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Remote Viewing – Jubiläum

Jubiläum! Heute vor zehn Jahren (18.01.2009) habe ich meine allererste Remote Viewing-Session durchgeführt (wenn man diese so bezeichnen möchte). 😉

2009

Erstes Ideogramm (2009)

Seitdem hat sich natürlich einiges getan…

2009:
Erster Kontakt mit Remote Viewing und kurz darauf der Versuch, es sich selbst aus Lehrbüchern beizubringen (Stufe 1-3). Diese ersten Schritte gingen mangels Trainingspartner nur schleppend voran.

2010:
Verstärkter Kontakt mit anderen, nicht ausgebildeten Praktizierenden, die ebenfalls versuchen, es sich aus Lehrbüchern beizubringen. Eine Online-Community entsteht, aus der später die Bezeichnung „Generation Skype (der Remote Viewer)“ hervorgehen sollte. Ende 2010 gibt es Kontakt mit voll ausgebildeten Viewern, die zu der Zeit rar gesät sind. Teilnahme an der ersten, operationalen Stufe 6-Session (eine Vermisstensuche).

2011:
Autodidaktisches lernen und praktizieren mit den Grundlagen der Stufe 6. Erster Vortrag auf einem Remote Viewing-Kongress in Erfurt zum Thema „Target-Kontamination“. Teilnahme an ersten, rv-spezifischen Sendungen und Podcasts. Veröffentlichung erster Artikel in Fachliteratur und online.

2012:
Formale Ausbildung in der Stufe 6 und Ausbildung eines neuen Teams, mit dem umfassende, operationale Projekte online und vor Ort durchgeführt werden. Vortrag zu einem dieser Projekte auf einem weiteren Remote Viewing-Kongress in Erfurt. Eröffnung dieses Blogs im Oktober 2012.

2013:
Viele weitere Projekte, Experimente und Artikel. Darunter ein mehrmonatiges Solo-Projekt und erste interdisziplinäre Ansätze (z.B. Remote Viewing in Kombination mit Rückführungen). Erstmals auch ein Wunschtarget für CROPfm netradio.

2014:
Fortführung der Projekte und Experimente. Verstärkter Fokus auf den persönlichen Alltagsnutzen von Remote Viewing (Optima, Lokalisierungen etc…). Veröffentlichung eines Video-Tutorials bis Stufe 3 für neugierige Neulinge.

2015:
Erste Teilnahme an Remote Viewing-Seminaren als Co-Trainer. Weiteres, komplexeres Wunschtarget-Projekt für CROPfm netradio. Mehrere Beiträge in Print-Literatur.

2016:
Hauptberufliche Tätigkeit als Remote Viewing-Ausbilder und Recherche-Dienstleister. Besuche von verschiedenen Veranstaltungen in dieser Tätigkeit. Weitere Veröffentlichungen von Online-Artikeln.

2017:
Erste Vesuche mit gemeinsamen Bestrebungen, Remote Viewing im Dienstleistungs- und Forschungsbereich zu professionalisieren. Später auch Bündelung von interdisziplinären Expertisen. Weiteres Wunschtarget-Projekt bei CROPfm, dieses Mal zum Thema Kornkreise. Später erstes, interdisziplinäres Wunschtarget-Projekt zum Thema Zukunft.

2018:
Gründung der Academy of Mind, einer Art Dachverband für Forschungen und Dienstleistungen im Grenzwissen-Bereich (u.a. Remote Viewing, Magie, Coaching…). Erste Projekte und interdisziplinäre Experimente in einer neuen Online-Community. Viele weitere Veröffentlichungen, darunter auch wieder in Print-Form.

2019:
Physischer Ausbau der Academy of Mind, u.a. für Remote Viewing-Seminare vor Ort. Weiteres Wunschtarget-Projekt für CROPfm

Mal sehen, wie die Remote Viewing-Welt im deutschsprachigen Raum (und global) in weiteren zehn Jahren aussehen wird…

Der Alltagsnutzen von Remote Viewing

Worin besteht der Alltagsnutzen von Remote Viewing?

Remote Viewing stellt ein mächtiges Werkzeug zur Befriedigung der persönlichen Neugier und des Forschergeistes dar. Man gelangt damit an Informationen, die auf konventionellem, physischen Wege nicht erreichbar sind. Sei es durch räumliche, zeitliche oder gar dimensionale Trennung (z.B. bei metaphysischen Targets). Dieser Blog zeugt seit vielen Jahren davon, welche grenzwissenschaftlichen Forschungsbeiträge damit geleistet werden können. Wie sieht es jedoch mit dem Alltagsnutzen von Remote Viewing aus? Denn es wäre eine regelrechte Verschwendung, das Informationspotential des Remote Viewing nicht für die Herausforderungen des Alltags einzusetzen.

Typische Anwendungsgebiete

Was sind die typischen Anwendungsgebiete von Remote Viewing im Allag? Die Möglichkeiten und Potentiale sind hier ebenso vielfältig, wenn nicht sogar vielfältiger, als bei Forschungstargets. Wir werfen nun einen verkürzten Blick auf die meistgenutzten Anwendungen in der Hinsicht:

Timelines und Optimas

Ganz besonders gefragt ist die Möglichkeit von Timelines mit Optimas. Mit dem Timeline-Werkzeug ist es nicht nur möglich, vergangene und zukünftige Ereignisse zu untersuchen, sondern auch verschachtelte Wahrscheinlichkeiten und „Was wäre wenn?“-Szenarien.

So kann man zum einen ganz einfach die wahrscheinlichste Zukunft für einen Zeitpunkt X viewen (z.B. von heute bis Ende 2020), und sich signifikante Ereignisse anschauen. Dann ermittelt man, wie man am besten auf diese Ereignisse reagiert, wie es dazu kam, welche Personen und Handlungen involviert sind etc…

Man kann jedoch auch ein direktes Optimum ansetzen, bei dem der Handlungsweg in die Zukunft hinein ermittelt wird, mit dem man eine optimale, spezifische Entwicklung erreicht. Dabei werden Meilensteine innerhalb der Timelne ermittelt, nach denen es zu handeln gilt, um diese optimale Entwicklung einzuleiten.

Optimas können in der Targetformulierung mit verschiedenen Parametern gefüttert werden. Z.B. wenn man den Weg zum größten, beruflichen Erfolg, der persönlichen  Erfülltheit, der geistigen Weiterentwicklung etc… innerhalb eines bestimmten Zeitraums ermitteln möchte. Zu beachten ist hier, dass das schnell sehr komplex werden kann, und ggf. mehrere Sessions auf Einzelaspekte notwendig sind.

Timeline - Beispiel

Mapping / Lokalisierung

Eine der wohl ursprünglichsten Anwendungsformen des Remote Viewing ist das Lokalisieren und Beschreiben von Dingen oder Lebewesen. Dies geht natürlich auf die frühen Spionagetätigkeiten mit Hilfe dieser Methode zurück. Bei den heutzutage typischen Recherchen kann es sich verlorene Wertgegenstände, entlaufende Haustiere oder in ernsteren Fällen auch vermisste Personen handeln. Aber auch bestimmte Merkmale in Umgebungen (z.B. Höhleneingänge, Bodenschätze etc…) können lokalisiert werden.

Ein schönes Beispiel für das Auffinden von verlorenen Wertgegenständen, ist der Fall einer verlegten Mappe mit 5000 €-Bargeld. Der Auftraggeber hatte einst ein Boot verkauft, und das Geld in bar erhalten. Dann wurde es jahrelang irgendwo  im Haus in einem Umschlag gelagert, welcher wiederum in einer schwarzen Ledermappe lag. Als der Kunde das Geld nun brauchte, konnte er es nicht mehr in seinem Haus finden, weshalb er Remote Viewer beauftragte. Von den Remote Viewern wurde ein Mapping-Raster verwendet, welches über dem Grundriss des Hauses lag. Der blinde Viewer bekam dabei nur das Mapping-Raster, um Vorannahmen zu vermeiden.

