesjährigen Seminar-Absolventen, Bernhard Reicher (von Reicher & Stark), wurde in einer operationalen Session auf das Oumuamua-Objekt geschickt.

Die Target-Formulierung dazu lautete: „Beschreibe das astronomische Objekt Oumuamua, welches am 19.10.2017 entdeckt wurde, zum Zeitpunkt der Session!“
 

Erste Eindrücke

Schon in der Stufe 3 erhielt Bernhard Eindrücke, die auf eine unstete, felsige Struktur hindeuteten. Dabei fielen ihm zwei Aspekte ganz besonders auf: Zum einen scheint der Horizont stark „überzukippen“, wenn man sich auf dem Objekt befindet. Vielleicht taumelt es sehr stark über seine Längsachse? Zum anderen wirkt die Gesamtstruktur des Objektes stark ineinander verdreht, wie ein nasses Handtuch, wenn man es auswringt. Des Weiteren nahm Bernhard Löcher in unterschiedlichen Größen und Formen auf der Oberfläche wahr. Hier die Skizze mit seinen ersten Eindrücken:

Oumuamua - Stufe 3 (1)
 

Detaillierung

In der Stufe 4 ging es dann um die wichtigsten sensorischen Eindrücke zum Objekt. Darunter waren „schwarz“, „kalt“ und „hart“. Aber auch bräunliche und silbrige Farbtöne wurden beiläufig wahrgenommen. Weitere wichtige Eindrücke waren „verdrillt“, „kippender Horizont“, „fließende, gewellte Formen“, „weich“, „porös“ und „langgezogen“.

Die Stufe 6 sollte nun noch weitere Detailbeschreibungen des Objektes liefern. Zuerst versuchten wir nochmal die Grundform mit ihren Eigenschaften zusammenzufassen:

Oumuamua - Stufe 6 (1)

Die längliche Form, die verdrillte Oberfläche und die porösen Eigenschaften stachen hier heraus. Da die Zeichnung noch etwas künstlich wirkte, untersuchten wir u.a. die Ursache der verdrillten Windungen, um die Eigenschaften des Objektes zu konkretisieren. Diese stellten sich als natürliche Struktur geologischen Ursprungs heraus, welcher durch Druck und gegenläufige Bewegungen entstand. Wir versuchten auch das Innere des Objektes zu untersuchen, welches sich als porös, aber nicht ganz hohl darstellte. Es erinnerte an den Aufbau von Lavagestein. Anzeichen von Leben oder Technologie konnten am Objekt selbst nicht wahrgenommen werden. Eine weitere Skizze von Oberflächen-Eindrücken:

Oumuamua - Oberfläche
 

Herkunft und Entstehung

Jetzt stellte sich noch die Frage, wie das Objekt ursprünglich entstanden war, und wie es zu dieser seltsamen Form kam. Als Ursprung nahm Bernhard eine rotglühende, kugelförmige Masse wahr, die sich sehr schnell drehte. Sie hatte etwa die Größe des Erdmondes, und schien ein junger, und daher noch glutflüssiger Planet oder Mond gewesen sein. Das längliche Objekt wurde irgendwann als glutflüssiger „Spritzer“ aus diesem Himmelskörper herausgeschleudert, und nahm bei seiner Abkühlung die charakteristische Form an („wie durch Fliehkraft rausgeschleudert und dann abgekühlt“). Wir stellten auch fest, dass sowas dort öfter passierte, obgleich nicht bei jedem herausgeschleuderten Fragment eine so ungewöhnliche Form entstand. Das Herausschleudern verpasste dem Objekt auch seinen Drall, welcher zu der verdrillten Oberflächenstruktur führte.

Oumuamua - Rausschleudern

Also offenbar ein ganz normaler Vorgang, der in diesem Fall zu einer (für die bisherigen, astronomischen Erkenntnisse) außergewöhnlichen Form führte. Zum Schluss stellte sich noch die Frage nach dem Alter von Oumuamua. Obwohl das exakte Alter in kosmischen Zeiträumen, mangels klarer Referenzpunkte, nur grob einzugrenzen ist. Wir nahmen behelfsmäßig die Enstehung unseres Sonnensystems, das Aussterben der Dinosaurier und unsere Gegenwart („Zeitpunkt der Session“) als Ankerpunkte:

Oumuamua - Stufe 6 (Timeline)

Berücksichtigt man die üblichen Streck- und Stauchungseffekte in derartig groben Timelines, schätzen wir die Entstehung von Oumuamua auf einen Zeitraum von vor 500 bis 1000 Millionen Jahren.
 

Fazit

Die Daten dieser Einzelsession schließen auf ein rein natürlich entstandenes Objekt. Es konnten keine künstlich konstruierten Aspekte oder Lebenszeichen dort wahrgenommen werden. Am ehesten trifft es wohl die Beschreibung eines Lava-Spritzers, der wie aus einem Vulkan herausgeschleudert wird, dann im Weltraum aushärtet und immer weiter durch stellaren bzw. interstellaren Raum vagabundiert. Die Eindrücke eines „kippenden Horizontes“ würden ziemlich gut zu folgender, künstlerischer Vorstellung von der Bewegung passen:

Natürlich wird es um Oumuamua die typische UFO-Euphorie wie bei vielen Meteoriten oder den Ceres-Lichtern geben. Und wer weiß, vielleicht ist ja mal ein großes Mutterschiff oder ähnliches dabei. Außerirdischen Flugverkehr fängt man ja immer wieder bei Sessions auf exoplanetare Systeme als interessanten „Beifang“ auf. In diesem Fall scheint es sich jedoch „nur“ um einen sehr ungewöhnlich geformten Asteroiden zu handeln, welcher seine Existenz vor langer Zeit als großer Lavaspritzer aus einem glutflüssigen Himmelskörper begann. Nichtsdestotrotz eine aufgrund der Form und fernen Herkunft faszinierende Entdeckung.

Update 16.10.2018: Zwei amerikanische Viewer haben Lebenszeichen im porösen Inneren von Oumuamua gefunden (wie ein Höhlensystem). Vielleicht versuchen wir das später nochmal in einer weiteren Session zu überprüfen.

British / American Flag English version of this article British / American Flag

Proxima Centauri b

Nach lauter Privatsessions mit Timelines, Optimas und verschwundenen Gegenständen  (was im Grunde die Essenz des Remote Viewer-Alltages ist), kann ich euch an dieser Stelle wieder eine interessante Forschungssession vorstellen. Dazu haben wir uns einen neuen Exoplaneten vorgenommen. Nachdem das Gliese 581-System in den letzten Jahren von vielen Viewern außersinnlich belagert wurde (auch hier in diesem Blog), widmeten wir uns einer aktuellen Entdeckung: Der erst 2016 nachgewiesene Exoplanet Proxima Centauri b.

Künstlerische Vorstellung von Proxima Centauri b (Quelle: SpaceEngine)

Mit einer Entfernung von „nur“ 4,2 Lichtjahren ist Proxima Centauri b der naheste, bekannte Planet außerhalb unseres eigenen Sonnensystems. Er umkreist den roten Zwergstern Proxima Centauri in einer Entfernung, die in der habitablen Zone liegt. Jedenfalls in der habitablen Zone für uns bekannte Lebensformen, denn es bedeutet grob gesagt, dass die Temperaturen so sind, dass Wasser im flüssigen Zustand auf der Oberfläche existieren kann, ohne zu gefrieren oder zu verdampfen.

Gibt es nun also Leben auf Proxima Centauri b? Das wollten wir herausfinden, und erlebten dabei wieder einige Überraschungen. Die folgenden Eindrücke basieren auf einer überlangen Einzelsession, und jeder Leser ist eingeladen, per Remote Viewing bzw. seiner präferierten Methode selbst nachzuforschen. Alle Anderen können die Inhalte entweder als SciFi-Fantasie, oder als interstellaren Alltag im All betrachten. 😉

Kategorie: Astronomie
Protokoll: CRV (mit Monitor)
Koordinaten: 475855 793504 809441
Anzahl der Viewer: 1 (Benny Pamp)
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 02.07.2017
Uhrzeit: 17.37h – 18.55h
Dauer: 78 Minuten
Seiten: 14

Die Targetformulierung lautete: „Beschreibe den Planeten Proxima Centauri b zum Zeitpunkt der Session!“

Neben der Target-Formulierung wurden noch ein paar Bewegungsanweisungen kodiert, damit sich der Viewer im Verlauf der Session ohne Vorannahmen im Zielgebiet bewegen kann (z.B. O1 = Aus 10km Höhe in Blickrichtung Horizont).

Starten wir also die Reise zu unserem Nachbarsystem: Bei den wichtigsten Sinneseindrücken dominierten die Farben Rot, Grau, Beigegelb und eine kleine Spur von Grün. Die Oberflächen reichten von pudrig-staubigen Eindrücken, bis hin zu rasiermesserscharfen, harten Kanten. Hierbei wurde vom Viewer schon die starke Trennung zwischen weichen und harten Eindrücken betont, als wenn es dort irgendwo eine Art abrupte Grenze gibt.

Auch die Temperaturen waren interessant, da sich einzelne, starke Wärmepunkte zeigten, es aber im Schatten deutlich kühler war. Der Unterschied zwischen Licht und Schatten schien die Temperaturen dort stark zu beeinflussen. Als wesentliche Geräusche konnte der Viewer ein Dröhnen, Knacken und ein Rieseln (wie von Staub) hören. Das deutet auf eine gewisse geologische oder thermische Aktivität hin.

In den AI’s (persönliche Eindrücke) betonte der Viewer, dass die Umgebung „grenzwertig“ sei, man an bestimmten stellen „nicht weitergehen und innehalten“ solle. Man sollte sich also gut überlegen, wie man sich dort im Gelände bewegt. Der Grund dafür würde sich bald herauskristallisieren (teils wörtlich zu nehmen).

Jetzt kamen wir zur wohl spannendsten Abfrage in Bezug auf fremden Welten, nämlich den EI’s (Eindrücke von Fremdemotionen im Zielgebiet). Dabei wurden recht technische EI’s wie „aufräumen“ und „organisieren“ wahrgenommen. Dem Viewer kam es vor, als wären dort Ingenieure unter sich, wenn auch etwas stumpf. Das sollte natürlich später noch aufgeschlüsselt werden.

Als die Zeit gekommen war, sich frei im Zielgebiet zu bewegen, verschafften wir uns erstmal per Bewegungsanweisung einen Eindruck der Umgebung. Der Blickpunkt des Viewers befand sich dabei nahe der Planetenoberfläche:

Die Umgebung war schummrig, und es gab auffällige Trichter im Boden. Diese wirkten jedoch nicht wie normale Krater, sondern weicher. Innerhalb dieser Trichter befand sich kalter, feuchter Schlamm und kristallartige Brocken. Zudem hatte der Viewer dort den Eindruck von „chemischer Kälte“. Ein Kryo-Vulkan? Jedenfalls ging der Trichter nicht sehr tief nach unten, weshalb es auch ein verwitterter Krater sein könnte.

Danach ließ ich den Viewer nach oben schauen. Er beschrieb einen dunklen Himmel mit funkelnden Sternen und einen Mond. Dieser Mond war deutlich von Kratern übersäht und hatte eine rötliche Färbung. Auf der Oberfläche von Proxima Centauri b selbst existiert laut Viewer eine Atmosphäre. Deshalb befand er sich wohl zu dem Zeipunkt auf der Nachtseite, da er die Sterne funkeln sehen konnte (im Vakuum funkeln Sterne nicht).

Die Temperatur dort wurde sogar als relativ angenehm empfunden (um die 5°C). Die Luft hingegen schien zwar theoretisch für Menschen atembar zu sein, allerdings sagte der Viewer, dass dann seine Lungen „kristallisieren“ würden. Dies wäre laut ihm jedoch nicht aufgrund von Kälte (was ich als Monitor natürlich zuerst dachte), sondern wegen irgendwelcher anderen Stoffe dort, die auf die Lungen einwirken (Chemikalien?). Eventuell könnte eine verhältnismäßig starke Kälte auch falsch wahrgenommen werden, wie es schon in anderen Weltraum-Sessions bei Extremtemperaturen geschah.

Jedenfalls hatten wir schonmal eine nette Postkarte von einem Exoplaneten aus unserer Nachbarschaft. Natürlich wollte ich aber noch mehr sehen, und bewegte den Viewer per Bewegungsanweisung auf die Tagseite des Planeten. Dort fiel sofort ein heikler Umstand auf: Der Planet dreht sich offenbar sehr langsam, wodurch die Tagseite stark aufgeheizt wird. Während es auf der dunkleren Seite von scharfkantigen bis schlammigen Oberflächeneindrücken reicht, zeigten sich auf der Tagseite nur noch pulvrige Materialien.

Bemerkenswert ist jedoch, dass die Hitzepunkte sehr deutlich umgrenzt waren, statt die komplette, helle Planetenseite gleichmäßig zu erhitzen. Es machte den Eindruck, als würden stark fokussierte Strahlen von der Sonne die Oberfläche treffen. Diese Bereiche wurden vom Viewer mit „dickeres Licht“ umschrieben. Um zu verifizieren, dass es sich wirklich um die dortige Sonne (also Proxima Centauri) handelte, ließ ich den Viewer nochmal nachschauen, ob die Strahlungsquelle künstlich oder natürlich sei. Sie stellte sich als natürliche, heiße, lavaartige Kugel heraus.

Obgleich es von den mir bekannten Vorstellungen abweicht, scheint die Proxima-Sonne sehr punktuelle Strahlungsauswürfe oder Protuberanzen zu haben, wodurch die Sonnenseite des Planeten stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Vielleicht liegt es an der geringen Größe (roter Zwerg) und der relativen Nähe zwischen Proxima Centauri b und dieser Sonne? Als ich den Viewer fragte, was passieren würde, wenn er seine Hand in den Strahl steckt, antwortete er „Da bleiben nur Knochen übrig“.

Diese idyllischen Landschaftseindrücke hinter uns lassend, wollte ich noch ein Gesamtbild des Planeten. Nach der Bewegungsanweisung fiel dem Viewer direkt ein hauchdünnes Ringsystem um den Planeten auf (mindestens zwei Ringsegmente), welches aber schwer zu sehen sein soll. Vielleicht wie bei Jupiter im Vergleich zu Saturn. Ferner bestätigte sich nochmal der Eindruck, dass eine Seite des Planeten wegen der langsamen Drehung sehr heiß und beansprucht ist (hell, heiß, staubig, trocken, schroff), und die dunkle Seite eher kühl. Außerdem nahm der Viewer ein Klimamuster wahr, bei dem das Wetter von der sonnenbestrahlten Seite auf die kühlere Schattenseite „geblasen“ wird.

Gesamtansicht, transkribiert für bessere Lesbarkeit (klicken zum Vergrößern!)

Bei der Untersuchung aus der Ferne kam auch wieder der Mond ins Bild. Dort fiel auf, dass eine künstlich wirkende Struktur diesen umkreiste, die wohl irgendwann mal von seiner Gravitation eingefangen wurde (sie war nicht ursprünglich dort). Diese Struktur bestand aus mehreren, zusammenhängenden Segmenten, die den Viewer an ein mittelalterliches Kettenhemd erinnerten. Sie wurde offenbar nicht fertiggestellt. Der ursprüngliche Zweck dieser Struktur war schwer zu ermitteln, aber sie sammelte Hitze oder Energie, und leitet diese von Segment zu Segment weiter. Eine Art Kollektor?

Die Entdeckung ließ uns in der Umgebung noch weiter nach Auffälligkeiten suchen, auch nach künstlichen. Und tatsächlich wurden wir fündig: Ein Stück weiter weg, zwischen der „Kettenhemd“-Struktur und Proxima Centauri b, zeigten sich mehrere künstliche Objekte. Diese waren wie Projektile oder Kapseln geformt. Was machten die Objekte dort? Jedenfalls schienen aus genau diesen Objekten die etwas stumpfen EI’s zu stammen, die der Viewer bereits früh in der Session mit „aufräumen„, „organisieren“ und „ingenieursmäßig“ beschrieb. In der Gesamtskizze kam noch der Eindrück „fernbedienen“ hinzu. Das schauten wir uns selbstverständlich genauer an:

Wir versuchten einen Blick, in diese Objekte zu werfen. Zuerst fiel auf, dass die Außenhülle sehr dick und fensterlos war. Die Notwendigkeit dafür hatte mit Strahlung und Helligkeit zu tun („Blind mit Fenster„). Im Innenraum war nur ein sehr schummriges, türkisfarbendes Licht wahrzunehmen, dass aus keiner direkten Lichtquelle zu kommen schien.

Außerdem gab es Instrumente, die aus asymetrisch angeordneten Knöpfen und einer Art Display bestanden. Exotisch wirkte die Bedienung: Sowohl Knöpfe, als auch Display fühlten sich wie Sand an, den man tief reindrücken kann, um dadurch dreidimensionale Eingabevorgänge zu machen. Da dieser „Sand“ nicht davonrieselt, müssen es wohl spezielle Partikel sein, die zusammengehalten werden.

Die Instrumente führten auch unweigerlich zu der Frage nach Insassen. In der Mitte des Objektes gab es einen einzigen Sitzplatz (eher eine bequeme Liege), auf der sich ein Wesen befand. Ich ließ das Wesen genauer beschreiben:

Es hatte einen sehr elegant wirkenden Helm oder eine Maske auf, und dünne Arme mit länglichen Fingern. Diese wirkten passend zu dem Bedienkonzept der Instrumente, wo man sehr tief in den Sand „reindrückt“. Vom Unterkörper oder Beinen hatte der Viewer keine Wahrnehmung, jedoch bekommt man in einer Personenwahrnehmung nicht immer alle Details.

Es machte mich neugierig, was unter der Kopfbedeckung wäre. So ließ ich den Viewer darunter schauen, und es kam ein knochig wirkendes, längliches Gesicht zum Vorschein. Dieses erinnerte ihn zuerst an einen Pferdekopf, aber wesentlich spitzer zulaufend. Als weiteres Merkmal fiel sowas wie Biberzähne im Unterkiefer auf, und noch eine lange, heraushängende Zunge. Dann ließ ich noch die Augen des Wesens beschreiben, die an Froschaugen erinnerten, und deren Augenlider von außen nach innen zugingen.