Nachdem der Viewer zwischen den Bodenschichten des Hauses landete, dabei dort noch bauliche Mängel erkannte, grenzte er das Zielobjekt ein, und zeichnete es. Gut zu erkennen war die aufklappbare Ledermappe, inklusive einer Art Wasserschaden. Später fand der Auftraggeber die Mappe mit dem Geldumschalg genau in dem geviewten Bereich. Sie war hinter die beschädigte Rückwand eines Schrankes gefallen. Und tatsächlich war an den Rändern des Geldumschlages ein Schaden durch Feuchtigkeit vorhanden:

Lokalisierung einer Geldmappe

Eine ungewöhnlichere Anwendungsart der Lokalisierung ist es, wenn man sich in einem unbekannten Gebiet einen Bereich sucht, der ganz bestimmten Kriterien gerecht werden soll. So kann man sich z.B. ein Refugium in der Natur suchen, bei dem die Kriterien Abgeschiedenheit, Ungestörtheit und ein Gewässer sein sollen. Diese Lokalisierung überträgt man wiederum auf ein Kartenraster, und die Matrix liefert in der Regel die beste, in dem Gebiet vorhandene Entsprechung zu den Vorgaben. Eine ausführliche Experimentalreihe dieser Art habe ich in den „Wandern mit Remote-Viewing“-Artikeln beschrieben.

Personenwahrnehmung

Die Personenwahrnehmung stellt eine weitere mächtige Anwendung der Stufe 6 dar. Allein die Bezeichnung könnte schon unheimlich wirken, wenn man an die militärischen und geheimdienstlichen Ursprünge des Remote Viewing denkt. Neben dem Ausspionieren irgendwelcher Schwächen und Geheimnisse, sind jedoch auch konstruktive Anwendungen für die geviewte Person möglich. Zumal es die Arbeitsethik ohnehin verbieten sollte, Auftragssessions auf Personen zu machen, die dem nicht zugestimmt haben.

Was ist nun aber der positive Nutzen der Personenwahrnehmung? Neben der einfachen Identifizierung durch Aussehen, Alter, Geschlecht etc…, lassen sich auch Charakter, Wünsche, Stärken und Schwächen, Potentiale und Gefährdungen ermitteln. Dies kann man in Kurzform machen, oder sehr ausführlich in erweiterten Schablonen. So wird eine so genannte Deep Mind Probe angwendet, um alle Arten von bewussten und unbewussten Aspekten des Geistes zu erfahren. Hier seien Beispielsweise bewusste und unbewusste Stärken, Schwächen, Wünsche, Ziele, Gefahren, Ängste etc… genannt, bis hin zur Lebensberufung der Person.

Personenwahrnehmung - Anwendung

Hat man diese Aspekte nun im Detail herausgefunden, können Umgangsweisen bzw. Lösungen dazu erfragt werden. Ein weiteres, spezialisiertes Werkzeug der Personenwahrnehmung, welches sich gezielt auf Lösungen konzentriert, ist die Problemlösungsschablone. Dort werden sowohl körperliche, als auch geistige Probleme der Person abgefragt, und zugleich passende Lösungsansätze ermittelt. Das ersetzt natürlich keine professionelle Diagnose, kann jedoch ein zusätzlicher Hinweisgeber bzw. eine Bestätigung sein.

Personenwahrnehmung - Problemlösungsschablone

Die Personenwahrnehmung muss sich nicht nur auf eine Person beschränken, sondern läßt sich auch auf ganze Personengruppen anwenden. Dabei kommt häufig die Beziehungsanalyse zum Einsatz, bei der die Beziehung zwischen zwei oder mehr Personen bzw. Gruppen detailliert analysiert wird. Mal abgesehen von den zwischenmenschlichen Unbequemlichkeiten, die solche Enthüllungen oft mit sich bringen, können damit z.B. entscheidende Kommunikationsprobleme in Firmen, Familien oder Beziehungen bearbeitet werden. Denn wenn man aneinander vorbei redet, oder falsche Vorstellungen voneinander entwickelt, bauscht es sich häufig auf, bis das ganze Kartenhaus irgendwann zusammenfällt. Remote Viewing bietet hier die Möglichkeit der Vorsorge und Schadensbegrenzung, ohne auf die Selbstehrlichkeit der beteiligten Personen angewiesen zu sein.

Personenwahrnehmung - Beziehungsanalyse

All diese Bereiche der Personenwahrnehmung können so nicht nur soziale Strukturen optimieren, sondern auch wertvolle Informationen zur Selbsterkenntnis liefern. Selbsterkenntnis liegt jedoch letztlich, wie auch der Wunsch nach Heilung oder Mustertransformation, bei einem selbst. Aber ein blinder Viewer kann hier zumindest helfen, Ego-Fallen, mangelnde Selbstehrlichkeit und Subjektivität zu umgehen.

Ereignisaufklärung

Die Ereignisaufklärung ist eine Anwendungsform, bei der so ziemlich alle der genannten Werkzeuge zum Einsatz kommen. Meist auf einer Timeline des Ereignisverlaufes basierend, werden beteiligte Personen, Handlungen, Bewegungen, Orte des Geschehens, involvierte Objekte etc… untersucht. Dadurch ergibt sich ein hochkomplexes Bild, welches bei verschiedendsten Herausforderungen eingesetzt werden kann.

Häufig denkt man hier natürlich an Verbrechensaufklärung und Detektivarbeit (was die meisten Viewer übrigens nicht wollen). Aber auch Unfallhergänge, historische Ereignisse, unerklärliche und verdrängte Erlebnisse, oder die simple Rückverfolgung bei verlegten Gegenständen, können mit dieser Werkzeugsammlung aufgeklärt werden. Die Hauptlast liegt hier natürlich beim Monitor, welcher dem blinden Viewer den richtigen Einsatz der Werkzeuge vorgeben muss.

Ereignisaufklärung

Ereignisaufklärungen sind natürlich auch in „Was wäre wenn?“-Form für zukünftige Entwicklungen möglich. Das kann dann als detaillierte Erweiterung eines Optimums angesehen werden. Letztlich finden sich in den meisten Stufe 6-Sessions Anteile der Ereignisaufklärung, wenn eine Timeline involviert ist. So manche Session dieser Art taugt dann regelrecht als Inspiration für ganze Romane.

Fazit

Remote Viewing stellt sich immer deutlicher als enorm nützliches und pragmatisches Werkzeug zur Alltagsoptimierung heraus. Wie bei allen Verbesserungsbestrebungen, muss natürlich auch hier einiges an Arbeit investiert werden. Aber wenn man bedenkt, wieviele externe Berater, Vermutungen und Entscheidungen mit mangelnder Informationsgrundlage man sich damit sparen kann, wird auch der wirtschaftliche Faktor deutlich. Inzwischen werden von mehreren Anbietern im deutschsprachigen Raum Auftragsrecherchen angeboten, die den Nutzen des Remote Viewing auch für unausgebildete Interessenten ermöglichen. Eine Möglichkeit findet ihr hier: Academy of Mind – CRV-Service

Was ist eigentlich ARV?

Eine der ersten Techniken des Remote Viewing, die als Entscheidungshilfe dienen sollte, nannte sich „Assoziatives Remote Viewing“ (ARV). Diese wurde offenbar schon Anfang der 1980’er Jahre u.a. von Russel Targ an der Börse eingesetzt, um Silberpreise vorauszusagen. Diese Voraussagen sollen dabei bereits sehr erfolgreich gewesen sein. ARV beschreibt eine Vorgehensweise, bei der zur Klärung von Sachverhalten (meist JA / NEIN-Abfragen) Stellvertreter-Bilder verwendet werden. Dies bietet vor allem für Anwender, die noch nicht in der Stufe 6 arbeiten, eine einfache Abfragetechnik. Hier ist ein Beispiel anhand einer Sportwette (Tennis-Doppel):

ARV - Beispiel

Bei der Verwendung von ARV für Sportwetten wird jedem Spieler oder jeder Mannschaft ein Bild zugeordnet. Das Bild, von dem in der Session die meisten Eindrücke durchkommen, zeigt den wahrscheinlichen Sieger. Bei Sportarten, in denen es „Unentschieden“ gibt, wird dafür noch ein drittes Bild verknüpft.