Die Hautfarbe des Wesens wirkte graubläulich, und fühlte sich wie Latex an. Dem Viewer irritierte hier, dass der Körper so knochig und trocken wirkte. Wie wir herausfanden, lag es daran, weil dieses Wesen bereits tot war. Es hatte also schon eine Verwesung oder Vertrocknung stattgefunden. Aber was war passiert? Wir versuchten ein Interview mit dem Piloten zu führen. Hier erfuhren wir u.a., dass offenbar eine Art Unfall mit einem Strahlungsausstoß geschah, welche den Insassen unbemerkt einschlafen und versterben ließ:

V = Viewer
T = Pilot

V: Hallo, was machst du da?
T: (Viewer bekommt Bild eines leblos schwebenden Körpers)

V: Lebst du noch?
T: „Unbewusst > Informationsfeld“
V: (Viewer begibt sich in Zeit, wo Pilot noch lebte)…
V: Was ist passiert?
T: Hitze, Strahlung, langsame Strahlung, einschläfernd
V: Was habt ihr dort versucht?
T: Aufzeichnung, Unregelmäßigkeit entdeckt: Die künstliche Struktur („Kettenhemd-Ding“) ist nicht von uns. Ja sind die denn verrückt?
V: Was ist bei deinem Unfall passiert?
T: Eingeschlafen, verwundert, sind aus Schatten gekommen
V: Wie konnte das passieren?
T: Punktgenaue Reflektion, Verstärkung der Strahlung, wissen wir nicht genau
V: Stammt ihr aus dem System mit dem Planeten (Proxima Centauri b)?
T: Anliegend, Nachbarschaft
V: Wie reist ihr (interstellar)?
T: Man wird zuerst „gefroren“
(Viewer bekommt Bilder von Reiseablauf)

T: „Raummauer“ durchbrechen, „Spiegel“, Raumkrümmung (geht sehr schnell)
V: Warum „gefroren“?
T: Einfrieren ist schonend für Gehirn und Nerven (während des Reisevorgangs)
V: Danke für die Auskunft!
T: *tot*

Neben den Umständen des Ablebens, offenbarte sich hier auch das interstellare Reisekonzept dieser Wesen. Es erinnerte ein bisschen an ein „Stargate“ aus der gleichnamigen Serie, allerdings ohne Ring. Die kleinen Schiffe der Wesen projizieren diese Portale selbst. Sie müssen aus gesundheitlichen Gründen im „gefrorenen“ Zustand durchquert werden. Dabei spannen sich die Portale wie eine Pfütze auf, ebenfalls a’la Stargate, allerdings mit nur einem einzigen „Wellenschlag“. Die Portal-„Scheibe“ an sich wirkt dabei wie ein Spiegel oder Alufolie, und scheint nahezu unendlich dünn zu sein, was an einen Ereignishorizont erinnert.

Wirklich verstehen konnten wir diese Technologie jedoch nicht. Plump gesagt ist es so, als würde man in einen Spiegel „hineinsteigen“, sich umdrehen, wieder dort heraustreten, und man ist am Ziel. Dabei ist noch wichtig, dass zwischen dem Start- und Zielpunkt eine gerade Strecke ist. Planeten und andere Hindernisse auf der Strecke können jedoch problemlos durchflogen werden. Insgesamt scheint die Technologie der Wesen, vor allem in Hinblick auf den Strahlungsunfall und die Notwendigkeit des „Einfrierens“, noch nicht ganz ausgereift zu sein. Die Erden-Menschheit könnte sich natürlich glücklich schätzen, wenn sie diesen Stand schon erreicht hätte.

Nach der Session hat der Viewer noch detaillierte, künstlerische Interpretationen der Eindrücke von dem Piloten und seinem Vehikel erstellt (klicken zum Vergrößern!):

Nach dem interessanten, quasi posthumen Dialog, wandten wir uns noch einmal dem Planeten Proxima Centauri b zu. Da die Sessionzeit so langsam ausuferte, wollte ich noch ein paar Details herausfinden. Als Erstes stand eine Querschnitt-Wahrnehmung auf dem Plan:

Der Planet offenbarte einen eher unspektakulären Aufbau, mit einem zähen Inneren. Erwähnenswert ist noch der Kern, welcher unregelmäßig geformt und zusammendrückbar wirkte. Also kein massiver Kern, wie es in vielen Sessions auf Planeten und Monde in unserem eigenen Sonnensystem war.

Zum Schluss wurde nochmal nach einheimischem Leben auf oder in dem Planeten gesucht. Tatsächlich konnte der Viewer zwei auffällige Arten von Organismen wahrnehmen, welche im schlammigen Teil der Oberfläche leben. Davon abgesehen, gab es nur noch einen diffusen Eindruck von „Bakterien“.

Bei dem einen Organismus handelt es sich um eine Art Wurm, welcher nicht größer als zwei Reiskörner ist. Der Wurm besitzt ein deutlich segmentiertes Exoskelett und besenartige Fortsätze am Kopfende. Er bewegt sich durch Rillen auf der Oberfläche des Schlamms, wo alkalische Stoffe als Nahrung aufgenommen werden. Interessant war noch, dass von diesen Würmern eine Art „Sommerschlaf“ gehalten wird, wenn die schlammige Region wieder ins Sonnenlicht kommt und austrocknet.

Der andere Organismus war deutlich kleiner als der Wurm, und mit dem Boden verwachsen. Es gelang allerdings nicht herauszufinden, ob es sich dabei um eine Pflanze oder ein Tier handelt. Vielleicht kann man es als eine Art Polyp bezeichnen, oder es geht in die Richtung von Pilzen. Der Organismus fühlte sich für den Viewer hartgummiartig an, und fiel durch eine umkringelnde Struktur auf, die an Schlingpflanzen erinnerte.

Dass Proxima Centauri b keine größere Artenvielfalt zu bieten hat, mag an den schwierigen Klimaverhältnissen liegen. Aber immerhin wurde makroskopisches Leben wahrgenommen, was ja nicht pauschal so sein muss, nur weil ein Planet in der habitablen Zone liegt. Nach der Session wurden auch diese beiden Organismen nochmals detailgenauer gezeichnet, da die künstlerische Ästhetik während des Viewens oft der begrenzten Session-Zeit weichen muss:


Fazit:
Eine äußerst ergiebige Einzelsession auf den zur Zeit interessantesten Planeten unseres Nachbarsystems. Aber bei Einzelsessions liegt sozusagen der Exowurm im Schlamm begraben: Wie verlässlich sind diese zum Teil scifi-artigen Daten, und was könnte aus dem Reich unbewusster Fantasieeffekte stammen? Wie ich schon anfangs erwähnte, ist jeder mit den entsprechenden Fertigkeiten eingeladen, sich selbst im Proxima Centauri-System umzuschauen, und uns seine Erkenntnisse mitzuteilen. Das gilt natürlich für alle Projekte in diesem Blog, ob aus einer Einzelsession bestehend, oder von ganzen Projektgruppen bearbeitet. 😉

British / American Flag English version of this article British / American Flag

Reinschnuppern in Jupiter

Bekanntlich viewen wir gerne und öfters andere Planeten. Anlässlich der Juno-Mission zum Jupiter, und rund 43 Jahre nach Ingo Swanns berühmter, erster Session auf eben diesen Planeten, wollten wir mal selbst in diesen Gasriesen „reinschnuppern“. Vor allem, um der Sonde Juno zuvorzukommen, da sie auch den inneren Aufbau des Jupiter untersuchen soll. Raumsonden per RV zuvorkommen, entwickelt sich ja so langsam zu einer Tradition.



Kategorie: Astronomie
Protokoll: CRV (mit Monitor)
Koordinaten: 257845 015698 130845
Anzahl der Viewer: 1 (Benny Pamp)
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 12.07.2016
Uhrzeit: 19.55h – 20.55h
Dauer: 60 Minuten
Seiten: 12

Die Targetformulierung lautete: „Der Planet Jupiter zum Zeitpunkt der Session –  beschreibe den inneren Aufbau, die Struktur und auffällige Merkmale!“

In den ersten Stufen dominierten Eindrücke wie „beige“, „braun“, „weiss“, „schwarz“, „silber“, „chemisch“ und „Glanz“. Interessant war auch der Eindruck „sprühende Partikel“, „Reibungshitze“ und „Bewegung“. Auffällig waren auch die AIs „alt, eingestaubt“ und „physikalisch“. Im EI-Bereich gab es keine speziellen Eindrücke, außer „Kollision des Gehäuses (nicht so geil)“. Könnte sich das auf die Raumsonde beziehen? Hinweise auf komplexeres Leben vor Ort (also innerhalb des Jupiters) gab es jedoch nicht.

Interessant wurde es jedoch in Stufe 6, wo umfassende, strukturelle Untersuchungen und Positionsveränderungen des Viewers durchgeführt wurden. Es zeigten sich vielseitige Schichten und Vorgänge, die sich durch verschiedene Konsistenzen, Bewegungsdynamik und starke, elektrische Entladungen (Blitze) auszeichneten. Hier ein Eindruck aus höheren Schichten, bei dem sich ganz oben die elektrischen Entladungen zeigten, und es sich nach unten hin stärker verdichtete („feucht werden, immer dichter“, „teerige Masse“):

RV - Jupiter - Entladungen

In tieferen Schichten nahm der Viewer dann interessante Partikel wahr, die herumgewirbelt wurden, und die kristallin wirkten. Der Viewer nahm sich einen dieser Partikel heraus, und bemaß ihn auf ca. 20cm Durchmesser. Zudem nahm er Strukturen wahr, die sich berg- und talartig aufbauten, und wieder glätteten (wie eine schwappende Wellenbewegung). Von der Konsistenz her wirkte die ganze Umgebung halb fest bzw. partikelig und halb flüssig, wobei diese Kombination den Viewer an das Gefühl von 3D-Nagelbrettern erinnerte. Die Bewegungen der Partikel schienen also im großen Maßstab eine flüssige Dynamik zu bedingen:

RV - Jupiter - Partikel

Danach untersuchten wir die tiefsten Tiefen des Jupiters, nämlich dessen Kernbereich. Wie es die astronomischen Theorien vermuten, stellte sich der Kern als fest heraus, jedoch mit ein paar Überraschungen. So war er nicht völlig massiv, sondern zeigte innerhalb seiner „Schale“ dynamische, hochenergetische Vorgänge, die völlig exotisch wirkten. Innerhalb des wiederum festen Kernzentrums nahm der Viewer eine energiereiche, blau-weiße Substanz wahr, die ihn an Gasfeuer erinnerte. Das AI des Viewers war hier passenderweise „unbequem, unwirklich“:

RV - Jupiter - Zentrum

Von höheren Schichten des Jupiter-Inneren flossen quasi-flüssige Partikel zur Oberfläche des Kerns, die der Viewer als „bleiartig“ beschrieb. Es erinnerte ein bisschen an die Vorgänge in einer Lavalampe, aber eher auf den Kopf gestellt. Ob man es hier mit dem exotischen, metallischen Wasserstoff zu tun hat?