Wie im Fall von Russel Targs Silbervorhersagen, kann man ARV für Börsenkurse verwenden, indem man ein Bild für „steigender Kurs“, eines für „gleichbleibend“ und eines „fallender Kurs“ verknüpft. Ebenso kann man ARV jedoch auch für sämtliche Entscheidungen verwenden, die sich mit JA / NEIN beantworten lassen.

Theoretisch sind noch mehr Variablen möglich (z.B. eine von zehn Entscheidungsmöglichkeiten), aber bei zu vielen Stellvertreter-Bildern wird es zu komplex. Denn vor allem bei Entscheidungen, die sich in ihrer Wahrscheinlichkeit zu nahe liegen, verschmelzen die Bilder oft stark, weshalb man sie bei zu vielen Motiven nicht mehr zuverlässig in den Session-Ergebnissen interpretieren könnte. Es gab z.B. schon kühne Versuche, per ARV Lottozahlen herauszufinden, wofür in sechs Sessions auf 49 Stellvertreterbilder geviewt wurde. Diese waren jedoch nicht mehr wirklich auseinanderzuhalten. Im Lotto kommen aber bekanntlich noch andere Probleme hinzu (u.a. extreme Wahrscheinlichkeitsfluktuation durch Millionen von Spielern), welche es sehr schwierig machen. Aber das ist ein Thema für sich.

Bei der Motivauswahl für ARV-Targets ist es wichtig, dass sich die Bilder visuell und inhaltlich nicht zu sehr ähneln. Ein guter Gegensatz wäre z.B. ein ausbrechender Vulkan vs. einer flachen Eiswüste (evtl. mit Eisbären oder Pinguinen, damit mehr „Energie“ im Target ist). Dort finden sich die Unterschiede vor allem in den Farben, Temperaturen und Dimensionen. Auch könnte man Bilder mit großen Außen-Landschaften vs. kleinen, geschlossenen Innenräumen verwenden. Beachten sollte man zudem noch, dass die Motive ähnlich interessant wirken. Der mächtige Ausbruch eines Vulkans könnte neben einem unbeachteten Apfel auf einem Küchentisch sehr überstrahlend rübergekommen, da die Einstreuung durch das spektakulärere Ereignis das andere Bild überdeckt. Man muss bedenken, dass man es hier mit „konkurrierenden“ Eindrücken zu tun hat, von denen man das stärker durchkommende Motiv bestimmen können muss.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die ARV-Technik eine gute Herangehensweise für nicht allzu komplexe Entscheidungs-Sessions bzw. für Viewer, die noch nicht in der Stufe 6 arbeiten, bietet. Allerdings ist es gerade bei Sportwetten hilfreich, nochmal die Eindrücke mit einer Timeline abzuchecken, da spontane Entscheidungen des freien Willens (z.B. von Schiedrichtern) noch gegen Ende eines Spiels zu Fluktuationen führen können. So etwas könnte man evtl. schon nach der Stufe 3 einbinden, wobei dort jedoch beachtet werden muss, dass man dort normalerweise noch nicht so stark on target ist, wie ab Stufe 4. Zudem in ARV-Sessions bis Stufe 3 manchmal das Phänomen zu beobachten, dass der Viewer die Inhalte aller Bilder auf einmal bringt, ohne dass man eines der Bilder als dominierend herausinterpretieren könnte. Bewegungsübungen können hier ggf. die Treffsicherheit erhöhen.

Abgesehen von dem Hauptnutzen als Entscheidungswerkzeug, können ARV-Targets ein sehr gutes Training sein, um eine differenzierte Auswertung von Session-Daten zu erlernen. Denn manchmal verschmelzen die Bilder bis ins Verhältnis 60/40, wenn es sich um sehr knappe Ereignisausgänge handelt. Und da ist eine akribische Auswertung der Eindrücke entscheidend. In solchen Fällen können auch Auswertungstabellen helfen, in denen man die Eindrücke aufzählt, und schließlich statistisch sieht, welches Bild dominierender heraussteht. Dabei ist jedoch auch zu beachten, dass der Stellenwert der Eindrücke nicht immer gleich sein muss, da z.B. inmaterielle Aspekte (ITs) des in Stufe 4 höher gewichtet sein können, als Farben oder Oberflächen in Stufe 2.

Neues aus der „Bar am Ende des Universums“

Ein neuer Anflug in die „Bar am Ende des Universums“ erscheint! Remote Viewer in Deutschland berichten über interessante Projekte und den Stand der Dinge seit der letzten Ausgabe im Jahre 2011.

Barbuch 4

ISBN-13: 978-3933305398 (Amazon-Link)

Auch einige Projekte aus diesem Blog haben dort Einzug gehalten. Aus dem Inhalt:

Vorwort: 2015 – nun sind doch wieder vier Jahre vergangen, bis wir es geschafft haben, ein weiteres Buch aus Beiträgen verschiedener Remote Viewer zusammenzubringen. Warum ist es denn so schwierig, dieses Periodikum zu erstellen? Eigentlich müsste doch der Quell übersprudeln, „das ganze Universum könnte sich hier einbringen!“ Genau. Das ganze Universum bringt sich ein. Und schon ist Schluss mit den schönen Vorsätzen. Andere Remote Viewer werden es (un)gern bestätigen: die Dynamik des Lebens nimmt mit RV reichlich zu.

Langeweile? Das war gestern. Leute, die Remote Viewing gelernt haben, sonst schon aktiv am Leben teilhabend, bekommen jetzt noch mehr geboten. Noch einen Artikel darüber schreiben? Wozu? An der nächsten Ecke lauert schon das nächste Abenteuer! Für andere ausarbeiten, alles genau darlegen, bebildern, erläutern, begründen … ach was, ich weiß doch, was ich weiß! So ähnliche Antworten bekamen auch jene, die Mustersessions forderten, anmahnten, man solle ihnen doch beweisen, dass Remote Viewing funktioniere! Es gab ein breites Auflachen in der Szene, die Frage: wozu? Ich weiß es doch, das genügt! Missionieren ist was für Missionare! Weiter, mehr, Neues! Und der Alltag bringt auch eine erhöhte Ereignisdichte.

Plötzlich wollen immer mehr Leute etwas von einem! Wie erwehrt man sich dessen? Auf eine einsame Insel ziehen? Ein Bauernhof unter Gleichgesinnten wäre schon schön! Mehr Leute, die verstehen, wo man gerade herumfliegt, Hilfe in Form von eigenen Beiträgen zu drängenden Fragen und weniger unwissende, unangemessene, ignorante Fragen, mit denen man sich abmühen muss. Ja, ja, wir können alles wissen! Nein wir wollen nicht alles wissen! Könnt ihr euch überhaupt vorstellen, wie das ist, alles nachschauen zu können? Alles? (…) Alles Gründe, einen Artikel NICHT zu schreiben. Wenn wir trotzdem einen kleinen Strauß Berichte aus der Welt der Remote Viewer zusammenbekommen haben, so können wir uns glücklich schätzen! Wohlan, hier ist er.

– Robert Riedzek: Mein Leben mit RV
– Ralf Paulsen: Die verschwundene Betriebszulassung
– Manfred Jelinksi: Die Unbekümmertheit aus Übersee
– Mike Bartel: Target-Auswahl und Folgen
– Manfred Jelinski: Was soll man glauben?
– Benny Pamp & Stefan Franke: Metaphysische Zielgebiete
– Stefan Lindemann: RV als Brecheisen zum Unterbewusstsein
– Mike Bartel: Steingeflüster
– Ralf Paulsen: Das verschwundene Calligaris-Set
– Stefan Franke: Die Topografie des Universums
– Mike Bartel: Das Licht von Brieselang
– Markus Perk: Physik kann spannend sein
– Stefan Franke: Wer viewt im Target?
– Ralf Paulsen: Der Mottenmann von Mason County
– Manfred Jelinski: Remote Viewing früher – der AIR-Report
– Daniela Bruckner & Benny Pamp: Alles neu macht die Stufe 6
– Manfred Jelinski & Robert Riedzek: Ausflug in die Bundesliga
– Benny Pamp & Stefan Franke: Der Meteor von Tscheljabinsk
– Manfred Jelinski: Aus der Forschung – der Umschaltplan
– Robert Riedzek: Warmes Bier und kalte Füße

Mit RV untersuchte Themen (Stand: 15.08.2019)

Ich werde immer wieder gefragt, ob wir schon dieses und jenes Thema mit Remote Viewing untersucht haben, oder ob man das irgendwo nachschauen kann. Leider sind Versuche, eine deutschsprachige oder internationale Abgleichsdatenbank dazu zu etablieren, bisher gescheitert (qualifizierte Software gibt es zwar schon, aber die nutzt bisher keiner). Deshalb schreibe ich hier einfach mal auf, welche (Grenz)Themen wir (also mein RV-Umfeld und ich) bisher bearbeitet haben. Manche Themenbereiche überschneiden sich natürlich auch. Einzelsessions, die wenig erbrachten, oder halbherzig getasket / gemonitort wurden, lasse ich mal hier aus. Ebenso natürlich vertrauliche und irrelevante Targets, Übungstargets (unüberschaubar) und Beiläufigkeiten wie Sportwetten und Börsentargets. Ein Teil der Sessions bzw. Projekte wurde auch hier in diesem Blog ausführlich vorgestellt.
 

Archäologie:

Atlantis (Beschreibungen und Mapping)
Bundeslade (nicht nur alter Sand)
Erdstallanlage bei Kritzendorf (Beschreibungen und Intentionen)
Große Pyramiden von Gizeh (definitiv keine Grabmäler)
Ostsee-Anomalie (Ocean-X) (zeitweise eine Art Kultstätte)
Puma Puncu-Ruinen (Beschreibung zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung)
Weltwunder (Bedeutung)
Yonaguni-Monument (Erschaffung und Erschaffer)

 

Astronomie:

2014 MU69 (Ziel nach Pluto für New Horizons)
1I/2017 U1 (Oumuamua)
2M1207b (Planet als Ganzes)
Ceres (Zwergplanet als Ganzes und Innenaufbau)
Charon (Plutomond als Ganzes und Innenaufbau)
Enceladus (Saturnmond als Ganzes und Innenaufbau)
Epsilon Eridani b (Planet als Ganzes)
Erde (in 5 Mrd. Jahren)
Erdmond (verschiedene Targets, auch Mondflüge)
Europa (Jupitermond Innenaufbau bzw. Eis-Ozean)
Ganymed (Jupitermond als Ganzes und Innenaufbau)
Jupiter (Planet als Ganzes und Innenaufbau)
Meteor von Tscheljabinsk (Video)
Gliese 581c (verschiedene Targets)
Io (Vulkanausbruch und Krustenaufbau)
KIC 8462852 (Anzeichen künstlicher Aktivität)
Mars (verschiedene Targets)
Planet 9 (existiert offenbar)
Pluto (Planet als Ganzes)
Proxima Centauri b (Planet und Umgebung)
Saturn (Planet als Ganzes)
Schwarze Löcher (Milchstraßen-Galaxie)
Titan (Oberfläche; Huygens-Sonde)
Triton (Mond als Ganzes)
Venus (Oberfläche; Venera-Sonde)
Topographie des Universums (physisch und metaphysisch)

 

Bewusstseinsphänomene:

Außerkörperliche Erfahrungen (verschiedene Targets)
Bewusstseinsstrukturen an sich (Vorgänge, Eigenschaften, Energie, Höheres Selbst etc…)
Nicht-physische Konstrukte (gezielt manifestiert und fremd)
Otherkin-Phänomen (nicht-menschlicher Seelenteil)
Personenwahrnehmungen (lebend, jenseitig und andere Inkarnationen)
Die menschliche Qualia (qualvoll)
Remote Viewing (Effekte, Eigenschaften, Vorgänge etc…)
Samadhi-Zustand (Hambo Lama Daschi-Dorsho)
Träume (Aufbau und inhaltliche Bedeutungen)

 

Ereignisse:

Leonardo DaVinci und die Mona Lisa (scheinbar keine echte Person)
9/11: Ursache des Kollaps von WTC 7 (wirkte nicht wie Bürobrände)
Abgestürzte Metallkugel in Afrika (Hydrazin-Tank)
Challenger-Katastrophe (von Außen und aus Crew-Sicht)
Djatlow-Pass (Jäger des verlorenen Schatzes + Event Horizon)
Falcon X Heavy-Roadster im All (kein Fake, liebe Flacherdler!)

 

Gesundheit:

Diverse vertrauliche Targets (physisch und psychisch, bis hin zu Todesursachen)
Magen und Darm-Grippevirus (vermutlich Noro-Virus)

 

Mythen, Sagen und Legenden:

Irische Sage über die Tuatha/Sidhè (scheint auch nur eine Sage zu sein)

 

Mapping:

Die Suche nach dem Atomium (Mapping- und Pendel-Experiment)
Der Alltagsnutzen von Remote Viewing (inkl. Auftragsbeispiel einer Lokalisierung)

 

Paranormales:

Diverse paranormale Erlebnisse (Zeitphänomene, Gedächsnisverlust, Visionen etc…)
Himmelsdröhnen (Einzelne Auswahl; es gibt auch klare Fakes)
Hoia Baciu-Wald (Bild von Bernhard Reicher als Ausgangspunkt)
Kornkreise (im Rahmen einer CROPfm-Sendung)
Löffelbiegen (Vorgänge bzw. Ursachen)
Spukphänomene (menschlich und nicht-menschlich; auch auf Fotos)
Untersberg (Beschreibung und Lokalisierung von Zeitanomalien)
Zwergwesen (als Fake entlarvt)

 

Physik:

Bariumtitanat-Atome (mehrere Sessions)
Chemtrails / Contrails (unschlüssig)

 

Tiere und Natur

Hund (Deep Mind Probe)
Katze (Personenwahrnehmung)
Palme und ihre Wahrnehmung („Beifang“ in einer Session)
Stubenfliege (Deep Mind Probe)
Termiten („Interview“)
Schafsperestaltik (vegane Windungen)
Natur-Locations lokalisieren (Form des Mappings)

 

UFOs und Aliens:

Amphibische humanoide Spezies (verschiedene Targets)
Diverse humanoide Spezies (tauchten in Sessions als „Beifang“ auf)
Dreiecks-UFO der belgischen UFO-Welle (Foto-Target)
Jerusalem-UFO (höchstwahrscheinlich Fake)
Nagora-UFO (Video-Session)
Plasmakugeln (intelligent gesteuert)
Lichtpunkte in der Nähe von Aachen (vermutlich nur AWACs-Flugzeuge)
Schönste humanoide Lebensform im Universum (subjektiv!)
Entführungsphänomen durch UFOs / Außerirdische (vier Fälle)

 

Weltbilder:

Innerer Aufbau der Erde (Überprüfung der Hohlerde-Theorie)
Reiki-Energiesystem (offenbar keine Einweihung nötig, um es zu nutzen)

 

Wesenheiten (metaphysisch):

Engel (verschiedene Targets)
Lilith (im Rahmen einer Community-Angelegenheit)

 

Zeitreisen:

Örtlichkeit in 500 Jahren (Ort scheint an sich schon leicht anomal zu sein)
Wahrscheinlichkeitslokalisierung (Mechanismen des Zeitverlaufs)

Target-Kontamination

…oder: Warum Laien keine Beweisaufbauten für Remote Viewing (und verwandte Techniken / Phänomene) erstellen sollten. Aber fangen wir am Anfang an…
 
Der Kontext

Es begab sich kürzlich durch einen recht alten Thread in einem Grenzwissen-Forum, dass Rufe nach Beweisen für das Remote Viewing-Phänomen laut wurden, nachdem ich das Thema mit einigem Tiefenwissen ergänzt hatte. Zuvor waren dort nur oberflächliche Informationen verfügbar. Ich erklärte, dass erfahrene Remote Viewer im Grunde keine Beweissessions mehr machen (sie wissen ja, das es funktioniert; siehe auch HIER), und es sinnvoller ist, Neulinge per Schnuppersession in das Thema einzuführen, damit sie es sich selbst beweisen können (und gleichzeitig nochwas lernen!). Jedoch gab man sich damit nicht zufrieden, und wollte unbedingt Beweise nach eigenen Bedingungen haben (sprich, eigene Targets), ohne sich selbst tiefer in Thematik einzuarbeiten zu wollen.