Schließlich sollte sich noch ein Gesamtüberblick verschafft werden, weshalb der Viewer per kodierter Bewegungsanweisung aus dem Jupiter herausbewegt wurde, bis er ihn als Ganzes vor sich hatte. Die Wahrnehmung des Viewers war hier erstaunlich klar:

RV - Jupiter - Gesamt

Der Viewer zeichnete direkt eine Kugel, die ein streifenförmiges Muster aufwies. Der Planet an sich war für ihn von Außerhalb nicht wirklich anfassbar, und wirkte in diesem Maßstab für so, als würde man in einen „Wasserfall aus Sand“ greifen wollen. In Hinblick auf einen Gasriesen mit seinen Windgeschwindigkeiten, klingt dieser taktile Eindrück plausibel. Das sandartige Gefühl könnte zudem auf die herumwirbelnden Partikel hindeuten, die sich in den Schichten zeigten. In ihrer Gesamtheit angefasst, würde sich dadurch eventuell so ein flüssig-sandiger Eindruck ergeben, der durch die Wind- und Fließkräfte bewegt wirkt.

Als auffälligstes Merkmal nahm er eine „bewegliche Beule“ wahr, welche eindeutig den großen, roten Fleck zeigte. Der Sog des Flecks reichte dabei erstaunlich tief in das Innere von Jupiter hinein, nämlich mindestens 15% des planetaren Gesamtdurchmessers. Es scheint also kein oberflächliches Phänomen zu sein, wie man es von Stürmen auf der Erde kennt, sondern durch Vorgänge in großen Tiefen des Gasriesen erzeugt zu werden. Schließlich sollte der Viewer diese Perspektive noch nutzen, um aufgrund der vorigen Daten eine grobe Querschnittswahrnehmung des Jupiters zu erstellen:

RV - Jupiter - Querschnitt

Obere Atmosphäre – Gaswolken und sandige Partikelstürme:
Die oberste Schicht nahm der Viewer als gasartig wahr, darunter wurde es allmählich dichter, aber noch ganz lose. Der Druck und die Umgebungsdichte stieg. Noch weiter runter kamen staubartige Aspekte (Partikelbewegungen) zum Vorschein, die sich bei näherer Betrachtung als kristalline Partikel erweisen, die herumgewirbelt werden. Der Sog des großen, roten Flecks zieht sich bis tief in diese Bereiche hinein. Die Ursachen des Flecks (welcher einen gewaltigen Wirbelsturm darstellt) sind wechselwirkende Kräfte tief in Jupiter, die eine Art Unterdruck oder Sog erzeugen.

Mittlere Tiefe – lange, stufenlose Verdichtung von gasförmig zu fest:
Nach einer weiten Strecke in einer immer dichter werdenden Umgebung, traf der Viewer auf eine steinfeste Oberfläche. Diese zeigte rudimentäre Landschaftsstrukturen, die an Gebirge erinnerten (dieser Eindruck kam ebenfalls in Ingo Swanns Session vor), aber durch die wechselwirkenden Vorgänge mit weniger festen Schichten auch dynamisch variierten (siehe „bleiartige“ Eindrücke zuvor). Auf dieser „Landschaft“ gab es zudem elektrische Entladnungen, die an gewaltige Gewitter erinnerten.

Zentrum – fester Krustenbelag , mysteriöse Energieschicht und brennender Kern:
Im Zentrum des Jupiters wurde dann ein „Wallnussding“ wahrgenommen, welches jedoch zwischen der äußeren Schicht mit den steinigen „Landschaften“ und dem absoluten Zentrum eine mysteriöse „Energiemasse“ aufwies. Dieser Bereich wirkte auf den Viewer völlig exotisch und schwarz, so als wäre dort die Wahrnehmung gestört. Das Zentrum des Kerns an sich wies hochenergetische, physikalische Vorgänge auf, die den Viewer an „Gasfeuer“ und „Zerstrahlung von Materie“ erinnerten. Man könnte also sagen, der Kern des Jupiter ist tatsächlich fest und steinig, in seinem Inneren jedoch energetisch. Vielleicht ein räumlich begrenzter Fusionsprozess, der (im Gegensatz zu einem Stern) nicht über die harte Kernschale hinauskommt? Oder völlig unbekannte Vorgänge, zu denen es (mangels konventionellen Einsichtsmethoden) keine Theorien gibt.

Nach der Session erstellte der Viewer noch eine detaillierte Illustration seiner Wahrnehmungen und Schlussfolgerungen (klicken zum Vergrößern):

RV - Jupiter - Fazit


Fazit:

Eine sehr detaillierte Session des Jupiters, besonders in Hinblick auf Ingo Swanns historische Session von 1973. Einige exotische Aspekte aus dem Inneren des Planeten, die er damals schon beschrieb, bestätigten sich (z.B. die „Landschaft“). Natürlich kann in so einer Einzelsession noch einiges übersehen worden oder das Gesamtbild falsch zusammengesetzt sein. Jetzt dürfen wir gespannt sein, was uns die Sonde Juno über Jupiters Innenleben liefern wird, und ob man Übereinstimmungen finden kann.

Schwarze Löcher

Folgendes Target, welches nicht nur Aufmerksamkeit anzieht, dürfte wohl eines der exotischsten und mächtigsten Phänomene im physischen Universum sein: Schwarze Löcher

RV - Schwarze Löcher -Simulation

Simulation eines schwarzen Loches in SpaceEngine


 
Kategorie: Astronomie
Anzahl der Viewer: 3
Anzahl der Sessions: 3

In dem Fall gab es, aufgrund einer zufälligen Überschneidung in unseren Target-Pools, zwei Targetformulierungen, welche aber von den Daten her vergleichbare Ergebnisse lieferten:

„Beschreibe das absolute Zentrum der Milchstraße!“

und

„Finde und beschreibe das supermassivste, schwarze Loch in der Milchstraßen-Galaxie!“

Ob es sich in beiden Fällen um das selbe schwarze Loch handelte, ist unklar (aber sehr wahrscheinlich). Der prinzipiellen Erkundung und Aufschlüsselung des Phänomens tut dies jedoch keinen Abbruch. Nachfolgend eine Zusammenfassung mit den signifikanten Eindrücken aus den drei Sessions:


Viewer #1 (Rai)

Protokoll: CRV (Solo)
Datum: 10.12.2015
Dauer: 34 Minuten
Seiten: 8

Die erste Session wurde solo durchgeführt, und zwar bei der Abarbeitung eines persönlichen Targetpools. Schon die frühen AI’s („wie ausgesetzt in Schwärze“, „recht ungewöhnlicher Aufenthaltsort für mich“, „etwas unwirtlich“) und die visuellen Eindrücke der Stufe 3 waren interessant:

RV - Schwarze Löcher - Rai S3

Dort kamen auch schon IT-Eindrücke wie „Rotationsprozess“, „Abkühlung“ und „frieren“. Ähnliche Temperatureindrücke gab es auch in den anderen Sessions, obwohl man ja bei den mächtigen Reibungsvorgängen in einem schwarzen Loch eher Hitze erwarten würde.

In Stufe 6 teilte die Viewerin einen rundlichen Aspekt des Targets (Zentrum) in verschiedene Bereiche ein, und untersuchte diese im Einzelnen:

RV - Schwarze Löcher - Rai S6-Zwiebel

Dabei brachten die einzelnen Bereiche folgende sensorische Eindrücke hervor:
1. Abschnitt: Kühl, blau, fein, dampfend
2. Abschnitt: Wolkig, aufsteigend, grüner Dampf, unwirtliche Gegend
3. Abschnitt: Hart aber nicht richtig greifbar, braun, rötlich
4. Abschnitt: Fester Zustand, Prozess führt zur Verfestigung von Dämpfen
5. Abschnitt: Runtertropfend auf schwarze Fläche

Auf der nächsten Seite folgte eine Bewegungsübung auf das Zentrum des Targets:

RV - Schwarze Löcher - Rai S6-Zentrum

Das Zentrum des Targets umschrieb die Viewerin mit „dunkel im Kern“ und „prasselnden Lichtern“. Die IT’s dieses Bereiches waren „durchziehen“, „langgezogen werden“, „entzweit – entrissen werden“, „in sich geschlossen rotierend / hart / zeitlos / schwarz / schimmernd weiß-gräulich“ und „ausspucken / wieder in Norm bringen“. Darauf folgte das passende AI „fühle mich zerissen und verschluckt + ausgespuckt“.

Dann untersuchte sie den Aspekt „im inneren hart / dunkel“, wodurch sich die IT’s „durchlenken“, „in Kosmos tauchen“, und „Zeitgefüge abstellen / lenken nach Bedarf“ ergaben. Daraufhin wurde noch das amüsante AUL/S „Wie Lenkung für eine Zeitmaschine“ rausgeschrieben. Mit ausgefeilter Raumfahrttechnologie könnte man es vielleicht dafür mißbrauchen. 😉

Fazit: Für eine 34-Minuten kurze (blinde) Solo-Session wurden hier sehr interessante Daten generiert. Diese passen auch sehr gut auf die gängigen, astrophysikalischen Vorstellungen zu schwarzen Löchern, speziell die Zeitverzerrung / Zeitstopp und „Spaghettisierungseffekte“ von fester Materie, welche in das schwarze Loch gelangt.


Viewer #2 (Stefan Franke)

Protokoll: CRV (mit Monitor)
Datum: 22.02.2016
Dauer: 62 Minuten
Seiten: 10

In der zweiten Session dominierten schon am Anfang viele Bewegungseindrücke. Die wichtigsten sensorischen Eindrücke waren durchgehend „schwarz“, „transparent“, „weiß“, „wolkig“, „blitzend“, „erdrückend“ und „unruhig“. Aber auch eine außergewöhnlich kalte Temperatur, wie in der ersten Session (mit einem kleineren, warmen Bereich), war zu erspüren. In der Stufe 3 kamen dann bereits sehr klare Eindrücke von in allen Richtungen wabernden Wolken- oder Energiestrukturen. Diese zeigten sich in den genannten sensorischen Eindrücken, wobei manchmal sogar die „Sicht“ gestört wurde, so als wenn zwischendurch das Sichtfeld völlig verzerrt würde.