An verlinktem Infomaterial meinerseits (inkl. bildhaften Sessionauszügen, Beweissession-Videos etc…) und Anleitungen mangelte es nicht, aber offenbar hat man es dort eher mit einer passiven Konsum-Mentalität zu tun, die darauf fixiert ist, etwas ohne eigenes Zutun bewiesen zu kriegen. Ein Problem, welches ja vor allem aus dem Mainstream bekannt ist, aber auch in der Grenzwissenszene existiert (Menschen bleiben halt normalerweise erstmal in ihren alten Schemata, auch wenn sie sich plötzlich mit ungewöhnlichen Dingen beschäftigen). Die Forderungen wurden schließlich recht dreist, so das es in einen würzigen Disput ausartete. An den Antworten war klar zu erkennen, das sich kaum in das Material eingearbeitet wurde, denn es entstanden Mißverständnisse, die schon in den kürzesten Dokus oder kleinsten FAQs geklärt werden (ganz zu schweigen von Schnuppersessions).

Eigentlich hätte ich an dem Punkt nicht mehr weiter drauf eingehen müssen, denn eine wirkliche Bereitschaft für Neues und Tiefenwissen war für mich nicht zu erkennen. Allerdings waren auch ein paar halbwegs legitime Fragen und Zweifel dabei, deren Beantwortung aber nur mit Selbsterfahrung befriedigend sein könnte. So bot ich Schnuppersessions zur Selbsterfahrung an, jedoch ging keiner darauf ein. Stattdessen wurde immer wieder das Viewen eines eigenen Targets zum Beweis gefordert. Und wie sich erfahrene Viewer denken können, wird es da besonders problematisch und mißverständlich:

Zuerst erstellte jemand ein Target für einen anderen User, um es (ohne professionelle Anleitung) auszuprobieren. Es war eine einfache, computergenerierte, geometrische schwarz-weiß Form. Der Tasker dachte, sowas müsste leicht zu viewen sein (aus seiner Sicht verständlich), doch es kam natürlich nichts deutbares heraus, weil an einem solchen Targets „nicht viel dran“ ist (zumindest bei oberflächlichen Sessions bis Stufe 3). Aber das passiert fast immer, wenn man die (metaphysischen) Naturgesetze hinter Remote Viewing nicht kennt, und versucht, nach dem vertrauen, mechanistisch reduktionistischem Weltbild vorzugehen. Auf meine Erklärung hin, warum es so nicht funktioniert, und wie es um die metaphysische Natur der „Matrix“ bestellt ist, wurde es reflexartig als esoterische Theorie abgetan (trotz meiner Beteuerung der Selbsterfahrung damit). Wie dem auch sei, kommen wir nun zum Kern der Sache:
 
Wenn Targets schmutzig gemacht werden

Spannend wurde es, als noch ein weiteres Target getasket wurde (diesmal ein „Real World“-Target). Ich hatte an dem Punkt eigentlich schon den Entschluss gefasst, nicht mehr aktiv mitzumachen. Allerdings wurde ich doch noch Neugierig, und habe (erstmal nur für mich) eine eher flüchtige Session auf das Target gemacht. Kurz gesagt; der Tasker hat seinen Beweis bekommen, aber nicht so, wie er es erwartet hätte. Hier jedoch erstmal die wesentlichen Auszüge der Session:
 
In Stufe 1 tauchten schon grobe, interessante Struktureindrücke auf. Darunter glasige, halbrunde Objekte, die nebeneinander angeordnet waren. Der Gesamteindruck am Ende der Stufe 1 war eindeutig künstlich. Erste AIs waren „raffiniert“, „speziell“, aber auch „trivial“ und „albern“. Als AUL schrieb ich noch „Plastikteil“ heraus. Eine Miniskizze hatte ich auch schon erstellt, obwohl man solche in Stufe 1 nicht überbewerten darf:

RV - IP-Kamera - S1 (Miniskizze)
 
In Stufe 3 wurde es konkreter. Das Objekt wies Rundungen auf, war nach hinten gezogen und durch irgendeine Stütze oder einen Sockel hochgestellt. Als AULs drängten sich hier zuerst „Modell“, dann „Kunst“, danach „Röhrenbildschirm“ und schließlich „Webcam“ auf.

RV - IP-Kamera - S3
 
So richtig los geht es natürlich erst in der Stufe 4, deshalb werfen wir doch mal einen Blick darauf, was diese für Daten geliefert hat (EIs wegen möglicher Tasker-Privatsphäre geschwärzt, falls man die restliche Schrift überhaupt entziffern kann :D):

RV - IP-Kamera - S4
Targetrelevant erschienen mir bei den Ts die erhöhte, gewölbte Struktur, und bei den ITs die Eigenschaften „fixieren / fokussieren“ und „neigen“. Diese unterstrich ich für eine weitere Untersuchung in der Stufe 6.
 
Was uns konsequenterweise zur Stufe 6 bringt. Die vertiefte Untersuchung der „erhöhten, gewölbten Struktur“ brachte das Folgende zum Vorschein:

RV - IP-Kamera - S6 (1)
Die künstliche Natur der Sache bestätigte sich weiterhin, und als ich das Objekt von vorne betrachtete, zeigte sich eine Art „Auge“ bzw. Objektiv. Dieses spuckte zugleich die ITs „fokussieren“ und „eng zusammenziehen“ aus. Nach den lustigen AULs „Alien-Kopf“ und „E.T.“ (bezogen auf die Seitenansicht), schrieb ich „Auge“, „Webcam“ und „Digicam“ bezüglich der Vorderansicht heraus.
 
Auf der nächsten Seite untersuchte ich per relationalem Diagramm die markierten ITs „fixieren / fokussieren“ und „neigen“:

RV - IP-Kamera - S6 (2)

Bei „fokussieren / fixieren“ bekam ich den Eindruck eines sehr kleinen Rechtecks, welches die Konsequenz des fokussierens bzw. fixierens ist. Der weitere Zweck dieses Rechtecks war die Erzeugung einer Art Projektionsfläche. Dazu kam mir das AUL „Webcam-Bild“. Bei der Untersuchung der Eigenschaft „neigen“ bekam ich die Eindrücke eines Kugelgelenks, womit die aufliegende Struktur heruntergeneigt werden kann. Das Bild vervollständigte sich langsam.
 