RV - Schwarze Löcher - Wingman - Stufe 3

Die Wahrnehmung war schwierig zeichnerisch darzustellen; aber man stelle sich ein vielfach übersteigertes Wellenbad aus Energiewolken vor, welche dabei jedoch von allen Seiten kommen. Die Wolken selber entluden sich manchmal durch „Blitze“, die aber nicht als Lichtbögen wahrnehmbar waren (eher so, als würden die Wolken selber als Ganzes blitzen). Akustisch waren dort eine Art Tosen und seltsame, nie gehörte „Blitzgeräusche“ zu hören. In der Ferne war ein Loch in diesem Wolkengefüge wahrnehmbar, hinter dem es tief weiterzugehen schien, und welches später noch untersucht werden sollte. Die AI’s „episch“ und „aufregend“ sprechen in diesem wilden Szenario für sich.

Stufe 4 zeigte, neben bereits erwähnten, sensorischen Eindrücken, die AI’s „überraschend“, „erstaunlich“, und „man sollte sich festhalten!“. In den T’s kombinierten sich die sensorischen Eindrücke in „wabernde, schwarz-silberne Wellen“, „Wirbel oben“ und „Loch, wo etwas dahinter ist“. Die IT’s lauteten „zielgerichtete Wellenbewegung“, „aufschaukeln“, „schwingen“, „durchschütteln (heftig!)“, „durch Erkenntnis überrascht werden (Loch)“ und „als würde man dahinter was entdecken“.

Der Eindruck „Loch“ wurde für eine tiefergehende Untersuchung in Stufe 6 markiert. Dies stellte sich dann so dar:

RV - Schwarze Löcher - Wingman - Stufe 6 (Loch)

Auf die Frage „Was bringt das Loch?“ kam der Eindruck, dass es Dinge zu sich saugt bzw. in sich aufnimmt und kompakt macht. Visuell wirkte es so, als wenn aus dem, was dort hineingesogen wird, kleine Teilchen gemacht werden. Diese geraten dann in eine eliptische Kreisbewegung. Jene Teilchen wollten wir uns noch genauer anschauen. Und bei der näheren Betrachtung wirkten sie plötzlich wie „schwingende Energieteilchen“, statt molekulare Materieteilchen.

Danach untersuchten wir u.a. noch den Aspekt „Als würde man etwas dahinter entdecken (Loch)“. Dort wurde es sehr speziell und ungewöhnlich, denn die schwingenden Teilchen, schienen dahinter angeordnet zu werden, und still zu verharren (als wäre die Zeit eingefroren). Zudem kamen die schon etwas metaphysisch wirkenden Eindrücke „offener Raum“, „Klarheit“ und „Vollendung“. Letzteres bezog sich auf die nun dort angeordneten Teilchen, welche sich nicht mehr bewegten.

Auf der nächsten Seite widmeten wir uns weiter diesen schwingenden Teilchen:

RV - Schwarze Löcher - Wingman - Stufe 6 (Schwingungsteilchen)

Es kam die obligatorische Frage nach dem Zweck der Teilchen („Wozu dienen sie?“). Die Eindrücke „Existenz“, „kosmische Ordnung“, „irgendwas erreicht“, „Endzustand“ und „Perfektion“ zeugen von einer sehr interessanten, kosmischen Maschinerie, die dort arbeitet. Physisch? Metaphysisch? Beides? Schwer zu sagen…

Der Eindruck „Perfektion“ erweckte besondere Neugier, und wurde mit der Frage „Was wird perfektioniert?“ in die Eindrücke „Schwingungsfeld“, „in Position geballt“, „harmonisiert“ und „das was vorher nicht an seinem Platz war, ist jetzt dort“ entpackt. Das AI „schön“ quittierte diese Eindrücke.

Um die Wahrnehmung nochmal zu positionieren, erfolge die Bewegungsübung „Das Zentrum des Targets sollte wahrnehmbar sein!“:

RV - Schwarze Löcher - Wingman - Stufe 6 (Zentrum)

Im diesem Zentrum waren zwei Hauptkomponenten wahrnehmbar. Nämlich eine Art heiße, grell strahlende „Reibungsfläche“ („zerfasern“, „leermachen“, „das Zerfasterte neu auftragen“ und „grelles Licht“), und ein Sog oder Ausstoß nach unten, welcher jedoch nur ein beiläufiger Aspekt zu sein schien („Nebenprodukt“, „schwarz“, „kalt“ und „bröselig“).Die Hauptattraktion für den Viewer war jedenfalls diese „Reibungsfläche“ oben.

Die beiläufige Ausstoß-Komponente könnten vielleicht „Jets“ des schwarzen Loches gewesen sein (so eine Art Abgas-Effekt). Seltsamerweise gab es auch eine gewisse EI-Ausstrahlung, welche als „euphorische Freude“ und „Glück“ empfunden wurde. Aber sowas scheint mitunter auch bei physikalischen Vorgängen auftreten zu können (siehe auch Atome aus RV-Sicht).

Als letzte Positionierung gab es noch eine Bewegungsübung auf das gesamte Target („Das gesamte Target sollte wahrnehmbar sein!“):

RV - Schwarze Löcher - Wingman - Stufe 6 (Gesamt)

Der visuelle Eindruck war eine riesige, weiß-rosa-blau leuchtende Scheibe, welche um ein verhältnismäßig kleines Loch rotierte, dass sich nach unten hin in einem „Schlauch“ fortsetzte. Die Scheibe ließ unzählige kleine Partikel erahnen, aber aus der großen Entfernung war es schwer zu erkennen (vielleicht, als wenn man von schräg oben auf eine Galaxie schaut, nur nicht ganz so riesig). Jedenfalls ein imposanter Anblick! Die wesentlichen IT’s für das gesamte Gebilde lauteten „schwingen“, „Harmonie“, „erhellen“ und „Energie-Gezeiten„.

Zum Schluss schauten wir uns noch den „Schlauch“ an, welcher von dem Loch in der Mitte nach unten wegführte:

RV - Schwarze Löcher - Wingman - Stufe 6 (Schlauch)

Er zeigte sich als riesig, nicht ganz gleichförmig, und als bläulich gefärbt. Während der obere Teil wie ein klar definierter „Energieschlauch“ wirkte, lief er am unteren Ende fransig aus, und vollführte dort eine „fegende“ Bewegung. Dieser untere Teil war jedoch nur noch schwierig wahrnehmbar. Die Funkion bzw. Tätigkeit im Target war einfach „da sein“, „übergeordnet“, „schwingen“, „fegen“ und „sanft auslaufen“. Als AI’s fielen erhabene Begriffe wie „kosmisch“, „Selbstzweck“, „größer als Ego-Wesen“ und „göttlich“ (letzteres in Ermangelung eines angemessenen Begriffs, nicht im religiösen Sinne).

Fazit: Dank Monitoring konnte in dieser Session noch gezielter gefragt werden, was (neben vergleichbaren Eindrücken) einige neue Detail-Einsichten hervorbrachte. Vor allem die „schwingenden Teilchen“, der Größenaspekt und die kosmische Erhabenheit traten hier in den Vordergrund. Danach weiß man wieder, wie winzig, anmaßend und dümmlich wir Menschen doch manchmal sind, in unseren kleinkarierten Meinungskriegen hier auf der schönen, kleinen Erde… 😉


Viewer #3 (Benny Pamp)

Protokoll: CRV (mit Monitor)
Datum: 22.02.2016
Dauer: 50 Minuten
Seiten: 10

Die dritte und letzte Session bot die Möglichkeit, nochmals genauer auf unklare Aspekte der vorherigen Sessions einzugehen. Insbesondere die innere Funktionsweise des schwarzen Loches wurde hier unter die außersinnliche Lupe genommen. In den ersten Stufen gab es wieder deckungsgleiche Eindrücke, wie „schwarz“, „weiß“, „silbrig“, „glänzend“ und „transparent“. Auch die Gerüche waren interessant, da sie chemisch wirkten und an Chlor erinnerten. Dies deckt sich ebenfalls mit den vorigen beiden Sessions.

Die AI’s ließen schon am Anfang tief blicken, mit Eindrücken wie „dimensional versetzt“, „physikalischer Vorgang“, „sich lieber außerhalb davon befinden“, „einsam und allein dort“, „steril“ und „flach“. Weitere Eindrücke waren „fehl am Platz“, „verloren oder zurückgelassen“ und „brutzel…brutzel“. Der Viewer war auf jeden Fall nicht auf einer Picknickwiese gelandet, soviel stand fest.

In Stufe 6 gingen wir erstmal auf den Begriff „einsam“ ein. Auf die Frage „Warum bist du dort einsam?“ kam „Weil hier sonst niemand ist“. Weiterführend fragten wir „Warum ist da sonst niemand?“, worauf wir die Antwort „Weil hier nichts ist, außer das Segment“ erhielten. Der Viewer schien sich hier in einem „Segment“ zu befinden, welches die Ursache für seine Position war. Die Aspekte von dem Segment waren „absolute Statik“ und „Regungslosigkeit“. Man könnte mutmaßen, dass der Viewer an diesem Ort in Zeit und Bewegung eingefroren war. Vielleicht eine unterbewusst gewählte „Safe Zone“? Das kommt ja öfters bei lebensfeindlichen Targets (wie z.B. Katastrophen, Explosionen, Weltraum…) vor. Was würde aber passieren, wenn der Viewer woanders wäre?

RV - Schwarze Löcher - Bazur - Stufe 6 (Matsch)

Während man rechts noch den „statischen“ Zustand in dem Segment erkennt (AUL: „Versteinerung“), sieht man links die Folge einer Bewegungsübung in das eigentliche Zentrum des Targets. Dabei beschrieb der Viewer, wie er durch eine Kraft „wie Magnetismus“ zu Boden gedrückt werden würde. Ist er hier von seiner „zeitlosen Safe Zone“ in die Gravitationskräfte des schwarzen Loches geraten?