Auf der letzten Seite erstellte ich, unterstützt durch eine targetkontakt-stärkende Bewegungsübung, noch eine Fazit-Skizze:

RV - IP-Kamera - S6 (3)

Die klaren Fazit-Eigenschaften waren „künstlich“, „technisch“, „schenkbar“ und „fokussiert was“. Die letzten AIs waren unspektakulär. Hier nochmal die Fazit-Skizze vom Ideogramm-Gekrakel freigestellt, damit man sie besser erkennt (Markant: Die „Antenne“):


Man kann es schon mehr als erahnen: Offensichtlich handelt es sich hierbei um eine Art Kamera. Die glasigen, halbrunden Strukturen in Stufe 1 kamen mir jetzt zusätzlich als Infrarot-LEDs in den Sinn. Obgleich ich die Sache offiziell schon ad acta gelegt hatte, zeigte ich dem Tasker noch mein Ergebnis, damit das Papier- und Zeitopfer nicht umsonst war (RV gefährdet schließlich den Regenwald ;)):
 
– Künstlich (abgerundete, aber nicht völlig runde Form)
– Technisch
– Schwenkbar
– Fokussiert was

AULs waren:

– Modell
– Kunst
– Röhrenbildschirm
– Webcam

Mögliche Schussfolgerung:

Kamera auf Stativ oder Schwenkarm mit Kugelgelenk, evtl. mit eingebauten IR-LEDs.
 
Der Tasker sagte mir daraufhin, dass ich leider falsch lag, und zeigte mir als Target das Foto eines Atomkraftwerkes mit zwei Kühltürmen (dessen Abbildung mir hier leider nicht gestattet wurde). Da von diesem Atomkraftwerk nicht der geringste Eindruck in der Session zu finden war, stellte ich folgende Möglichkeiten zur Diskussion:

1) Nicht on target gewesen

2) Es gibt in dem Target irgendwo eine Überwachungskamera mit IR-LEDs, auf die ich mich fixiert habe, und die Bewegungsübungen haben nicht funktioniert

3) Der Tasker wollte zuerst was anderes nehmen oder hat während des Taskings stark an was anderes gedacht, und hat dadurch das gewählte Target mit dieser Absicht „kontaminiert“

4) Der Tasker hat es ausgetauscht, um vorzutäuschen, das es nicht funktioniert hat (könnte man durch ein Backtracking herausfinden)

Daraufhin antwortete mir der Tasker, das er während der Targeterstellung tatsächlich daran dachte, sich eine IP-Überwachungskamera anzuschaffen, da kürzlich in seiner Umgebung eingebrochen wurde.

Ich antwortete ihm, dass ich in dem Fall doch on target war, und das er beim tasken keine ausreichende „Gedankenhygiene“ gehalten hat. Somit hat er das eigentliche Target mit seiner Idee zur IP-Kamera „kontaminiert“ (es ist immer die erste Intention, die aufgeprägt wird). Ich machte ihm das jedoch nicht zum Vorwurf, da er ja nicht wissen konnte, dass sowas bei Remote Viewing passieren kann.
 
Bild einer typischen WiFi IP-Überwachungskamera (Quelle: Amazon.de)
Und nochmal zum Vergleich: Gesamtskizze aus der Session

 

IP-Kamera - Essenz

Veranschaulichung des Vorgangs (hier mit Symbolfotos von Wikipedia) – Klicken zum vergrößern!

 
Dieser verstrickte Vorfall ist eigentlich ein exzellentes Beispiel für die Problematik, wenn Leute ohne Fachwissen einen Versuchsaufbau erstellen, um „Behauptungen“ aus diesem Fachbereich auf die Probe zu stellen, ohne die dahinterstehenden Gesetzmäßigkeiten zu kennen (oder wahrhaben zu wollen, was aber nicht auf den Tasker hier bezogen ist). Es ist gewissermaßen so, als sollte jemand beweisen, dass es den Marianengraben gibt, aber der Versuchsaufbau verbietet es zugleich, in jeglicher Form unter die Wasseroberfläche zu schauen, da das im herrschenden Dogma nicht vorgesehen ist.

Oder anders ausgedrückt: Mechanistisch-reduktionistsches Weltbild vs. metaphysischer Gesetzmäßigkeiten. Wenn die angebrachte Methodik nicht hinreichend ist, einen Beweis zu produzieren, bedeutet das nicht pauschal, das es den zu beweisenden Umstand nicht gibt. Man kann nicht herausfinden, was sich außerhalb einer Box befindet, wenn man sich in dieser Box einsperrt, aus Angst, die gewohnten Schubladen erweitern oder fallenlassen zu müssen.

Die unweigerliche Konsequenz dieses Vorgehens ist Stagnation. Da kann man noch so wehemend Forderungen nach Beweisen stellen; Erkenntnis kommt in der Regel nicht von selbst zu einem, sondern man muss sich in der Praxis an sie heranarbeiten, bzw. entgegenkommen. Natürlich ist derartige Target-Kontamination bei unsauberen Taskings kein Einzelfall. Hier ein weiteres Beispiel aus unserer RV-Praxis:

Ein Neuling gab mir mal irgendeine Ritterburg als Übungstarget. Er war jedoch dabei total in Eile, weil es schon Mitternacht war, er aber noch schnell in die Badewanne wollte (bei ihm kommt dann kein warmes Wasser mehr, soweit ich das verstand). Er dachte bei der Target-Erstellung so stark an sein Schaumbad, dass bei mir (neben den Burg-Eindrücken) auch „weiße, nasse Blässchenberge“ auftauchten. Es hat sich regelrecht mit der Burg überdeckt (als wenn man zwei Bilder überblendet), bzw. war sogar stärker. So wird aus einer Ritterburg eine Schaumburg (Kalauer!). Deshalb muss man beim tasken immer neutral und ohne „Gedankensalat“ vorgehen. Das er noch so dringend in die Badewanne wollte, erfuhr ich übrigens erst nach der Session.

Ähnlich verhält es sich bei Target-Umschlägen, die sich gegenseitig „kontaminieren“, wenn sie längere Zeit aufeinandergestapelt liegen, und sich die enthaltenen Targets in den Sessions tatsächlich vermischen können. Allerdings ist dort kein unsauberes Tasking in dem Sinne schuld, sondern eher eine „unsachgemäße“ Lagerung. Aus diesem Grund sollte man Targets in Umschlägen vor Gebrauch eine Weile „lüften“, sprich auseinanderlegen. Das klingt seltsam, funktioniert aber.
 
Fazit: Ein langer Artikel mit polarisierenden Umständen und einer kosmisch-humoristischen Wende. Man könnte es als „erfolgreichen Fehlschlag“ bezeichnen, oder es etwas epischer mit „Die Wahrheit hat sich von selbst offenbart“ umschreiben. Das multidimensionale Universum (Matrix, M-Feld, Akasha-Chronik, oder wie auch immer man es nennen möchte…) hat hier gut gezeigt, dass es sich nicht in Kisten packen läßt. Jede Kiste zerbricht irgendwann, und jede Schublade ist eines Tages voll. Möchte man weiter wachsen, bleibt einem nichts anderes übrig, als die zu klein gewordenen Grenzen auszudehnen. Und Grenzen hat Bewusstsein eigentlich nicht nötig, außer es setzt sich diese Selbst (entweder aus Furcht oder als Lernmotor). Aber wie man damit umgeht, entscheidet jeder für sich selbst, eigenverantwortlich und bewusst.

Mein Appell: Wenn euch etwas im Grenzwissen-Bereich (oder sonstwo) Angst macht bzw. überwältigend erscheint, besonnen Schritt für Schritt weitergehen, statt es zu überstürzen. Aber bleibt auf jeden Fall in Bewegung, denn Stagnation ist der Tod. 😉

Reaktionen auf Remote Viewing

Der Präzision halber müsste es eigentlich „Reaktionen auf Remote Viewing von Nicht-Remote Viewern aus der Grenzwissen-Szene“ heißen, aber das wirkt als Artikelüberschrift etwas langatmig.