Wir fragten dann noch, was die Funktion des Targets sei. Als Eindrücke kamen dort „rotieren“, „ansaugen“ und „verdichten“. Dann stellten wir die Frage, wo die Dinge hingehen, die angesaugt werden. Es zeigte sich eine Struktur wie ein „Sack“. Darin gab es die Eindrücke „eindimensionale Scheibe machen“, „verdunstet nach Zeit“ und „schwingen“. Was immer dort zerkleinert wird, scheint daraufhin wieder nach außen verteilt zu werden.

RV - Schwarze Löcher - Bazur - Stufe 6 (Sack)

Auf der nächsten Seite fühlte sich der Viewer spontan inspiriert, eine Funktionsskizze der wahrgenommenen Abläufe zu machen:

RV - Schwarze Löcher - Bazur - Stufe 6 (Schwingungen)

Man könnte es so interpretieren, dass sich sich die zum absoluten, dimensionalen Nullpunkt komprimierten Teilchen / Wellen / Energien von dem „Sack“ (Singularität?) aus wieder verteilen, und mit zunehmender Entfernung wieder dimensionale Aspekte annehmen. Es machte den Eindruck einer Recycling-Vorrichtung für Materie und Energie. Auf die Frage hin, welchen Zweck diese Wellenverteilung hat, kam „definiert Raum / Dimensionen“.

RV - Schwarze Löcher - Bazur - Gesamt von oben

Das Target nochmal von oberhalb

 

Zum Schluss wurde der Viewer gebeten, eine vollständige Funktions- und Strukturskizze des Targets anzufertigen:

RV - Schwarze Löcher - Bazur - Gesamtskizze

Demnach wird also Materie / Energie oben eingesaugt, unten in einer Art „Sack“ dimensional auf einen Nullpunkt reduziert, und dann wieder irgendwohin abgestrahlt. Das „Irgendwohin“ könnte durchaus mehrere Energie-Ebenen umfassen, nicht nur unsere physische 3D-Ebene. Aber da sind wir uns noch nicht sicher, weil die Eindrücke sehr abstrakt und multidimensional-verwirrend wirkten (was aber auch nicht anders zu erwarten war 😀 ). Die kleine Skizze unten rechts zeigt die Vorgänge nochmal aus einer anderen Perspektive, wo sie dem Viewer stark an Magnetfeldlinien (wie z.B. das Erdmagnetfeld) erinnerten.

Fazit: Vermutlich haben wir erst an der Oberfläche dieses astronomischen Themas gekratzt. Vieles wirkte exotisch-abstrakt, und blieb für uns rätselhaft. Anderes schien astrophysikalische Theorien zu bestätigen (soweit wir es interpretieren bzw. verstehen konnten). Aber die fachliche Meinung eines grenzwissen-affinen Astrophysikers wäre hierbei sicherlich interessant.

Metaphysisch gesehen erhärtet sich hier wieder die Vermutung, dass Schwarze Löcher sowas wie „Ventile“ zwischen den Energieebenen des Universums sein könnten, um „Baumaterial“ auszutauschen (Materie <=> Energie <= Information / Bewusstsein), und sich gegenseitig im Gleichgewicht zu halten. Aber das ist bisher auch nur eine grenzwissenschaftliche Annahme bzw. Deutung aus diversen Selbsterfahrungsberichten. 😉

Multiversaler Aufbau

Kleiner Ausflug zum Titan (Update)

Hier ein kleines Update zum Saturnmond Titan, dieses mal wieder als ahnungslose Solo-Session. Den Artikel zur vorigen Session findet ihr HIER.

Kategorie: Astronomie
Protokoll: CRV (Solo)
Koordinaten: 1872 6380 9566 6713
Anzahl der Viewer: 1 (Stefan Franke)
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 21.05.2015
Uhrzeit: 11.14h – 12.02h
Dauer: 48 Minuten
Seiten: 9

Das Target war dieses Mal wieder ein Foto, allerdings ein gutes Stück höher über der Atmosphäre (während es sich beim letzen Mal ca. 8km über der Oberfläche befand):

RV - Titan (Target 2)

In den ersten Stufen gab es passende Eindrücke zur damaligen Session, und auch zur Sichtposition des Bildes („schwarz“, „gelb“, „grün, „blau“). Auffällig war zudem, dass es dort stickig wirkte, so als würde einem die Luft aus der Nase gepresst (Vakuum?). Die dimensionalen Eindrücke entsprachen denen einer großen, nahen Kugel. Der Eindruck war in kombination mit den Farben schon so konkret, dass er zu dem AUL „gelber Planet vor mir“ führte (bestehend aus den Eindrücken „gelb“, „weiß“, „gerundet“, „groß“)

Stufe 3 führte unweigerlich zu dieser Skizze einer großen Kugel:

RV - Titan (S3)

Hier waren schon einige auffällige Details auf der Kugel wahrnehmbar, wie Verwirbelungen, bergartige Ausstülpungen und weißes Glitzern (Eis? Methan-Ozean?). Das AI „baff“ bezeugt die Imposanz, welche sich bei diesem ersten Anblick bot.

In der Stufe 4 kamen konkretere Eindrücke, wie „sandig“, „kühle Schleier“, „verwirbeln“, „Luftschicht rotieren lassen“ und „mittig fest sein“. Stufe 6 bestand dann aus einigen pauschalen Bewegungsübungen, um sich einen besseren Überblick zu verschaffen. Genau wie bei der ersten Session, rückten wieder auffällig hohe, schwarzgelbe Wolkentürme in die Aufmerksamkeit. Sie erinnerten an sehr dichte Gewitterwolken. Weiterhin wurde der Eindruck „kühle Schleier“ aus Stufe 4 genauer untersucht:

RV - Titan (Target 2) (S6)

Anschaulich dürfte hier vor allem die Querschnittdarstellung sein, welche die außergewöhnlich dicke Wolkenschicht bzw. Atmosphäre, und die nass-sandige Oberfläche darunter vermuten lassen:



Auf der letzten Seite gab es dann nochmal eine große Bewegungsübung, welche die Perspektive auf 1000x Entfernung zum Target wechseln sollte. Dort ergab sich folgender, komplexer Eindruck, bei dem auch zwei neue Einzeleindrücke hinzukamen:

RV - Titan (Target 2) (S6-1000x)

Das runde Objekt in der Mitte dürfte Titan sein, da die Bewegung von dort wegging. Oberhalb in der Ferne wurde noch ein weiteres, helles Objekt wahrnehmbar, auf dessen Oberfläche Verwirbelungen auffielen. Möglicherweise der Saturn mit seiner Gas-Oberfläche, denn andere Himmelskörper mit signifikanter Atmosphäre gibt es dort (außer Titan) nicht.

Rechts erschien dann noch ein künstliches Gebilde, welches die relativ dumpfen EI’s „beobachten“ und „greifen wollen“ ausstrahlte. Hierbei könnte es sich um eine Wahrnehmung der Cassini-Sonde handeln, welche das Targetfoto schoss. Gewisse ähnlichkeiten mit der Unterseite von Cassini könnte man in der Skizze erahnen:

RV - Titan (Target 2) (S6-Cassini)

Rechts: Cassini-Huygens-Sonde (Bildquelle: NASA)

Zumindest wahrscheinlicher, als wenn dort gerade zufällig ein nicht-irdisches, technisches Objekt vorbeigeflogen wäre. Aber man weiß ja nie… 😀

Soviel als weiterer, kleiner Solo-Ausflug zum Titan. Am meisten haben mich auf Titan bisher die riesigen Wolkentürme gefesselt, welche dort in der Atmosphäre entstehen. Lebensanzeichen konnten dort bisher nicht wahrgenommen werden, aber blinde Solo-Sessions haben in der Gezieltheit ja bekanntlich ihre Grenzen.

British / American Flag English version of this article British / American Flag

Zwergplanet Ceres – weiße Flecken

Hier eine Ergänzung zum Zwergplaneten Ceres, welcher bereits in einer anderen Session gründlich durchleuchtet wurde (vor allem von innen).

Kategorie: Astronomie
Protokoll: CRV (mit Monitor via Skype)
Koordinaten: 8617 6129 3197 5187
Anzahl der Viewer: 1 (Aluna)
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 17.05.2015
Uhrzeit: 17.46h – 18.36h
Dauer: 50 Minuten
Seiten: 9

In dieser aktuellen Session ging es ganz gezielt um die rätselhaften, weißen Flecken, welche auf Fotos der Raumsonde Dawn zu sehen waren:

RV - Ceres (weiße Flecken) - Target

Schon in Stufe 1 zeigten sich deutliche Hinweise, das die Viewerin (Aluna, aktuell RV-Trainee bei mir) on target war. So kamen früh AI’s wie „unirdisch“, „lebensfeindlich“ und „wäre ich physisch dort, vermutlich nicht lange, weil luftleer“. Sensorische Eindrücke wie „kalt“, „grau“, „weiß“ und „flockig“, und das AUL „Schnee“ ließen eine kalte, unwirtliche Landschaft im Zielgebiet erahnen.

Stufe 2 ordnete und vertiefte die Eindrücke, darunter „sandig“, „dünenartig“, „glitschig“, „gelee-artig“ und „bedeckt den Boden„. Die Temperatur wurde allgemein als „kalt“, aber an irgendeinem vereinzelten Punkt auch mit „irgendwo ist etwas warm“ wahrgenommen. Von den Geräuschen her wurde alles als „ruhig“ (wegen der Luftleere?) wahrgenommen, aber irgendwo war auch ein „gluckern“ zu vernehmen. Besonders interessant wurden aber die Dimensionen: „Außen“, „breit und weit“, und „riesengroßes Feld mit Zeug auf dem Boden“. Das AI quittierte diese Stufe etwas speziell mit „lustig und lebensbedrohlich“.

In der Skizze der Stufe 3 wurde bereits eine dünenhafte, kalte Landschaft angedeutet, und mit den Daten aus Stufe 2 befüllt:

RV - Ceres (weiße Flecken) - S3

Die Stufe 4 fasste nochmals als wichtigste Eindrücke „sandig“, „glitschig“, „luftleer“, „Flocken“, „brodelt“ und „fließt ein bisschen“ zusammen. Davon wollten wir ins die Begriffe „Flocken“ und „brodelt“ nochmal genauer anschauen, was uns gleich zur Stufe 6 führte…

Beim Begriff „brodelt“ kamen als Eigenschaften „warm, der Schleim, schwarz-grün“. An der Oberfläche kühlt diese Substanz allmählich ab, nimmt eine bläuliche Färbung an und wird „gelee-artig wie Wackelpudding“. Ich ließ die Viewerin daraufhin den unterirdischen Ursprung dieses brodelnden Vorgangs zurückverfolgen. Dabei fand sie sich in einer dunklen Steinröhre wieder, die weit unten in einer Art Magma-Kammer mündete.

RV - Ceres (weiße Flecken) - S6 - Geleeschleimdings

Der nächste, untersuchte Begriff lautete „Flocken“ bzw. „flockiges“, was im Zusammenhang mit einem weißen, schneeartigen Belag an der Oberfläche auftauchte. Die Eigenschaften waren „weißlich-hellgrau“, „fragil“ und „unabhängig vom Schleim“ (bzw. von den schleimigen, warmen Massen oben). Anscheinend kam diese Art Schnee aus einer seperaten Quelle, deren Ursprung sogleich nachgegangen wurde.

Dort waren die Eindrücke „hängt nicht mit dem Schleim zusammen – flockiger“, „setzt sich mit der Zeit extrem langsam am Boden ab“ und „erzeugt helle, gräuliche Schicht auf dem Schleim“. (so als würde die schleimige, warme Masse an der Oberfläche zusätzlich, aber unabhängig, mit diesem Schnee bedeckt). Was war dann aber der seperate Ursprung von dem Schnee? Denn echte Wolken gibt es auf Ceres scheinbar nicht. Als Ursprung zeichnete sich eine Art kleiner Schlot oder Geysir (~1,50m) an der Oberfläche ab:

RV - Ceres (weiße Flecken) - S6 - Geysir

Schließlich folgte noch eine Bewegungsübung, welche mit [x] kodiert war, und auf dem Target-Foto einen noch engeren Bereich um die weißen Flecken herum markierte:

RV - Ceres (weiße Flecken) - S6 - [X]

Abgesehen davon, dass der Viewerin dabei schwindelig wurde, waren die Haupteindrücke nun „kupferfarbend“ und „grün-blau“. Daraufhin „drehte“ sich die Viewerin um, und nahm auch den Horizont wahr, hinter welchem es schwarz wurde, und irgendwas leuchtete (Weltall?)

Ganz zum Schluss weitete ich das freie Bewegen im Target spontan noch etwas aus. Wir gingen auf eine Entfernung (~ 10000km), aus welcher der ganze Planet sichtbar wurde:

RV - Ceres (weiße Flecken) - S6 - 10000km

Die Viewerin nahm sogleich eine relativ weit entfernte Kugel wahr, die viele dunkle Stellen aufwies, an denen etwas aus dem Boden kommt. Zudem gab es kanalartige Rillen, die in einer neueren Fotografie von Ceres tatsächlich auch zu erkennen sind (untere Hemisphäre). Markant war überraschenderweise noch ein starker, kupferfarbender Eindruck in der Gesamtansicht von Ceres.

Daraus sollte aus dieser Gesamtperspektive noch eine grobe Querschnittsdarstellung von Ceres versucht werden:

RV - Ceres (weiße Flecken) - S6 - Innen

Im Wesentlichen wurden hier viele dünne Kanäle wahrgenommen, die in ein warmes Inneres des Zwergplaneten führen. Das Innere wirkte für sie „heiß“, „nicht nur flüssig“, „helle gelbliche Steinwände“, und „ganz hübsch“. Das finale AI der Session lautete dann noch „ich mag dieses Ding eigentlich“ und „chillig“.

 

Fazit: Was kann man nun also aus dieser Session heraus über die rätselhaften, weißen Flecken des Ceres sagen? Offenbar handelt es sich vor allem um eine Art schlackigen Ausfluss aus dem Inneren, welcher seinen Ursprung in einer Magma-Kammer (oder etwas Vergleichbarem) hat. Dieser verfestigt sich mit der Zeit in der Oberflächenkälte. Zusätzlich scheint es drumherum noch kleine Geysire auf der Oberfläche zu geben, die schneeflocken-artiges Material ausstoßen, welches schließlich die schlackigen Ausflüsse auf der Oberfläche weiß bedeckt. Diese Kombination könnte zu vielleicht zu einem starken Reflektionsvermögen führen, wodurch sich die Flecken auf den Fotos im Sonnenlicht so spektakulär von der Umgebung abheben. Wir dürfen in dem Zusammenhang auf weitere Fotos und Daten der Dawn-Sonde bezüglich dieser Flecken gespannt sein…

Saturnmond Enceladus durchleuchtet

Es ging weiter in unserem astronomischen Targetpool, welcher viele interessante Objekte unseres Sonnensystems, und auch ein paar Exoplaneten beinhaltet. Dieses Mal führte uns die blinde Zufallsauswahl auf und in den Saturnmond Enceladus. Enceladus ist ein kleiner, eisiger Mond, welcher vor allem durch seine feinen, aber weithin sichtbaren Geysire bekannt ist, die manchmal weit ins All hinaussprühen.

 
Kategorie: Astronomie
Protokoll: CRV (Solo)
Koordinaten: 6874 5417 0897 8418
Anzahl der Viewer: 1 (Stefan Franke)
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 03.05.2015
Uhrzeit: 13.50h – 15.40h
Dauer: 110 Minuten
Seiten: 16
 
Auch bei diesem Target wurde wieder eine Reihe vordefinierter Positionen für Bewegungsübungen genutzt, um ein möglichst detailliertes Bild des inneren und äußeren Aufbaus zu liefern. Wobei O7 mit „300km unterhalb der Oberfläche“ (Enceladus hat nur ca. 500km Durchmesser, was den Mittelpunkt auf ca. 250km setzen müsste) aus Versehen etwas über das Ziel hinausschoss, da der Mittelpunkt des Himmelskörpers erst in O8 behandelt wird. Allerdings befand man sich zumindest noch tief im Inneren. Dazu dann aber mehr an entsprechender Stelle weiter unten…

RV - Enceladus - Target
 
In den ersten drei Stufen lauteten signifikante Sinneseindrücke „blau“, „weiß“, „schwarz“, „hell“, stellenweise auch „braun“ und „grüngelb“. Die Oberflächeneindrücke wurden als „kühl“, „hart“, „beweglich“ und „klebrig“ wahrgenommen. Interessant waren auch die Gerüche und Geschmäcker, wie „kiesig“, „steinig“„sauer“ und „hauchig“, und knackende Geräusche, welche an „sich bewegendes Eis“ erinnerten. AI’s wie „dynamisch“ und „aufregend“ ließen auf ein recht aktives Target schließen.

Die Stufe 3 ließ bereits eine glatte, hügelige Landschaft erahnen, welche beim Viewer gleich die Asoziation von steilen Gletschern hervorrief, auf denen man wohl gut mit Schlittschuhen fahren könnte. Innerhalb dieser makellosen, hügeligen Eisglätte zeigten sich aber auch schon andere Details, wie warme Öffnungen, ein bisschen Geröll und hauchige Bewegungseindrücke (Geysire an der Oberfläche?).

RV - Enceladus - S3

In Stufe 4 dürften vor allem die T’s (konkrete, anfassbare Dinge im Target) interessant sein, welche mit „glatter Zulauf rauf“ (die eisigen Berge) „undurchsichtige, helle Wolken“ (Geysire?) und „brockige, rotschwarze Haube“ benannt wurden. Zu Letzterem Eindruck erfolgte diese Skizze, welche dann auch mit dem obligatorischen AUL „Vulkan“ quittiert werden musste:

RV - Enceladus - Vulkan

Möglicherweise sind einige von diesen warmen „Hauben“ auch auf der Oberfläche von Enceladus sichtbar, aber nicht sehr groß. Detaillierte Aufnahmen von künftigen Raumsonden könnten dort Klarheit liefern. Weiterhin interessant waren noch die IT’s („Was macht es? Was soll das da?“…) „sammeln“, „langsam einsickern“, „fließen“ und „zirkulieren“, welche wohl auf geologische Aktivität nahe der Oberfläche hindeuten.

Kommen wir nun in den ausgedehnten Teil dieser Planeten-Sessions, nämlich in die Stufe 6 mit ihren kodierten Bewegungsübungen…
 
Die erste Bewegungsübung „Position O1 sollte wahrnehmbar sein!“, führte 1km über die Oberfläche von Enceladus, mit Blick in Richtung Horizont. Das ist so gesehen noch relativ niedrig, wenn man bedenkt, dass Linienflugzeuge auf der Erde in ca. 10km Höhe verkehren. Zur besseren Lesbarkeit wurden die Eindrücke wieder in Druckschrift umgewandelt.

RV - Enceladus - O1

Interessant war hier vor allem ein gelblicher Schimmer, welcher sich zwischen die ansonsten blauweißen Farbtöne mischte. Vielleicht eine Reflektion des Saturn? Enceladus liegt jedenfalls in relativ nahe an seinem großen Hauptplaneten (Ansichten von Enceladus mit Saturn aus dem wunderbaren Programm Space Engine: 1, 2, 3). Ansonsten hatte man hier eine glatte, hügelige, kalte Landschaft vor sich, die durch lange Risse und ein paar wenige, kleine Bröckchen auf der Oberfläche variierte. Zu erahnen war auch ein dünner „Hauch“, welcher von den Geysiren stammen könnte.
 