RV - Informieren

Jeder halbwegs aktive Remote Viewer wird schonmal folgende Standard-Reaktionen von fachfremden Leuten bekommen haben…
 
Die „Mach mir eine Beweis-Session!“-Reaktion:

Dabei wird in der Regel von skeptischen Zeitgenossen eine Beweis-Session auf ein von ihnen vergebenes Target verlangt. Der einzige Zweck dabei ist offenbar, das man es ihnen beweisen soll, damit sie… ja, was eigentlich? Also da unterscheide ich nochmal verschiedene Sub-Typen:
 
Der aufgeschlossene („gesunde“) Skeptiker:

Dieser Typus hinterfragt aufgrund absolut legitimer Vorsicht Behauptungen, die über den naturwissenschaftlich gesicherten Konsens hinausgehen. Er hat meist schon Fremdschäm-Erfahrungen mit eher seichteren und undifferenzierteren Bereichen der Grenzwissen-Szene gemacht (New Age, „Fast Food“-Esoterik, Teenie-Party-Gläserrücken-Niveau etc…), und ist daher sehr zurückhaltend bei dem, was er nun für wahrscheinlich halten soll, und was nicht. Solche Leute sprechen auf eine sachliche und fundierte Darlegungsweise an, und sind nicht abgeneigt, wenn man ihnen eine Schnuppersession zur Selbsterfahrung anstelle einer Beweissession anbietet. Sie werden vielleicht sogar ein Interesse an Remote Viewing entwickeln, das über die einfache Frage „Funktioniert es?“ hinausgeht, und in die praktische Anwendung gehen.
 
Der dogmatische Skeptiker / Nörgler:

Darunter verstehe ich jene Typen, die beim Ablehnen einer Beweissession sagen, sie hätten gleich gewusst, das es alles quatsch ist. Bietet man ihnen eine Schnuppersession zur Selbsterfahrung an (und somit die Möglicheit, es sich selbst zu beweisen oder zu widerlegen), kommt es meist zu polemischen Ausweichversuchen, oder einfach zu einem Konversationsabbruch. Denn solchen Leuten geht es ausschließlich darum, ihre festgefahrenen Weltbild-Schubladen zu bestärken bzw. sie zu bestätigen (wie ein Missionar, der seinen eigenen Glauben dadurch legitimiert, das er „Nicht-Gläubige“ dazu bekehrt).

Ihre Zirkelschluss-Logik ist dabei oft, das wenn sie keine Beweise konsumfertig aufgetischt bekommen (sich der Angegriffene also nicht rechtfertigt), ihre Annahme korrekt gewesen sein muss, und es sich somit bei dem „Weltbild-Bedroher“ nur um einen Scharlatan handeln kann. Es sind in der Regel sehr unsichere Menschen, die sich hinter einer Maske der „Skepsis“ verstecken, weil sie um jeden Preis ihre Weltbildschubladen behalten möchten, damit sie den Halt an ihrer übersichtlichen und kontrollierbaren „Realität“ nicht zu verlieren. Hinzu kommt dabei meist noch eine einkonditionierte oder selbstgewählte Denk- und Handlungsfaulheit, bei der vorgekaute Beweise serviert werden sollen, ohne auch nur irgendwas dafür tun zu müssen (z.B. sich bilden oder jemandem entgegenkommen).

Wie geht man mit sowas um? Recht machen kann man es bekanntlich nicht jedem, und das sollte man vielleicht auch nicht. Denn zum einen ist das meist sinnlose Energie- und Zeitverschwendung, und zum anderen sind Manche auch einfach noch nicht für bestimmte Weltbilderweiterungen bereit. Würde man es ihnen mit Gewalt reinwürgen (z.B. durch haufenweise Beweissessions), könnten sie in eine Art extreme Verdrängungshaltung verfallen, welche der von Kleinkindern nicht unähnlich ist, die sich die Augen zuhalten, wenn sie etwas nicht wahrhaben wollen. Hier gilt also; leben und leben lassen.

Persönlich mache ich es inzwischen folgendermaßen:
Ich biete den Leuten bei starkem Interesse oder starker Skepsis eine Schnuppersession an, so das sie sich selbst die Realität von Remote Viewing beweisen oder widerlegen können. Dieser Schritt der Selbsterfahrung ist unabdingbar, wenn man sich ein authentisches Urteil erlauben möchte. Und dann trennt sich die Spreu vom Weizen (wie schon oben beschrieben): Wird eine Schnuppersession angenommen und durchgeführt, ist eine qualifizierte Weiterführung des Themas möglich, egal ob der Skeptiker immer noch skeptisch (aber offen) ist, oder sich bereits von der Wirksamkeit überzeugt hat. Ob er sich dann tiefergehend mit Remote Viewing beschäftigt, oder ihm die Erfahrung einer eigenen Session ausreichte, ist dabei unerheblich: Hauptsache er hat es auf die Probe gestellt, und sich nicht nur krampfhaft an seinen Dogmen festgehalten. Das zeugt immer von Mut, gerade bei sehr skeptischen Menschen, und ist anerkennenswert.

Wird eine Schnuppersession allerdings fadenscheinig abgelehnt, aber dennoch unter dem Deckmantel der Skepsis weitergenörgelt und auf Beweissessions behaart, geht es demjenigen nur um den Erhalt seiner aktuellen Weltbildschubladen bzw. Dogmen. Es ist also wie das „Perlen vor die Säue“-Prinzip, und verspricht keine produktive Zusammenarbeit oder persönliche Entwicklung für die Beteiligten.

Remote Viewing bedarf meiner Meinung nach eines gewissen „seelischen Rüstzeugs“, bei dem man nicht mehr zwanghaft von Glaubenssätzen oder Schubladen abhängig ist, sondern die Prinzipien „Selbsterfahrung“ und „Neutralität“ verstanden hat und auch lebt (eine gute Erdung sollte ebenfalls vorhanden sein). Natürlich kann und wird man sich auch mit diesen Grundvorraussetzungen mal irren, aber dann weiß man um seine Eigenverantwortung, und schiebt die Schuld nicht (wie bei den extremeren Schubladendenkern üblich) auf die Umstände, Methodik oder auf andere Menschen ab.
 
Die „Ich mache auch Remote Viewing!“-Reaktion:

Manchmal springen Leute, die schon Erfahrungen mit anderen außersinnlichen Methoden gemacht haben, auf den Remote Viewer-Zug auf, ohne wirklich verstanden zu haben, wie Remote Viewing abläuft und wie es gehandhabt wird. Da werden dann Methodik-Aspekte in einen Topf mit Remote Viewing geworfen, die damit rein garnichts zu tun haben. Sätze wie „Ich kann mit meinen Tarot-Karten bei euch mitviewen!“, oder „Ja, ich mache auch solche Channelings!“ sind keine Seltenheit in solchen Konversationen. Holt man die Leute aber auf den Boden zurück, und erklärt ihnen, was es wirklich mit der RV-Methodik auf sich hat, wird es als zu technisch, sachlich, trocken oder „herzlos“ empfunden (weil keine bauchpinselnden Lichtwesen angerufen werden, oder Räucherstäbchen fehlen?). Nüchtern und sachlich ist offenbar unsexy und zu „linkshirnig“.
 
Die „Viewt doch mal XY…“-Reaktion:

Meist bei aufgeschlossenen Leuten mit geringen oder garkeinem Skeptiker-Anteil anzutreffen. Sie sind von der Methodik begeistert, haben vielleicht sogar schon eigene Schnuppererfahrungen gemacht, und schlagen nun den erfahrenen Viewern unzählige Targets zum viewen vor (viele sehr gut, aber manche auch kopfklatschig trivial). Dass ist dann der Punkt, wo man den Enthusiasmus dämpfen muss, und ganz pragmatisch erklärt, das man ja am liebsten jeden m³ des Universums viewen möchte, und auch hunderte von interessanten Targets im Pool hat, aber verfügbare Zeit und Viewer der Sache dann doch gewisse quantitative Begrenzungen einräumen. Ergänzend sage ich dann auch gerne „Wir brauchen mehr Viewer!“. Aber den Schritt, eine RV-Ausbildung bis Stufe 6 durchzuziehen, um dann vollwertig an Projekten mitarbeiten zu können, machen nur die Wenigsten.
 
Die „Habt ihr schonmal XY geviewt?“-Reaktion:

Eigentlich die schmeichelhafteste und produktivste Reaktion von interessierten Leuten. Man wird mit Fragen zu bestimmten Themen überhäuft. Meist handelt es sich dabei um Mystery-Targets, wie UFOs / Aliens, fremde Planeten, paranormale Phänomene, archäologische Rätsel oder die Zukunft. Da es noch keine standardisierte, internationale Datenbank für geviewte Themen gibt, habe ich inzwischen eine eigene Liste von (öffentlichen) Targets erstellt, die wir schon in unserem unmittelbaren Viewer-Umfeld bearbeitet haben. Aber oft muss man sich wiederholen, was jedoch im Zweifelsfall einen sehr spannenden Austausch generieren kann, bei dem man sich immer weiter und immer tiefer in den Themenbereichen verschachtelt. Deswegen wurde auch schonmal auf einem RV-Vortrag von mir aus einer anschließende „Fragestunde“ (die eigentlich für 15-30 Minuten eingeplant war), ein fünfstündiger, hochspannender Austausch.
 
Fazit: Das war also ein Abriss über die typischen Reaktionen, wenn man das Remote Viewing-Thema unter Nicht-Remote Viewern vorstellt. Wieso kommt es gerade dort zu so stark ausgeprägten und polarisierten Reaktionen? Vermutlich weil es wenige Methoden in der Grenzwissen-Szene gibt, die dermaßen konkret und erprobt sind. Es fehlt der verführerische Hauch des Mystischen, und auch die bequeme „Deutungsunschärfe“, welche sich bei sovielen anderen Herangehensweisen findet (gerade im esoterischen Bereich, bzw. dem, was man sich heute im Allgemeinen darunter vorstellt). Manchmal wird es deswegen sogar als Bedrohung oder zumindest Verunsicherung empfunden, oder wegen seiner militärischen Herkunft in die Mind Control-Schublade gesteckt. Auch Anhänger von alternativen Weltbildern (hohle Erde etc…), die Remote Viewing nicht bestätigen konnte, lehnen es vehement ab und trauen lieber weiterhin ihren Sekundärquellen. Aber wie heißt es so schön? „Man greift nur den an, der den Ball hat!“ 😉

Humor und Remote Viewing

Obgleich man bei manchen verbissenen bzw. nur noch nörgelnd-verbitterten Zeitgenossen in der Szene etwas anderes vermuten könnte, so steckt auch in der Tätigkeit des Remote Viewings ein ganz eigener, meist anekdotischer Humor.

RVurcht!

So brachte diese Tätigkeit bisher nicht nur Tassen mit Insider-Anekdoten hervor, sondern auch verschiedenste Ausdrucksmittel, wenn das geschriebene Wort für eine aussagekräftige Umschreibung nicht mehr ausreicht, oder vom Viewer nochmal auf seine ganz eigene Weise „konkretisiert“ werden will.

Dazu zählen z.B. (wie auch in der Online-Welt bewährte) Smilies, um besonders intensiven EIs zeichnerischen Nachdruck zu verleihen. Aber auch eindeutige On Target-Skizzen von Gesichtern in Personenwahrnehmungen. Letztere kann man natürlich aus verständlichen Gründen hier nicht veröffentlichen. Auch ITs werden gerne mal mit einer rudimentären Comic-Einlage unterlegt, oder symbolhaft dargestellt, wenn die tatsächlichen vorgänge zu abstrakt oder bizarr sind (z.B. bei Sessions auf energetische Bewusstseinsvorgänge, oder physikalische Vorgänge im Teilchenbereich).

Hier mal einige Beispiele aus unserer Tätigkeit, die man auch veröffentlichen kann… 😀

In einer Session ging es darum, die Ursache für ein absurdes Pflanzenwachstum zu viewen. Der Tasker hatte die beinahe tote Pflanze am Vortag einer reiki-artigen Energiebehandlung unterzogen, und sie wuchs über Nacht sichtbar mehrere Zentimeter. In der Session tauchte dann ein Gruppen-EI (G1 genannt) auf, welches wir näher untersuchten. In der Zeichnung stellte es sich Ansammlung von „Körnchen“ heraus, die durch Fasern verbunden waren.

Plötzlich zeigte sich eine Art aufwärtswachsende Energiesäule, welche die „Aufmerksamkeit“ von G1 einigermaßen fesselte. Oder anders ausgedrückt: Wäre G1 eine Gruppe Menschen gewesen, hätten sie ihre Münder vor Erstaunen und Erfurcht nicht mehr zubekommen. Genau diesem Eindruck wurde dann in der Session ein entsprechender, zeichnerischer Nachdruck verliehen:

Pflanzenwunder-RVurcht

Der Tasker / Pflanzenbesitzer hat sich dadurch den ehrenwerten Titel „Pflanzengott“ eingefangen, und wird ihn wohl nie wieder loswerden (dafür sorge ich :D).

Noch ein paar weitere Auszüge, die keine nähere Erläuterung des Kontextes benötigen:

Plattnase

Sich die Nase am Target plattdrücken wollen

Fischgesicht

Ein „fischgesichtiges“ Wesen stellt erstaunt fest, das es gerade geviewt wird (plötzlicher, interaktiver Vorgang)

Stimmungsschwankungen

Stimmungsschwankungen in einem Interview

Die Hürden des Lebens

Die Hürden des Lebens

Neben dem auflockernden oder unterhaltsamen Aspekt, hat die Bewahrung eines gewissen Humors beim Remote Viewing (bzw. bei grenzwissenschaftlichen Anwendungen generell) eine weitere, sehr wichtige Funktion: Er hilft bei der „Erdung“, also das man mit beiden Füßen (oder Gehirnhälften?) auf dem Boden bleibt. Denn nur dadurch bleibt langfristrig ein möglichst undogmatisches Differenzierungsvermögen und eine gewisse „Psychohygiene“ gewährleistet

Dazu zählt (meiner Meinung nach) auch die Sicht, das Remote Viewing ein Werkzeug ist. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn es als neue Religion oder als „Sprachrohr zum Schöpfer“ verklärt wird, wie man es tendenziell oft in der New Age-Szene sieht (z.B. beim Channeling), sind die Vorteile des Remote Viewing ad absurdum geführt, und man sperrt sich selbst in Schubladen jenseits der Neutralität ein.

Empörung

Unerhört!

Humor ist also nicht nur die beste Waffe gegen Angst, sondern auch gegen das Abheben und gegen verbissene Dogmatisierung bzw. verbittere Verhärtung. Versuchen wir, ihn uns zu bewahren (so schräg er auch bei Remote Viewern sein kann)… 😉

Dazu passend noch folgender Artikel der Remote Viewing Akademie:

Remote Viewing Akademie: Darf Remote Viewing Spaß machen?
Leserbrief zum Artikel

Artikel im RV-Magazin „8 Martinis“

Wir haben zu unserem Projekt „Zielgebiet: Das Bewusstsein“ einen Artikel in der amerikanischen Remote Viewing-Zeitschrift „8 Martinis“ veröffentlicht. Die Ausgabe kann hier als PDF runtergeladen werden:

8 martinis – Issue 8

Eight Martinis - Issue 8

Unser Artikel trägt dort den Titel „Remote Viewing Consciousness Targets“, und ist ab Seite 52 zu finden. Auch ein Blick in die anderen Ausgaben lohnt sich. 😉

RV-Akademie goes YouTube

Die Remote Viewing Akademie hat nun einen eigenen YouTube-Kanal eingerichtet, auf dem erstmal vor allem historische Videodokumente aus der Pionierzeit des Remote Viewings in Deutschland (zweite Hälfte der 1990’er Jahre) veröffentlicht werden. Ein sehr interessanter, und bisher meist nur innerhalb der Wände der Akademie zu sehender Fundus…

YouTube – RVAkademie