Begeben wir uns aber nun in das Innere von Enceladus. Position O2 führte uns zaghafte 100m unter die eisige Oberfläche:

RV - Enceladus - O2

Es zeigte sich ein chaotischer, verschachtelter Eindruck: Während es oberhalb noch ziemlich fest und kühl wirkte, wurde die Konsistenz darunter „schlackig“. Genauer gesagt erschien es so, als wenn sich dort unten eine Schicht von schwarzem, zähen Material befände. Die Umgebung fühlte sich dadurch halb-flüssig bzw. zäh an, aber war fast völlig von irgendwelchem Material zugedrückt. 100m ist aber natürlich noch nicht sonderlich tief.
 
Schauen wir also weiter in die Tiefe. Bei Position O3 (1km unter der Oberfläche) wurde es plötzlich ziemlich exotisch:

RV - Enceladus - O3

Hier zeigte sich nun eine Art wirbelige, kühle Bewegung von eindrücklicher Größe. Ob das was mit den Geysiren an der Oberfläche zu tun hat? Noch seltsamer waren jedoch weiße, aufgequollene Strukuren, die sich überall drumherum befanden, und von der Konsistenz her an Sahne erinnerten. Eine merkwürdige Form von Eisbildung? Weiterhin waren noch flockige Aspekte zu erfühlen. Unterhalb dieser „Sahne-Schicht“ fing wieder eine Schicht von härterem Material an, welche schwarz und gelblich wirkte. Allerdings schienen die verschiedenen Schichten ziemlich chaotisch ineinander überzugehen, statt Lage auf Lage zu liegen.
 

Position O4 führte 10km unter die Oberfläche. Dort gab es jedoch nicht viel zu „sehen“, außer einer Art undurchsichtigem, dichten „Brei“, mit ein paar diffusen Einschlüsseln:

RV - Enceladus - O4

Ein AUL/S dazu lautete „Wie Milchshake auf Überdruck“. Möglicherweise handelt es sich um einen zähflüssigen Mix aus Schlamm oder Wassereis, ohne auffällige Strukturen oder Materialunterschiede darin.
 
Wesentlich Interessanter wurde es wieder in Position O5 (30km unterhalb der Oberfläche):

RV - Enceladus - O5

In dieser Tiefe offenbarte sich oberhalb ein flüssig-schlackiges Medium, in dem irgendwelche Partikel eingeschlossen waren. Unterhalb davon (auf dem „Grund“) waren schwarze, zähflüssige Ausfransungen zu sehen, die an Ölreste unter Wasser erinnerten. Diese Strukturen gaben langsam und zähflüssig schwarze Fetzen bzw. Partikel nach oben hin ab, was an die Vorgänge in einer Lavalampe erinnerte. Der Bereich, wo die geothermalen Vorgänge auf Enceladus ihren Ursprung haben? Ob dort auch Wasser existiert (in Form eines subterranen Ozeans), blieb unklar. Allerdings müssten die Wasserdampf-Geysire auf der Oberfläche das bedingen. Unterhalb dieser feuchten und schlackigen Schicht wurden die Eindrücke dann jedenfalls heller und heißer.
 
Machen wir einen größeren Satz nach unten zur Position O6, nämlich in 100km Tiefe unterhalb der Oberfläche:

RV - Enceladus - O6

Hier zeigte sich abermals ein sehr interessanter Übergang: Unterhalb einer heißen, hellen Schicht, tat sich nun eine Art metallische Wölbung auf, deren Oberfläche bläulich glänzte, und an eine Patina bzw. grobe Strukturierung von Gußeisen erinnerte. Wenn man in das Innere dieser Wölbung schaute, zeigten sich schnurgerade nach unten strebende Strukturen, die einen metallisch-kristallinen Eindruck machten. War hier eine Art Eisenmantel innerhalb von Enceladus zu sehen?

 
Position O7 entsprach unkodiert „300km unterhalb der Oberfläche“. Allerdings ist das als kleiner Patzer seitens des Taskings zu sehen, da Enceladus mit 504km Durchmesser angegeben ist, und man bei 300km schon über den Mittelpunkt hinausschießen würde. Dort zeigten sich jedenfalls folgende Eindrücke:

RV - Enceladus - O7
Es dominierten wieder heiße, zähe und feuchte Eindrücke, in denen ein paar Bröckchen von irgendwelchem Material eingeschlossen waren. Der Druck wirkte hoch, so als wenn keine Rasierklinge dazwischen passen würde, was in einer wunderschönen AI-Skizze nochmal illustriert wurde.

 
Kommen wir aber nun endlich zu des Enceladus‘ Kern. Position O8 führte in den exakten Mittelpunkt des Himmelskörpers:

RV - Enceladus - O8

Dort unten war es in der Tat ungewöhnlich: In einem relativ kleinen Bereich zeigten sich schwarze, metallische „Zapfen“, die sich alle in Richtung Mittelpunkt drückten. Das wirkte wie ein Haufen langer, dunkler Bergkristalle, die wie Pfeile alle auf das Zentrum zulaufen, wobei auch die Druckkräfte dieses Vorgangs deutlich spürbar waren.

Die Umgebung an sich schien weiß zu leuchten, und wirkte entsprechend heiß. Im absoluten Zentrum konnte nur noch „Dichte“ wahrgenommen werden, und es wirkte auch fast wie ein „privater Bereich“, in den man nicht unbedingt reinschnüffeln sollte. Ein Meta-Aspekt des eventuellen dortigen Planetenbewusstseins, oder eine Asoziaton aufgrund solcher nicht-alltäglichen, physikalischen Eindrücke? Trotz der unwirtlichen Verhältnisse, wirkte das Zentrum beim viewen „heimelig“. Aber das ist natürlich nicht physisch zu verstehen.

Dieser Aufbau mit den Eisenkristallen, die in Richtung Zentrum streben, erinnerte stark an das Konzept des innersten Erdkerns aus dieser Doku (ab Zeitindex 1h26m30s). Die Ähnlichkeit der 3D-Animation ist wirklich verblüffend (der Viewer kannte die Doku im Vorfeld der Session nicht). Allerdings war es vom Gefühl her auch in wesentlich kleinerem Ausmaß. Jedoch handelt es sich ja um einen kleinen Eismond mit geothermaler Aktivität, nicht um die ca. 25 mal größere Erde. Wie das Innere der Erde genauer beschaffen ist, wird in Zukunft vielleicht ein ähnlich konzipierte Session zeigen (eine gröbere Session gab es bereits hier).

 

Schließlich sollte noch ein Gesamtüberblick von außen und innen geschaffen werden. Für den äußeren Eindruck war die Position OX zuständig:

RV - Enceladus - OX

Sofort fielen „plattige“ Flächen auf, die grau-blau wirkten, und von Rissen durchsetzt waren. Zwischendurch kam auch mal ein sehr kleiner, rötlicher Eindruck, und ein Bereich, in dem etwas Geröll verteilt zu liegen schien. Allerdings war das im Vergleich zu den platten Flächen eher wenig. Dass auffälligste Merkmal überhaupt, war jedoch eine riesige, tiefe Spalte, die sich vom Rest abhob. Diese Spalte war blau-grau, schwarz (Schattenwurf?) schroff und kalt. Sie war zudem von einigen herumliegenden Brocken durchsetzt. Ganz unten zeigte sich ein verhältnismäßig schmaler und unauffälliger Rissverlauf. Aus der Nähe dürfte das ein ziemlich imposanter Anblick sein.

RV - Enceladus - OX - Vergleich

 

Und hier der Versuch des Gesamtüberblicks vom inneren Aufbau (Position OY):

RV - Enceladus - OX

Unter der relativ dünnen, eisigen Kruste, gibt es einen breiteren Bereich, der hauptsächlich grau und sandig wirkt, und in dem es noch sehr kühl ist. Irgendwo darin scheinen auch die geothermalen Vorgänge verzweigt zu sein, welche vom wärmeren Inneren gespeist werden. Danch folgt ein deutlich abgegrenzter Bereich, welcher wie eine bläulich schimmernde Kugel wirkt (siehe Position O6), und im Inneren metallisch-kristalline Eigenschaften aufzuweisen scheint. Von dort aus geht es weiter zum Kern, welcher aus mittig zulaufenden, kristallartigen „Eisensäulen“ besteht, und sich durch hohe Hitze (weißes Leuchten) und Druck auszeichnet.

 

Fazit: Ähnlich wie bei Ceres, kommen die Sessiondaten relativ nahe an den offiziell vermuteten Aufbau von Enceladus heran, allerdings auch wieder mit einigen geologischen Überraschungen und Feinheiten. Bleibt noch die Frage nach einem Wasser-Ozean und eventuellen Lebensformen. Obgleich es flüssige Bereiche gab, kann man aus dieser Session nicht sicher schlussfolgern, ob es größere Wassereinschlüsse sind. Wie bereits weiter oben angemerkt, müssten die Wasserdampf-Geysire das allerdings bedingen.

Zum Thema „eventuelle Lebensformen“ gab es in Stufe 4 ganz schwache, stumpfe Fremdemotionen (nicht näher definierbar), die im Target spürbar waren. Ähnliches kennen Remote Viewer von kleineren bzw. einfacheren Tieren, die oft schwerer wahrzunehmen sind, als Personen. Sie scheinen ein wesentlich schwächeres „Signal“ auszustrahlen. Aufgrund der ausgedehnten Sessions dieser Art, halte ich seperate Sessions auf mögliches Leben auf und in solchen Himmelskörpern für empfehlenswert. Das sollte auch der nächste, logische Ergänzungsschritt für derartige Planetensessions sein. Und vielleicht kann sowas dann zu unseren Lebzeiten auch noch vor Ort verifiziert werden. 😉